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bulletReisebericht Südafrika im November 2003: Der Augrabie Falls Nationalpark

4. Tag: Dienstag, 04. November 2003
Oudrif - Springbock: 505 km
Wetter: 20°C, bedeckt

Das Bad im Fluss fällt heute morgen aus. Über Nacht hat es einen Temperatursturz gegeben, und nun ist es bei 18° C recht kühl. Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen. Auch Klaus und Margarete reisen heute ab. Oudrif ist nun für drei Tage „gästefrei“, und Bill und Janine nutzen die Zeit für einen kleinen Urlaub an der Küste.

Wir machen uns auf den anfangs etwas beschwerlichen Rückweg nach Clanwilliam und erreichen nach 1 ½ Stunden Fahrt den kleinen Fischerort Lamberts Bay an der Westküste. Hier gibt es eine riesige Tölpelkolonie zu sehen. Es ist sehr beeindruckend, tausende dieser Vögel hier an einem Fleck versammelt vorzufinden. Neben den Tölpeln ist Lamberts Bay für seinen frischen Hummer bekannt. Also nutzen wir die Gelegenheit und gönnen uns im Restaurant „Die Kreephuis“ einen nicht ganz billigen Lunch. Leider haben die schmackhaften Krustentiere auch hier in Südafrika ihren Preis.

Tölpelkolonie - Bid 1Tölpelkolonie - Bid 2





















Den Rest des Nachmittages heiß es „Kilometer fressen“. Über die gut zu befahrende und recht leere N7 geht es Richtung Norden, bis wir gegen 18 Uhr Springbock erreichen. Wir checken im Mountain View Guesthouse ein und unternehmen anschließend einen kurzen Orientierungsspaziergang. Viel hat Springbock nicht zu bieten, gute Restaurants schon gar nicht. Wir landen in einem Steakhouse, in dem wir neben ungenießbaren Pommes ein auch nicht gerade überwältigendes - dafür aber sehr preiswertes - 300 Gramm Filetsteak bekommen. Zum Glück hatten wir ja mittags schon einen kulinarischen Höhepunkt. So hält sich unsere Enttäuschung in Grenzen.

 

5. Tag: Mittwoch, 05. November 2003
Springbock - Augrabie Falls, 333 km
Wetter: 27°C, sonnig


Der Tag beginnt für mich mit einem dummen Missgeschick. Beim Abtrocknen nach dem Duschen mache ich eine falsche Bewegung und habe fortan Schmerzen im Lendenwirbelbereich, die meine Bewegungsfähigkeit stark einschränken.

Zum Frühstück gibt es das Übliche. Es ist O.K., aber nicht weiter erwähnenswert. Persönliche Betreuung darf man im Mountain View Guesthouse nicht erwarten, dafür ist es von der Anzahl der Zimmer zu groß. Für einen Zwischenstopp auf der langen Fahrt in den Norden ist es aber bestens geeignet. Für wenig Geld bekommt man eine wirklich sehr ordentliche Unterkunft.

Mit 12° C ist es heute morgen ungewöhnlich kühl für diese Jahreszeit. Nachdem wir im Supermarkt unseren Wasservorrat aufgefüllt haben, fahren wir auf der N14 Richtung Augrabie Falls Nationalpark. Die Straße ist in ausgezeichnetem Zustand und gehört uns mit Ausnahme einer Handvoll anderer Auto praktisch alleine. Entsprechend flott kommen wir voran und erreichen gegen Mittag den Augrabie Falls National Park. Unterwegs halten wir nur einmal an, um eines der riesigen Nester der Webervögel zu fotografieren, die es hier fast an jedem Strommast gibt. Wo haben die Vögel bloß ihre Nester gebaut, als es noch keinen Strom gab?

Die Straße gehört unsTölpelkolonie - Bid 2





















Augrabie FallsIm Augrabie Falls Park beziehen wir unser Chalet und laufen anschließend zu den Aussichtspunkten, um uns die Fälle anzusehen. Dummerweise werden meine Schmerzen immer schlimmer. Die Fälle sind zwar ganz nett anzuschauen, aber doch eher enttäuschend und den Abstecher eigentlich nicht wert. Später erfahren wir, dass November nicht die optimale Jahreszeit für einen Besuch der Augrabie Falls ist. Im Januar/Februar, wenn hier viel Sommerregen fällt, sollen die Fälle wesentlich imposanter sein.

Mittlerweile ist es warm und sonnig geworden, und wir verbringen einen recht faulen Nachmittag am Pool. Außer uns sind hier noch ein paar südafrikanische Gäste, denen mein gekrümmter Gang auffällt. Man erkundigt sich, was mir denn fehle. Nachdem die Diagnose gestellt ist, bekomme ich eine Packung Tabletten mit Dosierungsanweisungen geschenkt. Sehr nett! Ein Blick auf den Beipackzettel hilft mir nicht wirklich weiter. Die Dinger sind ja auf deutsch kaum zu verstehen, warum sollte es dann auf englisch einfacher sein? Was soll’s, ich werfe mir die Tabletten ein und hoffe auf Linderung.

Am späten Nachmittag unternehmen wir noch eine Fahrt zu den Aussichtspunkten „Oranjekom“ und „Ararat“. Wir sind hier ganz alleine und genießen die spektakuläre Landschaft, die durch das Abendlicht besonders reizvoll wirkt.

Im Augrabie Falls NP - Bild 2Im Augrabie Falls NP - Bild 3





















Ohne große Erwartungen gehen wir abends in das zum Park gehörende Restaurant. Hier werden wir dann positiv überrascht. Das Restaurant ist recht gemütlich und das Essen richtig gut. Wir bestellen Strauß und Warthog (Wildschwein). Riesige, sehr schmackhafte Steaks zu denen rote Beete, Spitzkohl und Folienkartoffel serviert werden.

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