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bulletReisebericht Ostkanada 2015 - Tag 17 - Montag, 12. Oktober 2015

Toronto - London
Gefahren: 349 km / gesamt: 3678 km
Wetter: meist sonnig, max. 23°C

Lange Schlangen im Outlet Center an ThanksgivingIm Gebäude gegenüber gibt es ein Marché-Restaurant, wo wir in Ruhe frühstücken gehen. Die Auswahl an Speisen ist überwältigend und alles wird sehr appetitlich präsentiert. Man bekommt eine Karte mit Magnetstreifen, auf der alles gespeichert wird, was man sich an den einzelnen Ständen holt. Beim Verlassen des Restaurants bezahlt man dann an einer der Kassen

Bezahlen müssen wir auch im Parkhaus, was sich allerdings als positive Überraschung erweist. Günstige 30$ Weekend-Rate verlangt der Automat, und als ich die Rabattkarte vom Hotel reinschiebe, werden diese sogar auf 15$ reduziert.

Da heute Thanksgiving Feiertag ist, ist die Fahrt raus aus Toronto sehr angenehm. Wir fahren zunächst nach Halton Hills, wo wir das Factory Outlet Center ansteuern. Hier macht sich der Feiertag allerdings extrem nachteilig bemerkbar. Es ist rappelvoll, und vor einigen In-Läden bilden sich lange Schlangen. Anstehen, um in ein Geschäft reinzukommen? Definitiv nicht mit uns. So sind wir hier ganz schnell wieder weg und setzen unsere Reise Richtung Kitchener fort.

Oktoberfest in KitchenerKitchener ist bekannt für sein Oktoberfest, angeblich nach München das zweitgrößte der Welt. Es findet gerade in dieser Woche statt, allerdings beschränkt sich die richtige Action in den über die Stadt verteilten Festzelten nur auf das Wochenende. Am heutigen Feiertag ist nur im Innenstadtbereich etwas los. Aus dem Festzelt dröhnt schaurige Blasmusik in Gestalt des Ententanzes. Gegenüber erstreckt sich ein kleiner abgesperrter Straßenzug mit einigen Fressständen und einer Bühne. Dort tritt zwar im Moment niemand auf, aber aus den Lautsprechern erklingt deutsche Stimmungsmusik, die so altbacken ist, dass sie nur aus den 60er oder 70er Jahren stammen kann. Zu allem Überfluss befindet sich das Ganze auch noch mehr oder weniger inmitten einer Großbaustelle. Wir beschränken uns auf den Verzehr einer wirklich leckeren Bratwurst und ergreifen dann die Flucht.

Eigentlich ist der Tag auch viel zu schön, um ihn in der Stadt zu verbringen. Warum nicht an einen der Großen Seen fahren? Nach einem Blick in den Reiseführer entscheiden wir uns, nach Goderich am Lake Huron zu fahren. Allerdings unterschätzen wir die Fahrtzeit etwas, und der Nachmittag ist schon weit Am Lake Huronfortgeschritten, als wir endlich dort ankommen. Und die Sonne hat sich mittlerweile auch längst verzogen. Im Gegenteil, über dem Lake Huron brauen sich schwarze Wolken zusammen.

Wir laufen ein wenig am See entlang und beobachten anschließend das Einlaufen eines riesigen Frachtschiffes in den Hafen. Wirklich gefallen tut es uns hier aber nicht, und wir beschließen am See entlang weiter zu fahren in der Hoffnung, unterwegs eine nette Unterkunft zu finden. Viel kommt da aber nicht, und so fahren wir weiter, bis wir mit London eine mit über 360.000 Einwohnern recht große Stadt erreichen. Mittlerweile geht es schon auf 19:00 Uhr zu, und wir sind des Fahrens ziemlich überdrüssig. Gleich am ersten Hotel, dass wir sehen, fragen wir nach einem Zimmer. Ein Glücksgriff! Im Station Park All Suite Hotel bekommen wir eine schöne Suite. Wir hätten zwar sicher auch etwas wesentlich günstigeres bekommen können, aber auf Hotwire- oder Priceline-Aktionen haben wir jetzt einfach keinen Bock mehr. Hauptsache ankommen, ein Bier trinken und essen gehen.

In unmittelbarer Umgebung des Hotels gibt es einige Restaurants, und wir landen im KEG Steakhouse. Eine gute Wahl. Die Steaks sind klasse und das Preis-Leistungsverhältnis ist völlig in Ordnung. Unter dem Strich steht aber leider ein ziemlich gebrauchter Tag, den wir bei besserer Planung wesentlich schöner und erlebnisreicher hätten gestalten können.

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