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bulletReisebericht Ostkanada 2015 - Tag 13 - Donnerstag, 08. Oktober 2015

Mont Tremblant - Ottawa
Gefahren: 237 km / gesamt: 2798 km
Wetter: sonnig, max. 10°C

Indian Summer in der Gegend von Mont Tremblant - Bild 5Kalt, aber sonnig, so begrüßt uns der neue Tag. So hätten wir uns das auch gestern gewünscht. Aber schön, dass uns somit die Gelegenheit geboten wird, diese schöne Gegend hier auch noch im Sonnenschein genießen zu dürfen.

Wir frühstücken in Ruhe, packen ein und verlassen unsere schöne Ferienwohnung. Hier hätten wir es problemlos auch noch ein paar Tage länger ausgehalten. Zumal die Gegend viel zu bieten hat.

Noch einmal fahren wir zum Village. Unterwegs halten wir mehrmals an, weil sich uns in der Sonne wunderschöne Fotomotive bieten.  Am Village angekommen, finden wir diesmal sogar einen großen kostenlosen Parkplatz (P1).

Das Geld für die Gondel (20$ pro Person) hinauf auf den Mont Tremblant sparen wir uns und begeben uns stattdessen auf den Ruisseaux Wanderweg, der ebenfalls ein Stück aufwärts führt. Wir müssen gar nicht lange laufen, bis wir eine Stelle erreichen, von der wir einen phantastischen Blick auf das Village und den Lac Tremblant haben.

Blick auf Mont Tremblant

Die kostenlose Gondel, die den oberen und den unteren Teil des Village verbindetUnd die Laubfärbung zeigt sich von ihrer besten Seite. Auf einem Netz von Wanderwegen kann man übrigens bis zum Gipfel laufen, und sich dann für 7$ mit der Gondel wieder ins Tal bringen lassen. Leider haben wir versäumt nachzusehen, wie viele Kilometer der Aufstieg lang ist.

Die Gegend um Mont Terminal hat uns ausgesprochen gut gefallen. So richtig können wir uns noch gar nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass nach so viel toller Natur nun wieder eine Großstadt auf unserem Programm steht. Denn unser nächstes Ziel ist Ottawa, die Hauptstadt Kanadas.

Doch bevor wir uns in die Stadt begeben, statten wir noch dem vor den Toren Ottawas gelegenen Gatineau Park (kostenloser Eintritt) einen Besuch ab. Am Visitor Center versorgen wir uns
bei einem Park Ranger mit den nötigen Informationen und fahren dann die Parkstraße mit ihren verschiedenen Aussichtspunkten
ab.

Der Park hat ohne Frage seine landschaftlichen Reize, kann aber nicht mit dem mithalten, was wir im Laufe dieser Rundreise schon Der Pink Lake im Gatineau Parkgesehen haben. Eine schöne kleine Wanderung ist allerdings die Umrundung des Pink Lakes, der sich farblich von den sonstigen Seen unterscheidet. Das Besondere an diesem See ist, dass er gleich zwei Seen in sich beherbergt. Denn ab einer Wassertiefe von 13 m beginnt eine ganz andere Welt, denn da gibt es hier keinen Sauerstoff mehr.

Unser Navi führt uns zuverlässig in die Innenstadt Ottawas und zum Lord Elgin Hotel, dass uns vorgestern für einen günstigen Kurs von Hotwire zugeteilt wurde. Ein stilvolles Hotel, dass schon etliche Jahre auf dem Buckel hat. Wir fahren vor und überlassen unser Auto heute einfach mal dem Valet Parking Service. Mit 30$ pro Tag nicht gerade günstig, aber herrlich bequem.

Beim Einchecken bekommen wir auch gleich einen Plan von Ottawa und den Hinweis, dass am heutigen Donnerstag zwischen 17:00 und 20:00 Uhr alle Museen kostenlos besichtigt werden können.

Unser Zimmer ist verhältnismäßig klein, bietet aber alle Annehmlichkeiten, die man so braucht. Insgesamt sind wir mit diesem Hotwire-Deal mal wieder sehr zufrieden, denn die Lage des National Gallery of Art in OttawaHotels ist einfach nicht zu toppen.

Wir halten uns nicht lange auf und machen uns auf den Weg zur National Gallery of Canada, einem bedeutenden Kunstmuseum. Eigentlich ist das gar nicht unser Ding, aber wir denken uns, wenn es schon freien Eintritt in die Museen gibt, dann suchen wir uns eins aus, für das wir normalerweise nicht bereit wären, Eintritt zu bezahlen.

Um 17:30 Uhr betreten wir das Museum, um 19:00 Uhr haben wir genug gesehen. Es bleibt dabei, Kunst interessiert uns nicht wirklich. Dennoch hat sich der Besuch gelohnt, denn alleine das Gebäude, in dem sich die National Gallery befindet, ist sehenswert und sehr beeindruckend. Und das ein oder andere Kunstwerk hat sogar uns gefallen.

Nicht weit entfernt befindet sich das Kneipen- und Restaurantviertel. Auf der Clarance Street steuern wir das Ace Mercado an. Wir möchten gerne mexikanisch essen gehen und dieses hat sehr gute Bewertungen auf TripAdvisor.

Leckeres Essen im Ace MercadoWie sich herausstellt, ist es aber kein typischer Mexikaner, sondern eher „mexikanisch angehaucht“. Die Zubereitung und Präsentation des Essens wird durchaus gehobenen Ansprüchen gerecht. Geschmacklich ist es sehr interessant und absolut lecker. Das Personal ist sehr freundlich und sowohl unser Platzanweiser als auch die junge Dame, die uns bedient, nehmen sich die Zeit für einen small talk mit uns, denn beide waren schon mal in Germany. Wenn das nicht verbindet!

Ein nettes Erlebnis habe ich hier auch noch auf der Toilette. Als ich mich nach Verrichtung meines Geschäfts zu den Waschbecken begebe, kommt mir eine Frau entgegen. Nanu, was will die denn auf der Herrentoilette? Etwas verdattert schauen wir uns an. “Are you wrong, or am I wrong?”, fragt sie mich. “I think you must be wrong, this is the men’s restroom”, antworte ich selbstbewusst. “Let’s check it” lautet ihr Vorschlag, und gemeinsam begeben wir uns zur Tür, an der wir ein großes “G” entdecken. “G for Gents”, sage ich triumphierend. “No, G for Girls” lautet ihre zugegebenermaßen richtige Antwort, und gemeinsam brechen wir in Lachen aus. Jetzt wird mir auch klar, warum es auf dieser Toilette keine Urinale gab.

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