bild

 

logo

bulletReisebericht Ostkanada 2015 - Tag 16 - Sonntag, 11. Oktober 2015

Toronto
Gefahren: 0 km / gesamt: 3329 km
Wetter: sonnig, max. 21°C

Wir frühstücken bei Starbucks und machen uns anschließend auf, Toronto zu entdecken. Wir orientieren uns einfach an der Route, die die roten Hop on / Hop off Busse abfahren. Beeindruckt sind wir von der Vielseitigkeit Torontos. Neben mächtigen modernen Wolkenkratzern befinden sich auch immer wieder historische Gebäude. Auch an Grünflächen mangelt es nicht. Dieser Spaziergang an einem strahlend schönen Sonntagmorgen durch das um diese Zeit recht beschauliche Toronto macht echt Spaß.

Der CN Tower scheint aus dem Hochhaus zu wachsen

Eine Kirche in Toronto

Der CN Tower


Wir genießen einen ausgezeichneten Lunch im drehbaren Restaurant des CN TowersGegen 11:00 Uhr sind wir am CN Tower, dem Wahrzeichen Torontos. Lange Zeit das höchste Gebäude der Welt wurde er mittlerweile vom Burj Khalil in Dubai abgelöst. Um auf den Tower zu gelangen, müssen wir wieder durch eine Personenkontrolle. Es geht aber alles recht schnell. Etwas verwirrend finden wir die Beschilderung, da wir mit unserer Tischreservierung woanders hin müssen, als die normalen Ticketbesitzer. Die Auffahrt kostest übrigens 35$ + Tax pro Person. Wenn man jedoch im Restaurant „360“ mindestens ein 2-Gang-Menu (55$, 3-Gänge 69$) bestellt, ist die Auffahrt und der Zugang zur Aussichtsplattform inclusive.

Unsere Erwartung an das Essen ist ziemlich niedrig - umso mehr überraschen uns die Präsentation, Qualität und Raffinesse der Gerichte. Dazu noch der fantastische Ausblick (wir hatten einen Tisch direkt am Fenster) und die Ruhe, mit der man die Aussicht während der Drehrunde (dauert ca. 1Stunde oder 2 Gänge) genießen kann. Auch der Service ist sehr zuvorkommend, so dass wir rundum begeistert sind von unserer Entscheidung.

Anschließend gehen wir natürlich noch ins Gewusele auf der öffentlichen Plattform und ich stelle mich auch auf die Glasplatte,Toronto von oben von der aus man direkt bis auf den Boden gucken kann. Schon ein mulmiges Gefühl. Für Elke ist das gar nichts - ihr reicht schon der Blick vom Glasrand. Aber den richtigen Kick bekommt man sicherlich erst beim Edge-Walk, bei dem man auf einem 1,5m breiten Gitter angeseilt an der Kante entlang läuft, bzw. sich sogar darüber hängen lässt. Kostest nur schlappe 175 $ + Tax. Ob das Erinnerungsfoto extra berechnet wird, wissen wir leider nicht.

Vom CN-Tower begeben wir uns Richtung Waterfront und entscheiden uns für eine einstündige Harbour Cruise (20 $ + Tax pro Person). Die Tour ist eine gute Mischung aus Information und Witz und begeistert uns besonders wegen des atemberaubenden Ausblicks auf die Skyline Torontos vom Wasser aus. Auf der vorgelagerten Insel Toronto Island nutzen wir die Gelegenheit, die Bootstour zu unterbrechen. Wir laufen etwa eine Stunde über die Insel, die mit ihren Stränden, ausgedehnten Grünanlagen, Fahrradwegen und Picknickplätzen ein wahres Freizeitparadies ist. Uns interessiert in erster Linie die Möglichkeit, von hier einen ungestörten Blick auf die Skyline zu genießen und Fotos zu machen. Das geht auf dem schaukelnden Boot hinter Glasscheiben nämlich nicht so gut.
Die Skyline von Toronto
Alle halbe Stunde legt hier ein Boot der Harbour Cruise an, so dass die Weiterfahrt problemlos den individuellen Wünschen angepasst werden kann. Man muss halt nur aufpassen, dass man das letzte Boot nicht verpasst. Allerdings hätte man dann immer noch die Möglichkeit, mit Wassertaxis oder der öffentlichen Fähre von der Insel herunter zu kommen - der sicherlich preiswerteren Variante, wenn man nur auf die Insel möchte.

Auf der Rückfahrt fährt das Boot einen großen Bogen, so dass man die Skyline auch aus anderen Perspektiven zu sehen bekommt. Insgesamt eine sehr schöne Tour, die bei gutem Wetter unbedingt zu empfehlen ist.

Nach Verlassen des Bootes steuern wir ohne Umwege das Amsterdam Brewhouse an, dass mit seiner großen Außenterrasse lockt, von der man aufs Wasser schaut. Wir sind natürlich nicht die einzigen, die hier einen Platz suchen, aber wir lassen uns von der Warteschlange nicht abschrecken. Es dauert dann auch keine 10 Minuten, bis uns ein sonniges Plätzchen zugewiesen wird. It’s beertime! Und eine Kleinigkeit zu Essen bestellen wir uns auch. Ach, ist das schön hier in Toronto  am 11. Oktober im T-Shirt in der Sonne zu sitzen und das Flair dieser Stadt auf sich wirken zu lassen.
T-Shirt-Wetter am 11. Oktober in Toronto
Nach einer kleinen Siesta im Hotel begeben wir uns zu Fuß nach Chinatown. Nicht zur Besichtigung (wirklich vom Hocker reißen uns die Chinatowns in nordamerikanischen Städten nicht, nachdem wir einmal 10 Tage in Hongkong verbracht haben), sondern zum Essen. Hier folgen wir mal wieder einer TripAdvisor Empfehlung und suchen das Lee Garden auf.  Der Laden ist sehr gut besucht, was wir schon mal als gutes Zeichen werten. Sieht man von der etwas faden Wonton Suppe ab, die wir uns als Vorspeise teilen, ist das Essen auch ganz lecker. Auf jeden Fall mal wieder eine willkommene Abwechslung.

Eigentlich wollen wir zurück ein Taxi nehmen, laufen dann aber doch. So kommen wir am Ende dieses Tages auf 27.742 Schritte oder 15,6 km. Entsprechend fühlen wir uns auch. Beim Absacker in einem Pub auf der Yonge Street wären wir wohl an der Theke eingeschlafen, wenn nicht auf unzähligen Bildschirmen ein Baseballspiel der Toronto Blue Jays gezeigt worden wäre, untermalt von lautem Kommentar und dem gelegentlichen Jubel der Gäste. Es wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben, wie man sich für diese Sportart begeistern kann.

Zurück

Übersicht alle Seiten des Berichts

Tag 17

footer