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bulletReisebericht Australien Ostküste - Tag 9 - Mittwoch, 02. November 2016


Mission Beach - Townsville
gef. km: 260 km / gesamt: 812 km
Wetter: sonnig, max. 32°C

Sonnenaufgang in Mission BeachWir haben uns den Wecker auf 5:15 Uhr gestellt, weil wir gerne den Sonnenaufgang über dem Meer sehen möchten. Um 5:37 Uhr ist es soweit, und wir sind live dabei. Eine schöne Szenerie, das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Und da wir schon mal am Strand sind, unternehmen wir gleich noch einen ausgedehnten Spaziergang.

Unsere Gastgeberin Dorothee bereitet nicht nur unser Frühstück zu, sondern leistet uns auch Gesellschaft dabei. Wir unterhalten uns recht angeregt und sehen uns wieder einmal darin bestätigt, dass gerade dieser persönliche Kontakt zu den einheimischen Gastgebern den besonderen Reiz dieser Übernachtungsform ausmacht.

Wir brechen gegen 9:30 Uhr auf und fahren zunächst zur Lacey Creek Day-Use-Area, etwa 6 km außerhalb von Mission Beach gelegen. Hier gibt es einen 1,5 km langen Rundwanderweg durch den Regenwald. Bevor wir uns auf diesen begeben, informieren wir uns auf den diversen Infotafeln über den Casowary, einen großen flugunfähigen und vom Aussterben bedrohten Vogel. Leider sehen wir während der kleinen Wanderung keines dieser Exemplare. Wirklich gelohnt hat sich der Abstecher daher nicht.

Zuckerrohr-Fabrik in TullyUns ist mittlerweile ziemlich warm geworden, und wir fahren nach Mission Beach an den mit Stinger-Netzen gesicherten Strandabschnitt. Diese Netze schützen vor den giftigen Quallen, die hier zwischen November und Mai zu einer im schlimmsten Fall tödlichen Gefahr werden können.

Das Wasser ist herrlich klar und trotz der recht hohen Temperatur sorgt es für eine angenehme Abkühlung. Eine Dusche gibt es auch, so dass wir uns das Salzwasser gleich wieder abspülen können.

Danach verlassen wir Mission Beach und begeben uns in Richtung Townsville, unserem heutigen Etappenziel.

Nach kurzer Fahrt stoppen wir in dem von einer großen Zuckerrohrfabrik beherrschten Städtchen Tully. Zwei Schornsteine blasen dicke weiße Wolken in den tiefblauen Himmel. 

Tully steht mit zwei benachbarten Ortschaften im Wettbewerb um den Titel der nassesten Stadt Australiens. Ein Monument in Form eines Gummistiefels mit 7,90 m Höhe erinnert an das Jahr mit der größten Niederschlagsmenge: 7900 Millimeter. Damit man sich unter dieser enormen Menge etwas vorstellen kann, nennt unser Reiseführer zum Vergleich die durchschnittliche Niederschlagsmenge von Berlin, die sich auf lediglich durchschnittlich 550 Millimeter pro Jahr beläuft.

"Gummistiefel" in TullyNächster Stopp ist Cardwell, der einzige Ort am Bruce Highway, der direkt am Meer liegt. Das Baden sollte man hier allerdings tunlichst unterlassen, denn es wird eindringlich vor Krokodilen gewarnt.

Wir halten vor der Visitor Informationen und besorgen uns erst einmal gegenüber beim Bäcker etwas zu essen. In der Visitor Information gibt es eine recht informative Ausstellung über den Regenwald und das Great Barrier Reef. 

Ein Stückchen weiter die Straße hinunter in Richtung Townsville befindet sich auf der linken Seite ein ganz interessantes und kostenloses Museum. In einigen historischen Gebäuden wird die Geschichte der Kommunikation in Australien anschaulich demonstriert. Wahnsinn, wie viel Aufwand damit verbunden war, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Telegrafenleitungen zu installieren und diese in Betrieb zu halten. Auch die Einführung der Telefonie und das Postwesen zu Beginn des 20. Jahrhunderts werden sehr unterhaltsam erklärt. Ein interessantes kleines Museum, dass man sich auf der Durchreise nicht entgehen lassen sollte.

Weiter geht es Richtung Townsville. Meistens können wir den Tempomat auf 100 stellen und das Auto rollen lassen. Aber so manche Baustelle sorgt dann doch dafür, dass der Schnitt eher bei 80 liegt.

In Townsville steuern wir das Clarion Hotel in der Stadtmitte an. Schönes stylisches Zimmer, eine gute Wahl. Und kostenlose Parkplätze gibt es auch.

Wir duschen und machen uns fertig für den Abend. Bummeln ein wenig durch die Innenstadt von Townsville, die um diese Uhrzeit (kurz nach 18:00 Uhr) recht ausgestorben ist. In einem Pub nehmen wir ein Pre-Dinner-Bier.

 

 

Dessert im "A touch of salt"Zum Dinner gehen wir ein Restaurant, dass uns von einer Bekannten empfohlen wurde, und das auch bei Tripadvisor an Nummer Eins gelistet wird.  Es heißt "A Touch of Salt" und ist sehr gut besucht. Gut, dass wir bereits gestern über Open Table eine Reservierung vorgenommen haben.

Zunächst bekommen wir einen Tisch drinnen zugewiesen, aber das gefällt uns nicht so sehr. Es herrscht ein hoher Geräuschpegel durch eine große Gesellschaft, und zudem ist es recht kühl durch die Klimaanlage. Auf unsere Bitte hin bekommen wir dann einen Tisch draußen. Hier sitzen wir bei 25°C Außentemperatur und dezenter Hintergrundmusik doch  wesentlich angenehmer.

Die Küche ist gehoben, die Portionen nicht überdimensioniert und die Preise auf entsprechend hohem Niveau. Präsentation und Qualität des Essens sind dafür aber auch auf einem sehr hohen  Niveau.

Man muss hier allerdings auch drei Gänge essen, um satt zu werden. Hierfür zahlen wir dann inklusive einer Flasche Chardonnay 164 $. Sicherlich nicht ganz preiswert, aber vom
Preis-Leistungsverhältnis her durchaus in Ordnung.

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