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bulletReisebericht Toskana mit dem Wohnmobil: Die Küste der Toskana

Sorano8. Tag: Castiglione del Lago Trasimeno – Monte Argentario: 193 km

Auf kleinen Straßen mit unzähligen Kurven fahren wir über Castell Azzara und Sorano (Bild rechts) nach Pitigliano. Es ist schon erstaunlich, dass es Orte wie Sorano im Europa des 20. Jahrhunderts noch gibt. Aber gerade das macht ja - neben der herrlichen Landschaft - den Reiz der Toskana aus. Leider verpassen wir die Abfahrt zum Parkplatz in Sorano und sind schnell wieder raus aus dem Örtchen, ohne es uns angeschaut zu haben.

PitiglianoAuch im nächsten Ort, Pitigliano (Bild links) fühlt man sich ins Mittelalter zurückversetzt. Wir bummeln ein wenig herum und gönnen uns zum Mittagessen eine große Pizza.

Unsere Tankanzeige hat sich bedenklich dem roten Bereich genähert, doch die beiden Tankstellen in Pitigliano sind über die Mittagszeit geschlossen. Wir riskieren die Weiterfahrt und kommen noch bis Manciano. Das war knapp. Die Tankstelle, die wir hier finden, ist zwar auch geschlossen, aber zum Glück gibt es einen Automaten, der uns im Austausch gegen ein paar Lire-Scheine mit Diesel versorgt. .

Von hier ist es nicht mehr weit nach Saturnia, wo sich die berühmten heißen Schwefelquellen befinden. Die vielen parkenden Autos entlang der Straße unterstreichen die Beliebtheit dieses Ausflugszieles.

Badespass in SaturniaVon unserem Parkplatz müssen wir knapp einen Kilometer laufen, bis wir die Stelle erreichen, wo es am schönsten zum Baden ist. Eintritt ist nicht fällig, dafür gibt es allerdings auch keine Umkleidekabinen, Toiletten oder sonstige Einrichtungen. Goldschmuck sollte man vorher ablegen, da er sich durch den Wasserkontakt für einige Zeit häßlich verfärbt.

Anfangs etwas unangenehm ist der Schwefelgeruch, an den man sich jedoch mit der Zeit gewöhnt. Das Baden macht jedenfalls viel Spaß. Besonders schön ist es, wenn man sich unter einen der kleinen Wasserfälle stellt.

Nach einer Stunde setzen wir unsere Fahrt fort und erreichen am späten Nachmittag die Halbinsel Monte Argentario. Im Vorbeifahren fällt uns dir großzügige Anlage des ARGENTARIO INTERNATIONAL CAMPING VILLAGE auf. Bei der nächsten Gelegenheit wenden wir und fahren zurück zur Einfahrt zu diesem Campingplatz und melden uns für eine Nacht an. Der Platz liegt direkt am Meer und verfügt über ein sehr großes und schönes Schwimmbad. Leider besteht auch hier - wie fast immer - die Pflicht zur Badekappe und somit fällt das Schwimmen für uns wieder aus. Die Stellplätze befinden sich in einem schattigen Kiefernwald. Wir bezahlen 36.000 LIT (18,59 EUR), Strom und Dusche inklusive.

Den Rest des schon weit fortgeschrittenen Tages verbringen wir am Strand, wo uns zum Abschluß ein herrlicher Sonnenuntergang vergönnt ist. Abends gibt es Pasta aus der Wohnmobilküche.


9. Tag: Monte Argentario – Talamone: 67 km

Wir wollen uns zunächst die Halbinsel Monte Argentario etwas näher anschauen. Vom Campingplatz sind es nur wenige Kilometer bis zum kleinen Hafenstädtchen Porto Santo Stefano. Hier herrscht unheimlich viel Rummel. Schnell müssen wir erkennen, dass es völlig ausgeschlossen ist, einen Parkplatz für unser Wohnmobil zu finden. Also fahren wir weiter und folgen den Hinweisschildern “PANORAMICA”, die uns auf eine landschaftlich sehr schöne Rundtour führen, die wieder in Porto Santo Stefano endet. Auf kurviger Strecke geht es auf eine hoch gelegene Küstenstraße mit herrlichen Blicken auf das Meer.

Wir verlassen die Halbinsel über das Städtchen Ortobello. Hier legen wir eine Pause ein und machen einen Bummel durch die recht lebhafte Fußgängerzone.

Wir fahren weiter nach Talamone. Da wir im Ort keinen Parkplatz finden, fahren wir wieder ein Stückchen zurück und parken direkt am Meer. Hier knöpft man uns eine Parkgebühr von 5.000 LIT (2,58 EUR) ab. Für 12.000 LIT (6,20 EUR) könnten wir auch über Nacht hier stehen, was wir jedoch ablehnen. Der Strand hier ist nicht besonders schön, und das Wasser ist viel zu flach zum Baden. Nach zwei Stunden in der Sonne reicht es uns. Wir fahren zum nahe gelegenen Campingplatz von Talamone (Stellplatz 33.000 LIT (17,04 EUR) inklusive Strom). Der Platz gefällt uns recht gut. Auch hier gibt es ein Schwimmbad (natürlich mit Badekappen-Pflicht). Was fehlt, sind Entsorgungsmöglichkeiten für das Wohnmobil (jedenfalls haben wir keine gefunden).

Noch im Hellen laufen wir zu Fuß nach Talamone (etwa 20 Minuten vom Campingplatz), um noch etwas von dem beschaulichen Ort zu sehen. Es gibt einige einladende Restaurants. Wir entscheiden uns für das “La Bucca”, dass das beste Fischrestaurant in der Gegend sein soll. Essen und Ambiente (draußen sitzt man sehr gemütlich) sind sehr gut. Das Preisniveau ist gehoben.

Unseren Rückweg zum Campingplatz legen wir in völliger Dunkelheit zurück. Zum Glück haben wir eine Taschenlampe eingesteckt, die uns jetzt wirklich nützliche Dienste leistet.


10. Tag: Talamone – Castiglione della Pescaia: 64 km

Wir fahren nach Alberese, dem Ausgangsort für Besichtigungen des Parco Nationale de Maremma. Wir tun uns allerdings schwer, Informationen zu finden, wie und wo man den Nationalpark nun besichtigen kann. Wehmütig denken wir an die hervorragend organisierten amerikanischen Nationalparks, in denen man nie Probleme hat, sich zu orientieren. Schnell verlieren wir die Lust und beschließen weiterzufahren. Vorher nutzen wir aber noch die Entsorgungsmöglichkeiten auf dem kostenlosen Wohnmobilstellplatz in Alberese.

Nachdem wir uns auf der Weiterfahrt entlang der Küste einige Campingplätze anschauen, die uns nicht so sehr gefallen, landen wir schließlich bei “CAMPING MAREMMA SANS SOUCI”, etwa 2 – 3 km außerhalb von Castiglione della Pescaia. Ein netter Platz ohne Schwimmbad, dafür aber direkt am Meer mit eigenem Strandzugang.

Wir verbringen einen faulen Nachmittag am Strand und radeln abends in den Ort. Castiglione della Pescaia erweist sich als sehr lebhaft und touristisch und biete viele Geschäfte. Trotzdem gefällt uns der Ort sehr gut. Besonders schön ist es oberhalb des Ortes innerhalb der alten Stadtmauer. Hier geht es wesentlich beschaulicher zu. In einer der alten Gassen finden wir ein nettes Restaurant, wo wir draußen sehr gemütlich sitzen. Einzig der lahme Service trübt das Vergnügen ein wenig.

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