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bulletReisebericht nordöstliches Südafrika: Hluhluwe Nationalpark

8. Tag
Sabie – Hluhluwe: 607 km


Villa TicinoHeute heißt es leider Abschied nehmen von der Villa Ticino und ihren liebenswürdigen Gastgebern. Da uns heute eine lange Fahrt bevorsteht, machen wir uns bereits um 8:15 Uhr auf den Weg. Eine landschaftlich sehr schöne Strecke mit vielen bunten Wildblumen führt uns nach Piet Retief, einer größeren Stadt südlich von Sabie, unweit von der Grenze zu Swaziland. Da wir hier gegen Mittag eintreffen, folgen wir der Empfehlung von Felix und steuern das italienische Restaurant “Mama Mia” für unsere Lunchpause an. Gleichzeitig mit uns treffen auch Ruedi und Gabriela dort ein, die heute ebenfalls abgereist sind und nach St. Lucia am Indischen Ozean wollen.

Zwar hatten wir uns am Morgen bereits voneinander verabschiedet, aber natürlich freuen wir uns über das ungeplante Wiedersehen. Nach einer einstündigen Mittagspause heißt es dann aber endgültig Abschied nehmen, und wir setzen unseren Weg fort.

Die N2 wird zunehmend schlechter, viele Schlaglöcher fordern hohe Konzentration und lassen die Fahrt teilweise zur Qual werden. Die Gegend, durch die wir nun fahren, ist alles andere als attraktiv. Das Bild wird bestimmt durch Armut und heruntergekommene Wellblech-Siedlungen. Als wir nach 8 Stunden und 600 km endlich die Einfahrt zum Hluhluwe-Nationalpark erreichen, sind wir ziemlich geschafft.
Was ist das für ein Tier?
Im Hilltop Camp beziehen wir unsere reservierte Hütte (gebucht über www.amatikulu.com). Eine Besonderheit hier ist, dass es keine Zimmerschlüssel gibt. Ein komisches Gefühl, an das man sich erst einmal gewöhnen muss. Genauso gewöhnungsbedürftig sind die Zebras, die hier im Camp frei herumlaufen.

Obwohl wir vom Autofahren eigentlich genug haben, machen wir uns doch noch zu einer abendlichen Pirschfahrt auf. Leider finden wir weder den richtigen Weg noch sehen wir die erhofften Nashörner. Nur ein paar Zebras und ein uns unbekanntes Tier mit langen Hörnern laufen uns über den Weg. Es ist schon dunkel, als wir um 18:45 Uhr endlich zu unserer Unterkunft zurückkehren. Mehr Erfolg erhoffen wir uns von dem für morgen früh gebuchten Game Drive.

Das Abendessen im Restaurant des Camps ist leider ziemlich enttäuschend. Was innerhalb von 5 Minuten nach der Bestellung serviert wird, kann ja auch nicht so toll sein. Schade, wir hatten uns nach diesem anstrengenden Tag wenigstens auf ein gemütliches leckeres Dinner gefreut.


Im Hluhluwe Nationalpark
9. Tag
Hluhluwe – Ballito: 233 km


Heute müssen wir sehr früh aufstehen, denn bereits um 06:00 Uhr startet der Game Drive in einem offenen Landrover. Anfangs ist es während der Fahrt noch ganz schön frisch. Zunächst erwartet uns ein wunderschöner Sonnenaufgang, dann viele Tiere.

Unser Fahrer weiß natürlich genau, wo es etwas zu sehen gibt und hält dann jedesmal an. Dazu gibt es viele interessante Erklärungen.

So eine geführte Wildbeobachtung ist doch etwas anderes, als im eigenen Wagen durch den Park zu fahren. Man sitzt höher und kann sich viel besser auf die Tierbeobachtung konzentrieren, da man nicht selber fahren muss. Zu den Tieren, die wir an diesem Morgen sehen, gehören Giraffen, Nashörner, Wildschweine, Zebras, Affen, Büffel und Impalas. Wirklich eine lohnenswerte Tour.

Um 9:00 Uhr sind wir zurück im Camp und machen uns erst einmal hungrig über das Frühstücksbuffet im Restaurant her. Von Hilltop fahren wir dann Richtung Umfolozi und Drei Giraffen am Wegesrandverlassen den Park über das Nyalazi Gate. Vorher haben wir noch Glück und können drei Giraffen aus nächster Nähe beobachten.

Nach einiger Zeit erreichen wir wieder die nun gebührenpflichtige N2. Dafür ist sie aber als Autobahn ausgebaut und das Fahren ist das reinste Vergnügen. Gegen 13:30 Uhr erreichen wir den Ferienort Ballito, etwa 50 km nördlich von Durban. Hier haben wir für zwei Nächte in der Villa Capri reserviert. Unser Gastgeber, A.G., heißt uns willkommen und zeigt uns unser geschmackvoll eingerichtetes Zimmer. Davon sind wir genauso begeistert, wie von dem tropischen Garten und dem großen Swimmingpool. All das haben wir für uns alleine, da wir die einzigen Gäste sind.

A.G. gibt uns einige Empfehlungen bezüglich Restaurants. Als er uns vorschlägt, heute abend in der Villa Capri zu essen, sind wir zunächst skeptisch. So alleine hier zum Dinner – das ist eigentlich nicht unser Ding. Aber was soll’s – warum eigentlich nicht? Wir sagen A.G., dass wir gerne Seafood essen würden. “No problem , what would you like to have?” Also ordern wir Crayfish, Prawns und einen Fisch namens “Musslecracker”, den uns A.G. empfiehlt.

Den Nachmittag verbringen wir überwiegend faul auf unserer Terrasse Villa Capri in Ballitobzw. am Swimmingpool. Der nahegelegene Strand ist leider enttäuschend, da es nur kurze Sandabschnitte gibt. An einen längeren Strandspaziergang ist daher nicht zu denken. An der Strandpromenade entdecken wir einen Irish Pub (KEG), wo wir uns am späten Nachmittag zu einem Cocktail mit Meerblick niederlassen. Bei umgerechnet 1,20 € ein wirklich billiges Vergnügen.

Gespannt auf unser Dinner lassen wir uns dann abends auf der Terrasse der Villa Capri nieder. Der Tisch ist stilvoll eingedeckt, das macht schon mal eine guten Eindruck. Zu unserer Überraschung sitzen am Nachbartisch noch ein paar andere Gäste, die hier nicht wohnen.

A.G., der offensichtlich immer gut drauf ist, führt uns in die Bar, wo wir uns einen Wein aussuchen können. Uns fällt ein Boschendahl Chardonnay ins Auge, für den wir uns entscheiden, weil wir dieses schöne Weingut im Vorjahr besucht haben. Der Abend ist traumhaft. Zwei Stunden sitzen wir auf der Terrasse und genießen ein hervorragendes Essen, das aus drei Gängen besteht. Die Schalentiere und der Fisch als Hauptspeise sind ausgezeichnet, lediglich die aus Pommes Frites und Reis bestehenden Beilagen etwas phantasielos. Aber das tut dem guten Gesamteindruck wirklich keinen Abbruch. Wir sind jedenfalls sehr froh, dass wir uns für dieses private Dinner entschieden haben. So schön hätte es in keinem Restaurant sein können.

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