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bulletReisebericht Ostkanada 2015 - Tag 9 - Sonntag, 04. Oktober 2015

Alma - Tadoussac
Gefahren: 224 km / gesamt: 2095 km
Wetter: Mix aus Sonne und Wolken, max. 13°C

Traumhafter morgendlicher Ausblick aus unserem ZimmerDas Zimmer mag zwar sehr klein sein, aber der morgendliche Blick durch das Terrassenfenster entschädigt für die Enge. So einen Ausblick direkt aus dem Bett genießt man schließlich nicht alle Tage.

Obwohl es sich um ein B&B handelt, wird in dieser Unterkunft derzeit kein Frühstück serviert. Das wussten wir vorher, und sind entsprechend vorbereitet. Geschirr und eine Kapsel-Kaffeemaschine werden zur Verfügung gestellt, Brot und Aufschnitt haben wir selber dabei. Das ist zwar eine praktikable Lösung, aber sicher nicht optimal. Ein Bed&Breakfast ohne Breakfast - was für ein Widerspruch!

Gegen 9:15 Uhr holt uns ein Shuttle-Bus der Gesellschaft ab, bei der wir die 3stündige Wal-Besichtigungstour in einem großen Boot gebucht haben. Tadoussac gilt als einer der besten Plätze der Welt, um Wale zu beobachten, und entsprechend gespannt sind wir auf das, was uns erwartet. Um es vorweg zu nehmen: die dreistündige Tour hat uns überwiegend enttäuscht.

Zwar sehen wir durchaus etliche Wale, nur sehr viel ist von den Walbeobachtung in TadoussacTieren an diesem Tag nicht zu sehen. Meistens nur die Fontänen, die beim Ausatmen entstehen. Selten taucht aber mal einer auf oder springt gar aus dem Wasser. Auch eine Schwanzflosse bekommen wir nicht zu Gesicht. Klar, das ist Natur und nicht planbar. Vielleicht haben wir ja auch nur Pech und bei einer anderen Tour hätten wir mehr erlebt. Oder eine Tour mit einem Zodiak wäre doch besser gewesen (war uns heute aber zu kalt).

Die 160$, die wir zu zweit für diese Tour bezahlt haben, haben sich aus unserer Sicht jedenfalls nicht gelohnt. Auch von den wenigen englischen Erläuterungen können wir auf Grund der schlechten Akustik nur wenig verstehen. Zum Glück war aber wenigstens das Wasser ruhig und es war auch an Deck nicht zu kalt. Zum Abschluss sind wir auch noch ein ganzes Stück in den Fjord gefahren - war aber auch nicht so sehr beeindruckend - in dem sich oft die weißen Beluga-Wale aufhalten.

Der Shuttle bringt uns zurück zu unserer Unterkunft, wo wir unser Auto abholen und mit der kostenlose Fähre über den Fjord nach Baie Sainte Catherine übersetzen. Die Fahrt nach Quebec City unterbrechen wir in Baie Saint Paul, einem ebenfalls sehr Bummel durch Baie Sant Paulnetten Ort, der heute verkaufsoffenen Sonntag und Künstlermarkt bietet. Entsprechend viel ist im Ort los und der Bummel - dazu noch bei Sonnenschein - macht richtig Spaß. Nur ein Typ, der sich als Santa Claus verkleidet hat, und durch die Straßen zieht und laut auf Französisch ruft, dass bald Weihnachten ist, stört das herbstliche Bild.

Gegen 18.00 Uhr treffen wir in Quebec im über Hotwire gebuchten Hotel Best Western Plus ein und haben erst mal wieder ein Parkproblem. Das Hotel bietet nur Valet-Parking für 24 $/24Std. an. Wir erhalten an der Rezeption aber Tipps für einige andere Parkhäuser und da Sonntag ist, finden wir sogar noch  einen Parkplatz an der Straße, an dem wir bis zum nächsten Morgen 09.00 Uhr für 4,50 $ parken können. 

Umgerechnet nur 48 € plus tax zahlen wir für dieses in Downtown Quebec gelegene komfortable Hotel, dass uns von Hotwire zugeteilt worden ist. Das ist etwa die Hälfte des Normalpreises, und wir wundern uns schon, warum wir ein Zimmer zu diesem günstigen Kurs bekommen haben, denn das Hotel scheint gebucht zu sein. Am Empfang erhalten wir sogar eine Begrüßungs-Tüte mit zwei Flaschen Wasser, Apfelsinen und Müsliriegeln. Und Geräumiges Zimmer im Best Western Plus in Quebec Cityunser Zimmer ist riesig und top ausgestattet.

Auf der Suche nach einem Restaurant erkunden wir die nähere Umgebung des Hotels. Schließlich entdecken wir ein thailändisch-kambodschanisches Restaurant, dass ziemlich gut besucht ist. Wir werten das als gutes Zeichen und kehren hier ein. Leider gibt es keine englische Speisekarte, aber zumindest das freundliche Personal ist dieser Sprache mächtig. Unsere Französisch-Kenntnisse reichen aber aus, um die Karte in groben Zügen zu verstehen. Das Essen ist lecker und preiswert, und wir sind sehr zufrieden.

Anschließend nehmen wir noch einen Absacker in einer Hausbrauerei, die sich gleich um die Ecke von unserem Hotel befindet. Im vorderen Teil des Lokals herrscht ziemlicher Trubel. Zwei aus jungen Leuten bestehende Mannschaften in unterschiedlichen Eishockey-Trikots liefern sich hier einen Wettkampf, dessen Bedeutung wir allerdings nicht verstehen. Da sind wir mit unseren rudimentären Französisch-Kenntnissen dann doch hoffnungslos überfordert. Wir lassen uns in einem ruhigeren Teil des Lokals nieder und probieren uns durch die hier gebrauten Biersorten.

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