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1. Tag, Mittwoch, 17.09.2008 Wir starten am frühen Abend gen Süden und erreichen nach staufreier Fahrt gegen 22:00 Uhr den Stellplatz in Wertheim neben den Factory Outlets „Wertheim Village“. Nicht zum ersten Mal nutzen wir diesen kostenlosen Wohnmobil-Stellplatz für einen Übernachtungsstopp. Ideal direkt neben der A3 gelegen bietet er die komplette Infrastruktur, die man als Wohnmobilist gebrauchen kann.
2. Tag, Donnerstag, 18.09.2008 Wir haben uns vorgenommen die weite Fahrt in den Süden so entspannt wie möglich zu gestalten und auf lange Tagesetappen zu verzichten. So rollen wir heute morgen nach einer knappen Stunde Fahrt schon wieder von der Autobahn und steuern den Parkplatz P2 in Rothenburg ob der Tauber an, der auch als offizieller Wohnmobil-Stellplatz ausgewiesen ist. Wir zahlen stolze 6 Euro für 3 Stunden Parken, frühstücken in Ruhe und unternehmen dann einen Bummel durch das sich fest in Touristenhand befindliche Städtchen. Englisch ist hier ganz klar die dominierende Sprache, dicht gefolgt von italienisch. Wir fühlen uns fast ein wenig wie Exoten im eigenen Land. Die Fachwerkidylle hier ist perfekt und die gut erhaltene bzw. restaurierte mächtige Stadtmauer beeindruckt sehr. Deutschland wie geschaffen für den ausländischen Touristen, der hier alle Klischees bestätigt findet.
Wir erkunden mit dem Fahrrad ein wenig die Umgebung, bestaunen das türkisfarbene Wasser des Lech und kehren auf eine „Halbe“ in einem Biergarten ein, wo man trotz herbstlicher Temperaturen um die 15°C noch draußen sitzen kann. Abends schwingen wir uns wieder auf die Räder und fahren ins 2 km entfernte Zentrum von Füssen. Im Restaurant Römerkeller bekommen wir deftige bayerische Küche zu sehr zivilen Preisen. Die Portionen sind so groß, dass wir sie gar nicht ganz schaffen.
3. Tag, Freitag, 19.09.2008 Von Füssen geht es ins benachbarte Österreich, wo wir an der ersten Tankstelle halten und günstigen Diesel bunkern. Der Preisunterschied zu Deutschland beträgt immerhin ca. 10 Cent pro Liter.
Ideale Voraussetzungen also für eine kleine Wanderung. Am Ortseingang von Reschen biegen wir rechts ab und folgen der Beschilderung Richtung Rojental. Nach ca. 5 km auf enger Serpentinenstrasse erreichen wir einen kleinen Parkplatz, stellen unser Wohnmobil ab und machen uns zu Fuß auf den Weg zur – bewirtschafteten - Reschenalm. Nach einer knappen Stunde dort angekommen, bietet sich uns ein herrlicher Blick auf den Reschensee und die umliegenden Berge. Wir Durch schier endlose Apfelplantagen führt uns der weitere Weg in Richtung Meran. Rechts und links des Weges voll mit Früchten behangene Apfelbäume so weit man blicken kann. Eine wahre Augenweide. Die Ernte ist in vollem Gange und immer wieder kommt es zu kleinen Staus, weil kleine, mit Äpfeln beladene Trecker überholt werden müssen. Natürlich nutzen wir die Gelegenheit und kaufen an einem Verkaufsstand am Straßenrand einen großen Sack frischer Äpfel. In Meran lassen wir uns von unserem Navi zur Pferderennbahn führen. Eigentlich sollte hier laut unserem Stellplatzführer eine Übernachtungsmöglichkeit für uns sein, doch der Stellplatz existiert nicht mehr. Wir quälen uns durch den Noch bevor wir den offiziellen Stellplatz erreichen, passieren wir einen Parkplatz, der voller Womos ist. Wir gesellen uns dazu und sparen uns die 15 € Übernachtungsgebühr. Entsprechende Schilder verbieten hier zwar eigentlich das Kampieren, aber wir interpretieren die Symbole ganz in unserem Sinne. Schließlich sind wir weder ein Zelt noch ein Wohnwagen und außerdem wollen wir ja auch nur noch dort übernachten. In der näheren Umgebung befinden sich einige Hotels und Restaurants und wir landen schließlich im Restaurant „Seeperle“. Volltreffer! Sehr gutes Essen, netter Service und äußerst zivile Preise.
4. T a g, S a m st a g, 2 0.09.2008 Nach einer ruhigen Nacht begrüßt uns ein knackig kalter Morgen mit Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt und wolkenlosem Himmel. Tolles Wetter, aber leider viel zu kalt für ein Bad im Kaltener See, der als der wärmste See Südtirols gilt. Wir schiessen noch ein Foto vom “Stellplatz”, besorgen uns in Kaltern ein paar Brötchen und setzen unsere Reise in den Süden fort. Am frühen Nachmittag erreichen wir Greve in Chianti, wo wir vor einigen Jahren bei einer Toskana-Reise im gemieteten Wohnmobil schon einmal übernachtet haben. Etwas außerhalb Nachdem wir ein wenig Sonne getankt haben, unternehmen wir einen Bummel durch Greve. Besonders schön ist die große Piazza im Ortszentrum. Unser Hauptinteresse jedoch gilt dem Rebensaft, denn schließlich befinden wir uns mitten im Chianti Gebiet. In der großen Weinhandlung target=NewWindow"„Le Cantine“ begeben wir uns auf Verkostung und lernen ein interessantes System der Weinprobe kennen. Man erwirbt eine Chipkarte, die mit 10, 15, 20 oder 25 € aufgeladen wird. Damit kann man dann an diversen Zapfstellen bis zu 140 Weine probieren. Die Kosten für das Probierschlückchen orientieren sich am Preis der jeweiligen Weinflasche und beginnen bei 0,60 €. Leider ist die Auswahl an „bezahlbaren“ Weinen etwas dürftig. Viele Weine bewegen sich im höheren zweistelligen Bereich, Abends tun wir uns dann etwas schwer bei der Wahl eines Restaurants, weil häufig alle Plätze besetzt sind. Wir haben dann aber doch Glück und ergattern in einer kleinen Weinhandlung, die auch über einen Restaurantbetrieb verfügt, einen freien Tisch. Hier sitzen wir recht urig inmitten der vielen Weinflaschen und lassen uns Antipasti und leckere Pasta schmecken. Der Name dieses sehr empfehlenswerten Lokals mit einem sehr freundlichen (englischsprechenden) Besitzer: Enoteca Fuoripiazza. Satt und zufrieden radeln wir wieder zu unserem Womo.
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