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bulletReisebericht Australien Ostküste - Tag 17 - Donnerstag, 10. November 2016

 

Hervey Bay - Fraser Island
gef. km: 7 km / gesamt: 2382 km
Wetter: überwiegend sonnig, max. 34°C

Fraser Explorer ToursHeute steht unsere zweitägige Tour nach Fraser Island an. Wieder einmal sind wir früh auf den Beinen. Bereits um 6:00 Uhr sind wir zum Frühstück in einem 5 Minuten mit dem Auto entfernten McDonalds.

Als wir das McDonalds-Gelände verlassen, passiert es mir dann nach fast zwei Wochen doch zum ersten (und hoffentlich letzten) Mal: an der Ampel biege ich falsch ab und finde mich im Gegenverkehr wieder. Zum Glück ist um diese frühe Uhrzeit noch nicht viel Verkehr, und ein anderer Autofahrer macht mich mit aufgeregtem Hupen auf meinen Irrtum aufmerksam. Ich bin ziemlich irritiert von diesem Vorfall, denn normalerweise habe ich mit dem Linksverkehr überhaupt keine Probleme.

Zurück am Motel haben wir noch knapp eine Stunde Zeit, bis wir abgeholt werden. Für die Nacht auf Fraser Island haben wir nur Handgepäck vorbereitet. Der Rest kommt ins Auto, das wir auf der Straße vor dem Motel abstellen. "That's absolutely safe", wie uns die freundliche Besitzerin versichert. Mit ihr unterhalte ich mich ein wenig übers Wetter. Ich erzähle ihr, dass unsere Freunde uns gestern Bilder vom Wintereinbruch in Deutschland geschickt haben. Sie hat noch nie in ihrem Leben Schnee gesehen, und meine Geschichten von Winterreifen und durch Schnee Lake McKenzieverursachtes Verkehrschaos müssen für sie sehr exotisch klingen. Als sie dann erfährt, dass es für uns Ende nächster Woche zurück ins kalte Deutschland geht, ist mir all ihr Mitleid sicher.

Mit ein paar Minuten Verspätung holt uns der Fraser Island Shuttle Bus ab. Nachdem noch ein paar weitere Hotels und Pick-Up Points angefahren wurden, ist der große Bus rappelvoll. Dann geht es endlich zu dem recht weit außerhalb gelegenen Hafen, wo wir um 8:30 Uhr nach Fraser Island ablegen. Wir hätten dorthin auch selber mit dem Auto fahren können (so früh sind auch noch genügend Parkplätze verfügbar gewesen), aber mit fast unserem ganzen Gepäck im Auto war uns der Platz vorm Motel doch sicherer. Obwohl man hier wirklich nie ein ungutes Gefühl hat.

Die Überfahrt dauert rund 40 Minuten, und auf Fraser Island angekommen werden wir auf die einzelnen Busse aufgeteilt. Es handelt sich um allradbetriebene Spezialfahrzeuge aus deutscher Produktion. Was Warren, unseren Fahrer und Tourguide, zu der Bemerkung veranlasst, dass wir deutschen Teilnehmer an der Tour (außer uns sind noch ein paar andere dabei) im Falle des Falles für Reparaturen zuständig seien.

Nachdem geklärt ist, wo alle herkommen (wir sind eine gemischte Glasklarer Bach im Regenwald auf Fraser Islandinternationale Gruppe), teilt unser Guide erst einmal in Richtung USA und Donald Trump aus. Sind ja keine Amerikaner an Bord. Ob irgendjemand von uns mit diesem Wahlergebnis gerechnet habe, fragt er uns. 31 Hände bleiben unten. Ob sich denn jemand über die Wahl Donald Trumps freue. Wieder bleiben 31 Hände unten. Ein eindeutiges Votum.

