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bulletReisebericht Ostkanada 2015 - Tag 4 - Dienstag, 29. September 2015

Brockville - Montreal
Gefahren: 210 km / gesamt: 951 km
Wetter: bedeckt, max. 24°C

Notre Dame in MontrealDas Frühstück im Hotel entspricht dem üblichen Standard eines Holiday Inn Express und ist ganz in Ordnung. Nervend ist nur das Styropor-Geschirr und Plastik-Besteck.

Bei bedecktem Himmel aber ohne Regen begeben wir uns auf die zweistündige Fahrt nach Montreal. Dort führt uns unser Navi zuverlässig zu dem vorgestern von mir reservierten Appartement. Dies ist unsere erste Buchung, die wir über AirB&B bei einem privaten Vermieter getätigt haben, und entsprechend gespannt sind wir, was uns erwartet.

Obwohl wir direkt in der Innenstadt unweit von der berühmten Kirche Notre Dame und der Altstadt Montreals sind, ist es kein Problem, vor dem Gebäude mit eingeschalteter Warnblinkanlage stehen zu bleiben und auszuladen. Mit dem Vermieter hatten wir vereinbart, dass wir jederzeit nach 10:00 Uhr einchecken können (normal wäre ab 15:00 Uhr gewesen). Da er uns nicht persönlich empfangen kann, hat er die Tür zum im 12. Stockwerk gelegenen Appartement offen gelassen und den Schlüssel auf dem Kühlschrank deponiert. Den Zugangscode zum Gebäude hatten wir per Mail erhalten.

Schnell bringen wir unser Gepäck hoch und suchen dann erst einmal einen Parkplatz für unser Auto. Nicht weit entfernt finden wir eine Abstellmöglichkeit, die uns 21$ für 24 Stunden kostet. Danach haben wir dann Gelegenheit, unser Apartment etwas genauer zu inspizieren. Für den Preis und die Top-Lage kann man wirklich nicht meckern. Wie sich später aber herausstellt, knarrt jedoch das Bett bei jeder Bewegung und ist ziemlich unbequem.

Wir begeben uns auf einen Rundgang durch den alten Hafen und Montreals Altstadt. Beides finden wir wenig aufregend. Was uns negativ auffällt, sind die zahlreichen Obdachlosen und Bettler, die einen ziemlich direkt auf etwas „Change“ ansprechen.
Willkommen in der Großstadt!
So macht die Stadtbesichtigung Spaß!
Leider sind auch schon einige „Attraktionen“, wie z.B. der Clock-Tower und der Stadt-Beach, geschlossen, so dass manche Ecken wie ausgestorben sind.

Auch die Rue St. Denis, ein Szeneviertel mit vielen Kneipen und Restaurants, gefällt uns nicht wirklich. Wirkt teilweise ein wenig herunter gekommen, und auch hier treiben sich viele Leute rum, mit denen wir nicht unbedingt mal ein Bier trinken möchten. Das trinken wir lieber alleine in einem netten Brewpub, wo wir auf der ersten Etage einen schönen Platz im Freien finden. Dazu teilen wir uns einen Flammkuchen. Der französische Einschlag hier ist unverkennbar. Sprachlich gibt es aber keine Probleme. Obwohl Französisch hier die Sprache Nr. 1 ist, ist Montreal eine zweisprachige Stadt.

Den Rückweg zu unserem Apartment suchen wir uns durch Montreal’s Unterwelt. Weite Teile des Innenstadtbereiches sind auf mehreren Ebenen „unterkellert“ und bieten mit Geschäften und Restaurants (meist Fast-Food-Ketten) eine tolle Infrastruktur. Besonders in den kalten Wintern muss das sehr praktisch sein.

Der Himmel ist mittlerweile richtig schwarz geworden. Gerade noch rechtzeitig sind wir wieder zurück im Appartement, bevor ein heftiger und lang andauernder Wolkenbruch herunter geht. Als wir später in die Altstadt zum Abendessen laufen, regnet es immer noch leicht, und die Temperaturen sind merklich runter gegangen.

Wir essen im Lokal „Les Spaghettis“ auf der Rue  „St. Paul“. Ein gemütlicher Laden mit einer interessanten Pasta-Karte. Elkes Ravioli sind ganz o.k., meine Spaghetti hingegen weitestgehend geschmacklos. Enttäuschend! Da ist das Bier, das wir uns anschließend in einem Brewpub als Absacker genehmigen, schon weitaus besser.
 

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