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bulletReisebericht nordöstliches Südafrika: Sabie und die Panorama Route

Frühstück im Mountain Glen Guesthouse5. Tag
Tzaneen – Sabie: 368 km


Frühstück auf der Terrasse des Mountain Glen Guesthouse. Eine wahrhaft oppulente Angelegenheit. Zunächst erwartet uns ein großer Teller mit einer Auswahl tropischer Früchte. Dann gibt es diverse Cornflakes und Marmeladen und natürlich ein “cooked breakfast”, Eier, Speck, Würstchen, Champignons und Tomaten. Wirklich hervorragend!

Auf Umwegen fahren wir zurück nach Tzaneen und starten von dort zu einer Rundtour. Über die R528 fahren wir durch waldreiche Landschaft Richtung Haenertsburg. Kurz vor Haenertsburg biegen wir ab zum Ebenezer Damm. Wir suchen eine Querverbindung zur R71, die auf unserer Karte eingezeichnet ist, können diese aber nicht finden. Bevor wir uns total verfahren, fahren wir lieber zurück auf die R528 und biegen dann bei Haenertsburg auf die R71 Richtung Tzaneen ab. Diesen Weg kennen wir bereits von gestern. Noch einmal geht es über den 1370 m hohen Magoebaskloof Pass. Nach dem Pass folgen wir der Abzweigung zu den Debegeni Falls, die wir nach 3 km Fahrt über Schotterpiste erreichen (Eintritt 5 ZAR p.P.).

Debegeni FallsEs ist recht voll hier, weil heute Feiertag ist. Viele Familien nutzen die Picknick- und Grillplätze für ein “Braai” . Während uns der Grillgeruch verlockend in die Nase steigt, müssen wir uns leider mit etwas Biltong und Obst begnügen. Nach dem spärlichen Lunch wandern wir ein wenig herum und verschaffen uns eine Abkühlung im Wasser. Die Fälle sind schön, aber nicht ganz ungefährlich. Die glatten Felsen sind verdammt tückisch. Ausdrücklich wird davor gewarnt, diese als Rutschen zu nutzen, weil das lebensgefährlich sein kann. Einige Unverbesserliche können es natürlich trotzdem nicht lassen.

Bis Sabie brauchen wir dann noch 3 ½ Stunden und kommen dort gegen 18:00 Uhr gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit an. In der Villa Ticino haben wir ein Zimmer für 3 Nächte reserviert. Der Empfang durch unsere deutsch-schweizer Gastgeber Ute und Felix ist überaus herzlich. Wir fühlen uns gleich wie zu Hause. Ute gibt uns eine ausführliche Erklärung zu den umliegenden Restaurants, und wir entscheiden uns für das “Country Kitchen”, nach Utes Aussage das beste Restaurant in Sabie.

Die Karte klingt sehr interessant und hält, was sie verspricht. Als Vorspeise probieren wir Krokodilstreifen auf Salat und anschließend entscheiden wir uns für Strauß und Ente. Ein ausgezeichnetes Dinner!



6. Tag
Umgebung von Sabie: 178 km


Früstück in der Villa TicinoDer Tag beginnt mit einem ausgiebigem Frühstück auf der Terrasse der Villa Ticino. Ute und Felix sind wirklich sehr bemüht um ihre Gäste. Felix bringt uns sogar noch eine Kühltasche und Frischhaltebeutel, damit wir uns Brote für unterwegs mitnehmen können. Anschließend bespricht er mit uns ausführlich unsere heutige Tour und gibt uns viele wertvolle Tipps. Eine wirklich tolle Betreuung.

Wir beginnen unsere heutige Tour mit der Erkundung der in der Nähe von Sabie gelegenen Wasserfälle. Nacheinander fahren wir zum Lone Creek Fall, den Horseshoe Falls und dem Bridal Veil Fall. Jeder dieser Fälle ist anders. Am schönsten ist sicherlich der Lone Creek Fall, den Horseshoe Fall hingegen hätten wir uns auch schenken können. Auch der Bridal Veil Fall ist nicht so sehr beeindruckend. Zu allem Überfluss handeln wir uns auf der teilweise sehr schlechten Schotterpiste dorthin auch noch einen Platten ein. Mit der letzten Luft im Reifen schaffen wir es gerade noch zurück nach Sabie zu einer Reifenwerkstatt.

Nach endlosen Telefonaten, die ein Mitarbeiter der Werkstatt mit Avis bezüglich der Kostenübernahme für einen neuen Reifen führt, stellt sich schließlich heraus, dass der Schaden nicht versichert ist, da wir eine zehnprozentige Selbstbeteiligung haben. Wir lassen daher den Reifen auf unsere Kosten reparieren und können es kaum glauben, dass wir umgerechnet lediglich 7,50 € bezahlen müssen. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir den Reifen natürlich sofort reparieren lassen und hier nicht mehr als 2 Stunden unseres Urlaubstages verloren. Zum Glück hatten wir etwas Abwechslung, da wir einen deutsches Ehepaar kennengelernt haben, das mit einem Wohnmobil unterwegs ist und ebenfalls Reifenprobleme hatte.

