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bulletReisebericht Ostkanada 2015 - Tag 15 - Samstag, 10. Oktober 2015

Ottawa - Toronto
Gefahren: 531 km / gesamt: 3329 km
Wetter: sonnig, max. 16°C

Merrickville - Bild 1Wir beginnen den Tag mit ein paar Bahnen im Hotelpool. Während Elke packt, besorge ich uns bei Tim Hortons um die Ecke zwei frische Croissants, die wir mit unserem restlichen Schinken und Käse belegen. Dank der vorhandenen Kaffeemaschine ist so ein Frühstück auf dem Zimmer kein Problem und eine preiswerte Alternative zum Hotel-Buffet.

Unsere weiteren Reisepläne haben wir kurzerhand völlig über den Haufen geworfen. Eigentlich wollten wir von Ottawa durch den Algonquin Park bis nach Parry Sound an der Georgian Bay fahren. Als wir gestern die dortigen Übernachtungsmöglichkeiten gecheckt haben, wurden uns in der Gegend keine verfügbaren Unterkünfte angeboten. Ähnlich bescheiden sah es in anderen touristisch interessanten Gegenden auf der Strecke aus. Was wir irgendwie verdrängt hatten, war das lange Thanksgiving-Wochenende. Als nächstgelegenes Hotel wurde uns ein Holiday Inn Express im 100km entfernten Huntsville für schlappe 350 $ angeboten. Also entschlossen wir uns, antizyklisch zu handeln und die nächsten zwei Nächte in der großen Stadt zu verbringen. Hotwire hat uns mit einem Hotel in Downtown Toronto zu einem guten Kurs versorgt.

Merrickville - Bild 2Bleibt für uns nur noch die Frage zu klären, auf welcher Strecke wir den langen Weg nach Toronto zurücklegen wollen. Nach Möglichkeit möchten wir die Fahrt so interessant wie möglich gestalten. Wir entschließen uns, zunächst nach Merrickville zu fahren, dem angeblich schönsten Dorfs Kanadas. Nach 70 km haben wir dieses „Juwel“ erreicht, sind aber eher enttäuscht. Es gibt zwar eine nette kleine Hauptstraße, die am frühen Samstagmorgen noch etwas verschlafen wirkt, und einige historische Gebäude, aber da hatten wir uns doch mehr versprochen. Immerhin bieten sich ein paar schöne, durch Wasserspiegelungen hervorgerufene, Fotomotive.

In Brockville, wo wir vor zwei Wochen mal übernachtet haben, unterbrechen wir die Fahrt bei einem Tim Hortons für ein zweites Frühstück. Anschließend statten wir noch dem gegenüber liegenden Home Depot einen Besuch ab. In diesem Baumarkt erstehen wir eine Abdeckung für unseren Weber Grill. Ist immerhin ein gutes Drittel günstiger als zuhause.

Weiter geht es Richtung Kingston. Kurz überlegen wir, ob wir vStrandspaziergangielleicht heute die Bootstour durch die 1000 Islands machen wollen. Das Wetter wäre ideal dafür. Wir entscheiden uns dann aber dagegen, weil uns das doch zuviel Zeit kosten würde. Stattdessen wollen wir lieber gemütlich über den Loyalist Parkway entlang des St. Lorenz Stroms und des Lake Ontario die Fahrt nach Toronto fortsetzen.

Die Entscheidung erweist sich als richtig, denn die Fahrt bietet sehr schöne landschaftliche Eindrücke. In Adolphustown setzen wir mit der kostenlosen Fähre nach Glendora über. In einem Supermarkt besorgen wir uns Spicy Turkey and Cheese Wraps und Chicken Wings für ein spätes Picknick. Wir folgen den Schildern zum Sandbanks Provincial Park, der allerdings ein ganzes Stück abseits der Hauptstraße liegt. Obwohl es schon 15:00 Uhr durch ist, müssen wir noch den vollen Eintritt für den Park zahlen (11,25$). Wir suchen uns eine Picknick-Area und machen uns über die gerade erstandenen Leckereien her. Danach unternehmen wir einen längeren Strandspaziergang entlang des Lake Ontario. Man könnte auch meinen, am Meer zu sein, denn am Horizont ist nichts anderes als Wasser zu sehen. Und Muscheln am Sandstrand gibt es auch.

Leckeres Eis bei Slickers in BloomfieldIn Bloomfield unterbrechen wir die Fahrt noch einmal. Unser Reiseführer empfiehlt uns hier einen für sein aus lokalen Früchten hergestelltes Eis berühmten Laden: Slickers. Der Stopp hat sich gelohnt, das Eis ist wirklich sehr lecker, und der Ort ist auch sehr nett.

Bald danach geht es auf die Autobahn, und wir nehmen die letzten 200 km bis Toronto unter die Räder. Gegen die tief stehende Sonne zu fahren, ist unangenehm, und wir  sind froh, als sie endlich untergeht. Der Großraum Toronto beginnt schon gut 50 km vor der Stadt, die Highways werden bis zu 6 Spuren pro Richtung breit, es ist dunkel, und wir haben keine Ahnung, wo wir hin müssen. Zum Glück behält das Navi den Überblick in diesem Highway-Wirrwarr. Ohne dieses Wunderwerk der Technik wären wir wohl, kaputt und müde, wie wir sind, verloren gewesen.

So stehen wir dann irgendwann vor unserem Hotel, dem One King West Hotel & Residence. Und sind wieder verwirrt: Keine Zufahrt, wo man anhalten und das Gepäck ausladen kann? Wir steigen kurz aus und kommen dann dahinter, dass dies nur der Nebeneingang ist. Der eigentliche Zufahrt zum Hotel befindet sich Unser komfortables Zimmer im One King West Hotel & Residencein der Parallelstraße und bietet ausreichend Platz. Schnell checken wir ein und fragen mal wieder nach einem nächstgelegenen Parkplatz, denn 45 $ für’s Valet-Parking sind uns doch definitiv zu viel. Und siehe da, noch eine Straße weiter gibt es ein Parkhaus, für das wir vom Hotel sogar einen Gutschein bekommen.

Marc, einer der Bellboys, ist uns beim Entladen des Autos behilflich und verspricht, das Gepäck auf unser Zimmer zu bringen, während wir unser Auto wegbringen. Das Parkhaus ist gleich um die Ecke und auf den ersten Blick etwas unübersichtlich. Dann haben wir aber doch recht schnell einen Platz gefunden, und sind froh, das Auto erst übermorgen wieder zu sehen. Das war doch ein sehr langer Fahrtag heute. Mittlerweile ist es bereits 20:30 Uhr.

Wie versprochen, ist das Gepäck schon auf unserem Zimmer, das sich auf der 16. Etage (von 49) befindet. Vom Zimmer sind wir begeistert. Eine kleine Suite  mit Kitchenette und sehr modern eingerichtet. Besser und vor allen Dingen zentraler hätten wir es kaum antreffen können.

Im gegenüberliegenden Irish Pub essen wir noch eine Kleinigkeit. Endlich probieren wir mal die Kanadische Spezialität „Poutine“,  Pommes mit Käse überbacken und einer schmackhaften Sauce. Ganz lecker, und dazu gibt es noch eine Portion Pulled Pork - beides von der Vorspeisenkarte, reicht aber völlig, um satt zu werden. Dazu trinken wir natürlich ein Bier. Heute bleibt es bei dem einen Pint, denn für ein zweites sind wir zu müde. Vor dem Schlafengehen reservieren wir im Internet noch schnell einen Tisch für morgen Mittag im Restaurant des CN Towers.

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