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bulletReisebericht Südafrika im November 2003: Plettenberg Bay

11. Tag: Montag, 10. November 2003
Graaf Reinet - Plettenberg Bay: 458 km
Wetter: 22°C, teilweise bewölkt


Beatrice und PatrickBeim Bezahlen entschuldigt sich Beatrice erneut für das „schlimme Missgeschick“ mit unserem Springbock. Nochmals versichern wir ihr, dass es uns trotzdem hervorragend geschmeckt hat. Der Abschied mit Küsschen und Umarmung ist so herzlich, als würden wir uns schon Jahre kennen. Schweren Herzens verlassen wir diese Unterkunft, die sicherlich zum Besten zählt, was Südafrika in dieser Hinsicht zu bieten hat.

Die 350 km bis George legen wir auf mal wieder fast leerer Straße zurück. In Knysna gönnen wir uns einen späten Lunch im 34’ South an der Waterfront. Sehr zu empfehlen ist die leckere Seafood Bisque.

Anschließend fahren wir weiter Richtung Plettenberg Bay, wo es etwa 10 km vor dem Ort rechts ab geht zur Lairds Lodge, einem beeindruckendem Gebäude im kapholländischen Stil mit einer wunderschönen Gartenanlage. Wieder haben wir Glück und werden in ein größeres Zimmer upgegradet. Soll uns recht sein. Bevor wir unser übliches Chaos verbreiten, müssen wir erst einmal das Bett fotografieren. Dass die Südafrikaner Kissenfreaks sind, haben wir schon öfter festgestellt, aber noch nie so geballt wie hier. Insgesamt 14 Kissen zählen wir auf unserem Bett (die eigentlichen Kopfkissen sieht man gar nicht). Wir sind froh, dass in diesem Haus abends vom Personal das Bett aufgedeckt wird, und wir uns nicht damit beschäftigen müssen.

Lairds LodgeKissenparade





















Nachdem wir unseren Welcome-Drink konsumiert haben, setzen wir uns wieder ins Auto und fahren auf nicht gewollten Umwegen nach Plettenberg an den Strand. Der schöne Spaziergang wird durch viele Delfine aufgewertet, die sich in Strandnähe tummeln. Leider haben wir unser Fernglas nicht dabei.

In der Lairds Lodge ist das Dinner nicht im Übernachtungspreis eingeschlossen. Die Gäste haben die Wahl, in der Lodge zu speisen oder in einem auswärtigen Restaurant. Das sehr aufmerksame Personal hilft gerne mit Restaurantempfehlungen und Reservierungen.

Festlich gedeckter Tisch in der Lairds LodgeDa das Essen in der Lodge aber sehr gut sein soll, haben wir für beide Abende Dinner gebucht. Treffpunkt ist um 19:30 Uhr im Salon zum Aperitif und allgemeinen “Get-Together”, bei dem sich die Gäste untereinander bekannt machen. Mit Handschlag begrüßen wir uns gegenseitig und stellen uns, wie im Englischen üblich, mit Vornamen vor. Wir können es kaum glauben, aber außer uns sind keine Deutschen hier. Unsere europäische Runde besteht aus Engländern, Iren, Nordiren, Dänen, Holländern und uns zwei Deutschen.

An einem großen Tisch sitzen wir später alle zusammen und genießen ein hervorragendes Dinner mit gefüllter Forelle als Hauptspeise. Dabei wird sich rege unterhalten, wobei besonders das dänische Ehepaar sehr viel zu erzählen hat. Sie sind erst heute, mit einem Tag Verspätung, aus Europa angekommen, wofür ein fast unglaubliches Missgeschick verantwortlich ist. Auf dem Zubringerflug von Kopenhagen nach Frankfurt wurde ihr Handgepäck versehentlich von einem anderen Fluggast mitgenommen, der über eine genau gleichaussehende Aktentasche verfügte. Dummerweise befanden sich darin die Pässe und Tickets, so dass sie den Anschlussflug vergessen konnten. Mit freundlicher und tatkräftiger Unterstützung der Polizei waren sie am nächsten Tag wieder im Besitz ihrer Sachen und hatten Glück, dass die Lufthansa noch zwei Plätze für sie frei hatte.



12. Tag: Dienstag, 11. November 2003
Plettenberg Bay und Umgebung: 117 km
Wetter: 20°C, meist sonnig


Der Tag beginnt mit einem Frühstück der Extraklasse. Auf einem großen Buffet gibt es eine riesige Käseauswahl, Schinken, Salami, diverse Brot- und Cerealien-Sorten. Dazu ein warmes Frühstück, das aus French Toast mit gebratenem Speck, Banane und Ahornsyrup besteht. Eine für uns ungewöhnliche, dafür aber um so leckerere Kombination.

Während des Frühstücks gibt eine Mitarbeiterin der Lodge den Gästen Empfehlungen für Ausflüge und sonstige Aktivitäten in der näheren Umgebung. Da wir die Gegend recht gut kennen und schon unsere eigenen Vorstellungen haben, nehmen wir diesen prima Service nicht in Anspruch.

Uns zieht es bei dem schönen Wetter wieder einmal ins Nature Valley, wo wir erst im Februar diesen Jahres zum letzten Mal gewesen sind. Erneut unternehmen wir den „Salt River Walk“, essen anschließend einen Straußen-Burger im Pub und gehen dann am menschenleeren Strand schwimmen.

Nature's Valley - Bild 1Nature's Valley - Bild 2





















Den Nachmittag beschließen wir dann mit einem ausgedehnten Strandspaziergang in Plettenberg Bay. Das Abendessen ist wieder eine sehr unterhaltsame Angelegenheit. Vom vorigen Abend sind nur die Dänen und wir übrig geblieben. Neu hinzugekommen sind zwei englische und ein junges schottisches Paar, er sogar im traditionellen Kilt. Es wird viel erzählt und gelacht. Meine Frau, die es sonst mit dem Englischen nicht so hat, redet fast wie ein Wasserfall. Südafrikanischer Rotwein ist offensichtlich ein hervorragender Sprachlehrer.

Das Essen ist wieder sehr gut, doch leider liegt man heute Abend mit der Zusammenstellung des Menues etwas daneben. Fleisch als Vorspeise (mariniertes Hühnchen) und als Hauptspeise (Springbock) ist eindeutig zuviel des Guten. Hätten wir den überbackenen Camembert von gestern heute bekommen, und gestern vor dem Fisch das Hühnchen, wäre es perfekt gewesen. Ein kleiner Schönheitsfehler, der nichts an dem ansonsten sehr positiven Eindruck der Küche der Lairds Lodge ändert. 

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