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bulletReisebericht Hawaii 2014/15 - Tag 6, Donnerstag, 18. Dezember 2014

Umgebung von Hilo, Big Island, Hawaii
Wetter: sonnig, bewökt und Regenschauer, 27°C


Morgens auf unserer Terrasse im Goode's B&BUm 8:00 Uhr servieren Garvin und Laura uns das Frühstück auf unserer privaten Terrasse. Es gibt Rührei mit gebratener Chorizo, Toast, Rosinenbrot, Yoghurt mit Müsli und sehr viel frisches Obst. Wirklich klasse.

Pünktlich um 9:15 Uhr sind wir am Hilo Airport und checken bei Blue Hawaiian Helicopters für unseren Rundflug ein, der unter dem Motto Volcano & Waterfalls steht. Nach einer ausführlichen Sicherheitsunterweisung werden wir zu unserem Helikopter geführt. Der Einstieg vollzieht sich in einer vorher fest gelegten Reihenfolge, die sich nach dem Gewicht der einzelnen Passagiere richtet. Außer uns sind noch vier Australier mit von der Partie.

Aus unseren Kopfhörern erklingt passende Musikuntermalung für den Flug und Eric, unser Pilot, heißt uns willkommen. Er hat eine Liste mit unseren Namen und weiß genau, wo jeder sitzt. Nachdem wir gestartet sind, macht er mit uns allen ein wenig Konversation. Das Übliche halt, wo kommt ihr her, wie lange seid ihr schon auf Hawaii, und wie lange bleibt ihr. Eric ist total nett und macht seinen Job wirklich gut.

Flug Richtung Volcanoes Nationalpark

Rauchender VulkanWir fliegen zum Volcanos Nationalpark, sehen rauchende Krater und viel Lava. Das ist schon sehr beeindruckend. Leider sehen wir aber keine rotglühende fließende Lava, obwohl es diese zur Zeit gibt. Die Piloten müssen aber einen Abstand von zwei Meilen halten, da sich diese auf die Ortschaft Pahoa zu bewegt. In 5 Tagen wird sie vermutlich den Ort erreicht haben und dort wohl eine Tankstelle und einige Geschäfte zerstören. Will man dem Ganzen etwas Positives abgewinnen, dann ist es wohl die Tatsache, dass sich die Lava recht langsam bewegt und genügend Zeit bleibt, die betroffenen Bewohner beizeiten zu evakuieren.

Auch unser Pilot Eric wohnt in einem Gebiet, das eines Tages Opfer eines Lavastroms werden kann. Dass es eines Tages passieren wird, ist sicher, sagt Eric. Die Frage ist nur, wann dies sein wird.

Vom Volcano Nationalpark geht es zu einem Wasserfall und dann zurück zum Hilo Airport. Der Flug hat rund 50 Minuten gedauert und uns sehr gut gefallen. Zwar nicht ganz billig das Vergnügen, aber durchaus empfehlenswert. Bei einer Online-Reservierung kann man einiges sparen und bei Blue Hawaiain sogar bis zu 24 Stunden vorher kostenfrei stornieren.

Wasserfall aus der Luft

Elke und Patrick nach dem Hubschrauber-Rundflug

Neues pflanzliches Leben ensteht in den Lava-FeldernVom Flughafen folgen wir dem Highway 11 in südlicher Richtung und biegen dann auf den 130 nach Pahoa ab. Mittlerweile regnet es recht stark, aber das beunruhigt uns nicht wirklich. Wird schon wieder aufhören.

So ist es dann auch. Nachdem wir auf den 132 abgebogen sind, scheint schon wieder die Sonne. Wir halten am Lava State Tree Park und wollen uns dort auf einen kleinen Rundweg begeben. Leider ist dieser geschlossen, da der Tropensturm Iselle am 7. August 2014 hier erhebliche Verwüstungen angerichtet hat, und die Aufräumarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Einige „Lava-Bäume“ können wir aber trotzdem sehen, und das reicht dann auch. Außerdem geht gerade der nächste Schauer runter, und wir flüchten schnell ins Auto.

Wir folgen dem 132 bis zum Ende und fahren dann geradeaus auf einer Schotterpiste durch ein großes Lavafeld (entstanden 1960) bis zum Cape Kumukahi Lighthouse weiter. Ein kurzer Fußweg führt uns bis ans Meer, wo der Lavafluss sein natürliches Ende genommen hat. Der Kontrast zwischen der schwarzen Lava und dem blauen Meer ist faszinierend. Und dazwischen immer wieder neues Grün, das auf den Lava-Feldern entsteht.Kapoho Tide Pools

Das Wetter ist mittlerweile wieder richtig sonnig. Keine Spur mehr von dem Regen, der uns noch vor wenigen Minuten ins Auto hat fliehen lassen. Zeit für eine Abkühlung! Ein Stückchen weiter befinden sich die Kapoho Tide-Pools. Überbleibsel des Lava-Flusses von 1955. Wir parken unser Auto vor der dortigen Ansiedlung, da die Durchfahrt nur Anwohnern gestattet ist. Zu Fuß brauchen wir knapp 10 Minuten bis zu den Pools.

Das Schwimmen hier macht Spaß, und es sollen auch gute Schnorchelbedingungen hier herrschen. Leider haben wir unsere Schnorchelbrille im Auto gelassen. Selber schuld!

Rund eine Meile südlich der Tide-Pools befindet sich der Ahalauni Beach Park. Hier kann man in einem vom Meer abgetrennten, vulkanisch geheiztem Pool mit rund 30°C warmen Wasser baden. Uns ist das zu warm.

Wir folgen dem landschaftlich schönen Highway 137 bis zu dessen südlichem Ende, wo der Lava-Fluss von 1990 sich ins Meer ergossen hat. Wir stellen unser Auto auf dem Parkplatz ab und laufen durch das Lavafeld bis zum Meer, wo sich ein kleiner, wenig Lava Fluss von 1990beeindruckender Black Sand Beach gebildet hat. Interessant ist zu sehen, wie sich auf diesem noch sehr jungen Lava-Feld schon wieder pflanzliches Leben entwickelt. Faszinierend, wie zwischen dem schwarzen Gestein die Kokospalmen wachsen.

Unser Bedarf an Aktivitäten ist nun für diesen Tag gedeckt, und wir fahren auf schnellstem Weg zurück zu unserer Unterkunft und genießen den Spätnachmittag auf unserer Terrasse.

Fürs Abendessen haben wir uns über Tripadvisor ein thailändisches Restaurant ausgeguckt. Ich gebe die Adresse in unsere Navi-App ein, und wir lassen uns dort hin navigieren. „Sie haben ihr Ziel erreicht“ klingt es optimistisch aus dem Handy-Lautsprecher. Schön, nur das Restaurant können wir nicht entdecken. Dunkelheit und Regen erschweren die Suche, und irgendwann geben wir es auf.

Etwas ziellos fahren wir durch Hilo und landen schließlich im „Pineapple“. Nettes, offenes Restaurant mit guter Live-Musik. Das Essen ist lecker und bewegt sich preislich in einem sehr vernünftigen Rahmen. Meine Portion ist so groß, dass noch ein großes Stück Hähnchenbrust fürs Mittagessen morgen übrig bleibt.

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