Wasserfall bei SabieWarten auf den Reifenwechsel





















Bourke Luck Pot HolesUnser geplantes Tagesprogramm ist jetzt natürlich nicht mehr zu schaffen, und wir beschließen, den Blyde River Canyon und die Goldgräberstadt Pilgrims Rest auszulassen. Da wir diese Orte bereits bei unserer ersten Südafrika-Tour vor 12 Jahren gesehen haben, fällt uns der Verzicht nicht ganz so schwer. Normalerweise wäre natürlich der Blyde River Canyon ein absolutes touristisches Muss.

Wir fahren daher nur noch bis zum God’s Window, wo sich ein herrlicher Blick auf die umliegende Landschaft bietet und dann noch zu den Bourke Luck Pot Holes. Diese Naturerscheinung hat uns schon bei unserem ersten Besuch fasziniert und gefällt uns auch diesmal wieder sehr gut. Schon toll, welche Löcher das Wasser hier in die Felsen gewaschen hat.

Um 18:00 Uhr sind wir zurück in der Villa Ticino und gönnen uns erst einmal ein Bier auf der gemütlichen Terrasse. Dabei kommen wir mit zwei anderen Gästen, Gabriela und Ruedi aus Luzern in der Schweiz, ins Gespräch. Gemeinsam gehen wir anschließend im direkt nebenan gelegenen Wild Fig Tree Restaurant essen. Die Spezialität hier sind Wildgerichte. Elke probiert noch einmal Krokodil, während ich mir ein dickes Filetsteak schmecken lasse. Auch Rudi und Gabriela sind mit ihrem Essen sehr zufrieden, und wir verbringen einen netten Abend miteinander, den wir bei einem Schnaps an der Bar unseres Guesthouses ausklingen lassen. Nachts fällt heftiger Regen, von dem wir mehrmals wach werden.

Ruedi macht den BarkeeperElke, Gabriela, Patrick und Ruedi





















Elke, Gabriela, Patrick und Ruedi

7. Tag
Umgebung von Sabie: 174 km


Natürlich verwöhnt uns Felix auch heute mit einem ausgezeichneten Frühstück und Brote für unterwegs gibt es auch wieder. Anschließend setzten wir uns kurz zusammen und lassen uns Tipps für die heutige Tour geben.

Unser erstes Ziel ist die Sudwala Tropfsteinhöhle. Wir kommen gerade rechtzeitig zum Beginn einer Führung (ZAR 30 Eintritt). Hier treffen wir auch Ruedi und Gabriela, die heute die gleiche Tour auf dem Programm haben.

Nach Besichtigung der Höhle fahren wir nach Kaapsehoop, ein “Geheimtipp” von Felix. Eine Landschaft, wie man sie eher in Irland vermuten würde und mittendrin Wildpferde, die sich von uns nicht stören lassen. Wirklich idyllisch. Wir genießen die schöne Landschaft auf einer etwa einstündigen Wanderung.

Landschaft bei KaapsehoopFelsen bei Kaapsehoop





















Im Lowveld National Botanical GardenUnser nächstes Ziel ist der Lowveld National Botanical Garden bei Nelspruit. Jetzt im Sommer blüht leider nicht so viel; daher ist die Besichtigung nicht ganz so interessant. Außerdem sind wir wegen der Hitze ziemlich geschafft. Eigentlich wollen wir auf direktem Weg zurück nach Sabie fahren und noch etwas am Swimming Pool faulenzen. Doch daraus wird nichts, denn nach kurzer Weiterfahrt entdecken wir das “Rivermall Shopping Center”. Also machen wir einen kleinen, durchaus lohnenden Einkaufsbummel. Bei Woolworths erstehe ich eine erstklassige Jeans für umgerechnet gerade mal 8 €. Auch Elke kommt auf ihre Kosten. Bei den Preisen macht Shopping Spaß.

Es ist dann doch schon früher Abend, bis wir wieder in Sabie sind. Jetzt haben wir uns ein Bier auf der Terrasse verdient. Felix leistet uns Gesellschaft und gibt uns weitere Tipps über Südafrika. Er kennt das Land wirklich sehr gut und ist so etwas wie ein wandelnder Reiseführer. Einmal mehr sind wir von der sehr persönlichen Betreuung in diesem Guesthouse mächtig beeindruckt. Ute reserviert uns einen Tisch im gegenüber gelegenen “The Woodsman” und empfiehlt uns als Wein einen HAUT CARBIERE CHARDONNAY PINOT NOIR.

Auch heute gehen wir gemeinsam mit Gabriela und Ruedi zum Essen. “Ach, ihr seid die vier aus der Villa Ticcino”, werden wir begrüßt, “Euer Wein steht schon bereit.” Kein schlechter Service, das muss man sagen. Der Wein ist wirklich klasse, und mit 49 R die Flasche supergünstig. Auch unsere Forelle schmeckt vorzüglich. Alles in allem mal wieder ein toller Abend zu viert.

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