Fraser Island ist die größte Sandinsel der Erde und hat viele Naturschönheiten zu bieten. Die erste, die wir bei einem einstündigen Aufenthalt zu sehen bekommen, ist der Lake McKenzie. Dieser See verfügt über einen schneeweißen Strand und kristallklares Wasser. Fast schon kitschig schön. Ziemlich viel los hier, da alle Tourbusse hier anhalten. Entsprechend voll ist es im Wasser. Wir begnügen uns mit einem Strandspaziergang.

Weiter geht es über holprige Sandpisten zu unserem nächsten Halt. Gemeinsam mit der Gruppe unternehmen wir eine etwa 45-minütige Wanderung durch dichten Regenwald entlang eines völlig klaren Baches mit einem Bachbett aus weißem Sand. Unglaublich schön! Da dieser auch für die Trinkwasserversorgung zuständig ist, ist das „Betreten“ streng untersagt.

Gegen 13:00 Uhr erreichen wir das Eurong Beach Resort, wo im Anstrengende Wanderung zum Lake WabbySpeisesaal ein Lunch-Buffett auf uns wartet. Das Essen ist durchaus in Ordnung. Draußen vor dem Restaurant können wir an einer Zapfstelle kostenlos unsere Trinkwasserflaschen auffüllen. Das ist auch sehr wichtig, denn für das anstrengende Nachmittagsprogramm brauchen wir ausreichend Wasser und unsere mitgeschleppten Vorräte sind schon fast aufgebraucht, da abgesehen von der Mittagspause heute nur Selbstversorgung angesagt ist. Zum Glück hatten wir neben Wasser auch noch etwas Obst dabei, sonst wären wir bis zum Lunch doch ziemlich ausgehungert gewesen. Hier im Resort gibt es übrigens auch eine Einkaufsmöglichkeit.

Mit dem Bus geht es einige Kilometer in flotter Fahrt über den Strand, bis wir den Beginn des Wanderweges zum Lake Wabby erreichen. 2,4 km laufen wir durch tiefen und zeitweise ansteigenden Sand, bis sich vor uns am Fuße einer riesigen Sanddüne der grüne Lake Wabby auftut. Was für ein schöner Kontrast zum hellen Sand.

Eine willkommene Abkühlung nach dem anstrengenden Hike in der Hitze. Alle nutzen die Gelegenheit, um in dem herrlichen Wasser zu schwimmen. Für uns könnte es durchaus noch ein paar Grad kühler sein.

Badefreuden im Lake Wabby

Dingo auf Fraser IslandAuf dem gleichen Weg geht es wieder zurück zum Strand, wo unser Bus steht. Dort angekommen sind wir ziemlich erledigt. Das Laufen im tiefen Sand geht doch ganz schön in die Beine. Gelohnt hat sich der Ausflug aber auf jeden Fall. Alternativ hätte man den Nachmittag auch im Resort verbringen können 

Auf der Rückfahrt zum Eurong Resort haben wir das Glück am Strand sogar einen Dingo (Wildhund) zu sehen. Für diese Tiere ist Fraser Island bekannt.

Im Resort angekommen beziehen wir unser einfaches, aber großes und sauberes Zimmer. Selten so auf eine Dusche gefreut. Und auf ein Bier! Das bekommen wir dann in der Beach Bar, die rechtzeitig um 18:00 Uhr zu unserem Eintreffen öffnet. Warren, unser Tourguide kommt auch auf ein (wohlverdientens) Bier vorbei, und Elke und ich unterhalten uns ein wenig mit ihm.

Das Abendessen wird wieder in Buffetform angeboten. Asiatisch ist das heutige  Thema. Nichts Sensationelles, aber durchaus lecker. Wir sitzen mit einem deutschen Paar aus Kiel und einem italienischen Paar aus Rom zusammen. Da die Italienerin ein sehr gutes Englisch spricht, steht einer angeregten Unterhaltung nichts im Wege.

Nach dem Essen sitzen wir noch eine Zeit auf unserer Terrasse, schreiben Reisebericht und lesen. Die Anstrengungen des Tages machen sich bemerkbar, und wir gehen bereits um halb neun ins Bett.

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