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bulletReisebericht Australien Ostküste - Tag 8 - Dienstag, 01. November 2016


Paradise on the Beach Resort, Palm CovePalm Cove - Mission Beach
gef. km: 287 km / gesamt: 553 km
Wetter: sonnig, max. 29°C

Leider müssen wir heute unsere angenehme Unterkunft in Palm Cove verlassen. Hier hätten wir es auch gut noch ein paar Tage ausgehalten.

Bevor die Fahrt richtig losgeht, stoppen wir noch mal eben am Bottle Shop des Einkaufszentrums, wo wir in den vergangenen Tagen eingekauft haben. Elke hat nämlich auf der Quittung des Supermarktes Coles noch einen Gutschein für ein Sixpack Bier im angrenzenden Bottleshop zum "Hammerpreis" von zehn Dollar entdeckt. Da müssen wir natürlich zuschlagen und erstehen
6 × 0,33 l "Carlton Dry", das regulär 18,50 $ gekostet hätte.

Unsere Fahrt führt uns in die Tableland Region und ist landschaftlich äußerst abwechslungsreich. Waren wir eben noch an der tropischen Küste, durchfahren wir nun zunächst relativ ödes Land. Das ändert sich aber schnell, denn bald wird es grüner und die Landschaft immer schöner. Hier befindet sich ein Zentrum der Milchwirtschaft, und man findet viele Molkereien und Käsereien.
Millaa Millaa Water Fall
Unseren ersten Stopp legen wir in Malanda ein. Hier gibt es Wasserfälle und eine Visitor Information. Wir lassen uns Karten und Informationen über die Gegend geben und fragen nach den Schwimm-Möglichkeiten an den Wasserfällen. Der ältere Herr von der Visitor Info schaut mich an und meint, dass es zuletzt recht wenig geregnet hat, und das Wasser entsprechend flach ist. Außerdem sei es sehr kalt. Aber ich sähe noch jung genug aus, um so verrückt zu sein, da reinzugehen. Der Typ gefällt mir viel besser, als der Taxifahrer in Sydney, der mich bereits in Rente gesehen hat.

Wir begnügen uns mit einem Foto der nicht sehr beeindruckenden Malanda Falls und fahren weiter zu dem wesentlich schöneren Millaa Millaa Water Fall. Hier sind wir nicht alleine, selbst einige unserer Landsleute haben den Weg hierher gefunden.

Das Wasser in dem Pool unterhalb der Fälle sieht wegen der braunen Farbe auf den ersten Blick nicht so einladend aus. Trotzdem gehen wir schwimmen, und die Entscheidung erweist sich als goldrichtig. Das Wasser ist herrlich kühl und erfrischend. Aber keineswegs zu kalt. Der Blick fast unterhalb des Wasserfalls nach oben ist toll.
Ellinjaa Fall
Neben dem Millaa Millaa Fall gibt es hier noch zwei weitere Wasserfälle, die wir auf einem 14 km langen Rundkurs abfahren. Nicht so beeindruckend wie der erste, aber zumindest der letzte der drei, der Ellinjaa Fall, ist durchaus sehenswert. Hier gibt es auch Picknickbänke, an denen wir uns die Brote schmecken lassen, die wir morgens geschmiert hatten.

Weiter geht die Fahrt, bis wir den Bruce Highway erreichen und nach rechts Richtung Townsville abbiegen. Kurz darauf erreichen wir Innisfalls und steuern einen McDonalds an, um uns einen Kaffee zu besorgen.

Wir befinden uns nun allerdings auf der entgegengesetzten Seite des Highways und müssen drehen. Elke stellt sich dabei etwas ungeschickt an, was die Aufmerksamkeit eines Polizisten auf sich zieht. Freundlich gibt er Elke zu verstehen, dass sie beim rechts abbiegen zwei Fahrspuren benötigt hat. Elke erwidert, dass sie aus Germany kommt und noch nicht so an den Linksverkehr gewöhnt ist. Mir erschließt sich diese Logik nicht so ganz, denn auch in Deutschland darf man ja beim Abbiegen nicht zwei Fahrspuren gleichzeitig benutzen. Der Officer scheint aber Verständnis zu haben, und antwortet großzügig mit einem Strand bei Mission BeachLächeln: "That can happen."

Allerdings scheint er doch der Meinung zu sein, dass jemand mit einer solchen Fahrweise vielleicht nicht ganz nüchtern ist. Ob sie während der letzten 24 Stunden Alkohol getrunken habe, wird Elke gefragt. Den Wein von gestern Abend ignorierend antwortet sie mit "no!" Der Officer nimmt es zur Kenntnis und bittet Elke nachmittags um 15:30 Uhr zum Alkoholtest. Nachdem sie kräftig ins Röhrchen gepustet hat, dürfen wir unsere Fahrt fortsetzen.

Eine halbe Stunde später erreichen wir unser heutiges Ziel, das am Meer gelegene Mission Beach. Unser erster Weg führt uns in das  Visitor Center, wo uns eine ältere Dame mit nützlichen Informationen zur Seite steht. Der zweite Weg führt uns an den tropischen Traumstrand zu einem Strandspaziergang. 

Gegen 17:00 Uhr checken wir im 5 km entfernten B&B "A Tropical Escape" ein. Ein großes Haus in einer ruhigen Gegend. Fast zu ruhig, denn ringsum gibt es nicht viel. Dorothee, die Besitzerin ist schon Ende 60 und auch ihr Mann ist nicht mehr der Jüngste.
Das erklärt wohl auch, warum das Anwesen zum Verkauf steht. Das Zimmer und die anderen Bereiche des Hauses, die wir nutzen können, sind sehr ansprechend.
Leckeres Essen im Ocea in Mission Beach
Wir fahren zum Strand, der von hier knapp 1 km entfernt ist. Jetzt am Abend ist eine schöne Zeit für einen weiteren Strandspaziergang. Genau der gleichen Meinung ist auch ein älterer Australier, der uns dies mitteilt. Wir kommen ins Gespräch, und er erzählt uns, dass er mit seiner Frau nun schon seit fünf Jahren mit dem Wohnmobil in Australien unterwegs bist. Das ist natürlich genau unser Thema! Sie haben vor ein paar Jahren einen Container gekauft, und ihr ganzes Hab und Gut dort hinein gepackt. Der Container steht jetzt auf dem Grundstück ihres Sohnes, und die beiden genießen ihre Unabhängigkeit in ihrer rollenden Ferienwohnung. Beneidenswert!

Abends fahren wir 5 km bis zum Zentrum von Mission Beach und gehen dort essen. Mit der Wahl unseres Restaurants – dem Ocea - haben wir Glück. Zwar müssen wir sehr lange auf unser Essen warten, da das Lokal sehr gut besucht ist, aber das hat sich gelohnt. Die Fischgerichte, die wir serviert bekommen, sind sehr lecker und fantasievoll zubereitet. Und satt werden wir auch.

Zurück in unserem B&B nehmen wir noch einen Absacker auf unserer privaten Terrasse.
 

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