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bulletReisebericht Südosten Australien: The Grampians

12. Tag: Warrnambool – Halls Gap: 229 km

Wir frühstücken nebenan bei McDonalds, checken aus und machen uns auf den Weg nach Halls Gap ins Landesinnere. Kurz hinter Warrnambool machen wir einen Abstecher in das ”Tower Hill Game Reserve”. Hier ist jedoch total tote Hose. Die einzigen Tiere, denen wir begegnen, sind Fliegen. Die aber treten so zahlreich auf, dass sie ziemlich lästig sind. Also sehen wir schnell zu, daß wir weiter kommen.

The Balconies in den GrampiansEinige Kilometer weiter velassen wir den Highway 1 nach Norden Richtung Dunkeld. In Dunkeld halten wir am Visitor Centre und besorgen uns bei einer sehr netten und hilfsbereiten Dame Informationsmaterial über die Grampians. Die Strecke zwischen Dunkeld und Halls Gap ist ein schöner Scenic Drive. Einmal haben wir haben Glück, als wir nur knapp dem Zusammenstoß mit einem Känguru entgehen..

Gegen Mittag erreichen wir Halls Gap, wo wir im “Halls Gap Colonial Motor Inn” (Best Western, A$ 80,10) einchecken. Auch hier sind wir mit unserem Zimmer sehr zufrieden. Nur die Klimaanlage tut sich etwas schwer gegen Temperaturen von 42° C anzukämpfen. Da es aber eine trockene Hitze ist, lässt sie sich gut ertragen. Der winzige Ort ist schnell erkundet. Wir kaufen eine Wanderkarte, etwas zu Essen und lunchen in unserem Zimmer. Anschließend setzen wir uns in unser Auto und fahren ca. 15 Minuten bis wir den Parkplatz “Reed Lookout” erreichen, wo der Wanderweg zu den ”Balconies” beginnt. Für die kleine Wanderung benötigen wir lediglich 45 Minuten hin und zurück.

Mac Kenzie FallsDie ”Balconies” sind zwei übereinanderliegende Felsen, die wie Balkone über den Rand einer Schlucht ragen. Wahrscheinlich das am häufigsten fotografierte Motiv in den Grampians.

Eine kurze Autofahrt führt uns zur nächsten Wanderung, den ”Mac Kenzie Falls”. Wir benötigen ca. 20 Minuten oneway, die aber bei der Hitze recht anstrengend sind, da einige Höhenmeter zu überwinden sind. Belohnt wird man mit dem Anblick eines malerischen Wasserfalls, der sich in einen großen Pool ergießt. Einige Leute nutzen die Gelegenheit zum Schwimmen. Wir ärgern uns, dass wir keine Badesachen dabei haben. Das Ganze wirkt doch sehr verlockend! So bleiben wir einfach eine halbe Stunde auf den Felsen sitzen und genießen die idyllische Szenerie.

Gegen 17:00 Uhr sind wir zurück im Motel. Wir entscheiden uns, hier noch für eine zweite Nacht zu verlängern und nicht am nächsten Tag nach Mount Gambier an die Küste zu fahren, wo wir ein Flag-Hotel reserviert haben. Die Verlängerung ist kein Problem, da wir sowieso fast die einzigen Gäste sind. Die Dame an der Rezeption erklärt mir, man wisse selber nicht, warum so wenig los ist. Normal wäre das für diese Jahreszeit nicht. Die schönste Reisezeit für die Grampians soll allerdings das Frühjahr, also September / Oktober sein.

Den Rest des Nachmittages verbringen wir am Pool. Elke lässt nebenbei eine Maschine Wäsche laufen, was angesichts der ständig zunehmenden Temperaturen auch dringend nötig ist. Unser T-Shirt-Verbrauch hat zuletzt doch arg zugenommen.

Es gibt hier nur eine Hand voll Restaurants, aber wir können uns wieder einmal nicht beklagen. Das ”Kookaburra Restaurant” bietet eine ausgezeichnete Küche, ist aber auch etwas teurer als die bisherigen Restaurants, die wir besucht haben. Wir lassen uns als Vorspeise in Schinken eingewickelten grünen Spargel in Blätterteig schmecken und nehmen als Hauptgang die Spezialität des Hauses, Hirschsteaks (venison). Schmeckt alles ausgezeichnet!



13. Tag: Grampians: 97 km

Elke klettert in der SchluchtDa auch heute Temperaturen über 40° C erwartet werden, machen wir uns zeitig auf, um unsere geplante Wanderung vor der Mittagshitze beendet zu haben. Startpunkt ist der “Wonderland Car Park”. Der erste Teil der Wanderung bis zum grandiosen Aussichtspunkt ”The Pinnacles” ist sehr spektakulär. Zunächst geht es durch eine breite Schlucht mit dem anmaßenden Namen ”Grand Canyon”.

Dann folgt eine ganz enge Schlucht (”Silent Street”), wo man ein bisschen klettern muß. Zum Glück gibt es hier viel Schatten. Der Weg ist teilweise recht anstrengend, weil es viel bergauf geht. Unser Durchschnittstempo liegt nur so bei etwa 1,5 km/Stunde.

Patrick sieht nicht mehr so frisch ausVon den ”Pinnacles” folgen wir dem Weg zu den ”Turrent Falls”. Dieser Teil der Wanderung ist bei weitem nicht mehr so schön, wie der erste Teil. Auf steinigen Wegen geht es eine ganze Zeit bergab, und wir müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht ausrutschen.
 
Die ”Turrent Falls” erweisen sich als ein mickriges Rinnsal. Jetzt wird uns klar, warum die in unserer Wanderkarte als “a winter waterfall” bezeichnet werden. Überhaupt kein Vergleich zu den ”Mac Kenzie Falls” von gestern. Von hier sind es noch gut 20 Minuten meist ebener Waldweg zurück zum Wonderland Car Park. Insgesamt waren wir drei Stunden unterwegs und sind völlig durchgeschwitzt.

Wir fahren zurück nach Halls Gap, besorgen uns in der Bäckerei etwas zu Essen und machen erst einmal Siesta am Pool. Gegen Nachmittag fahren wir in das ca. 30 Minuten entfernte Great Western, wo es mehrere Weingüter gibt, die man besichtigen kann. Wir haben uns für die ”Seppelt Great Western Winery” entschieden, müssen aber leider feststellen, dass wir die letzte Führung des Tages um 15 Minuten verpasst haben. Wir trösten uns mit dem Kauf von zwei Flaschen Wein und machen uns wieder auf den Rückweg, den wir in dem größeren Ort Stawell für einen Bummel durch die Fußgängerzone und Einkauf im Supermarkt unterbrechen.

Den Rest des Nachmittages verbringen wir am Pool. Abends sind wir uns unschlüssig, ob wir wieder in das ”Kookaburra Restaurant” gehen oder doch einmal das Restaurant unseres Motels ausprobieren sollen, das ebenfalls einen sehr guten Eindruck macht. Da dort aber so gut wie keine anderen Gäste sind, entscheiden wir uns schließlich doch wieder für das ”Kookaburra Restaurant”. Unser guter Eindruck vom gestrigen Abend findet erneut Bestätigung.

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