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bulletReisebericht Nordwesten der USA - Tag 15, Samstag, 28. Mai 2011

Redding, CA - Redmond, OR
Wetter: von allem etwas, 32-50°F / 0-10°C
Gefahren: 353 mi / 565 km - total 2541 mi /4066 km


Der schneebedeckte Mount ShastaDa wir heute einen langen Fahrtag haben, sind wir bereits um 7:00 Uhr “on the road”. Das Hotelfrühstück lassen wir ausfallen und nehmen uns nur einen Kaffe und ein paar Muffins mit. Wir wollen erst mal ein Stück fahren und dann unterwegs “richtig” frühstücken.

Zunächst geht es noch eine Stunde auf der I5 weiter in Richtung Norden. Unterwegs gibt es einen View Point, von dem aus wir einen herrlichen Blick auf den schneebedeckten Mount Shasta haben. Und das bei Sonnenschein, der doch gar nicht angekündigt war.

Bei Weed verlassen wir die I5 und folgen nun der 97 Richtung Norden. Gute zwei Stunden nach unserem Aufbruch haben wir bereits Klamath Falls erreicht und rund 140 Meilen abgerissen. Das lässt sich doch gut an. Jetzt knurrt aber der Magen, und es wird höchste Zeit fürs Frühstück. Wir fahren durch Klamath Falls auf der Suche nach einem Restaurant - und finden keines. Das kann doch nicht wahr sein. Ironisch frage ich Elke, ob wir uns Collier State Parkdenn wirklich noch in den USA befinden. Das haben wir ja noch nie erlebt, dass wir in einer relativ großen Stadt nichts zum Frühstücken finden. Aber so ist es. Hunger und Sucherei lassen mich unkonzentriert werden. Beinahe verursache ich einen Unfall und fast hätte ich eine rote Ampel übersehen.

Die Rettung ist dann schließlich das gelbe “M” auf rotem Grund. Hauptsache einen Kaffee und irgendwas zu essen.

Hinter Klamath Falls führt die 97 ein ganzes Stück am großen Klamath Lake entlang. Eine landschaftlich sehr schöne Strecke. Nachdem wir den See hinter uns gelassen haben, fällt uns bald ein braunes Schild auf, dass in einer halben Meile den Abzweig zum Collier State Park ankündigt. Ein bisschen Bewegung käme uns jetzt gerade recht. Der Parkplatz liegt bequem direkt neben dem Highway. Perfekt!

Ein Weg führt hinunter an einen Fluss, wo zwei Angler im Wasser stehen und versuchen, dem glasklaren Gewässer ein paar Forellen Im Collier State Parkzu entlocken. Nee, ist das idyllisch hier. Und das Beste ist, dass die Sonne scheint. Wir laufen am Fluss entlang, überqueren eine Brücke und drehen auf der anderen Seite eine Runde über den Campingplatz, der gut mit RVs belegt ist. Als ehemalige und zukünftige (wir hoffen auf das Rentnerdasein) Wohnmobilisten ist so etwas für uns natürlich immer wieder hochinteressant. Wahnsinn, was hier für Teile stehen. Riesengroß mit Erkern auf beiden Seiten ausgefahren. Ich male mir lieber nicht aus, was die wohl an Sprit schlucken.

Eine ganze Stunde dauert unsere Pause in dem wunderschönen Collier State Park. Reichlich Bewegung haben wir uns verschafft und können nun frisch ausgeruht unsere Fahrt fortsetzen. Schnurgerade zieht sich der Highway dahin. Leider erlaubt Oregon hier nur 55 Meilen, auf dem kalifornischen Teil durften wir noch 65 fahren.

Wir registrieren die Abfahrt zum Crater Lake Nationalpark, lassen sie aber wegen der Schneeverhältnisse im Park links liegen. Erst in Schnee im Newberry National Monumentdem kleinen Ort La Pine halten wir wieder und kaufen uns im erstaunlich gut sortiertem Supermarkt etwas zum Mittagessen.

Ein paar Meilen weiter folgen wir dem Abzweig zum Newbury Crater Volcanic Monument. Eine 18 Meilen Stichstraße führt dort hin. Immer höher geht es, und immer weißer wird die Landschaft. Schnee soweit man blicken kann. Die Eingangsstation zum National Monument ist nicht besetzt. “Closed for the season” steht dort. Das hätten die doch auch mal unten am Highway bekannt geben können, dann hätten wir uns den Weg hier herauf gespart. Wir fahren noch bis zum ersten der zwei Seen hier, wo wir in einen ungemütlichen Eisregen geraten. Nichts wie weg hier! Etwas weiter bergab hat der Spuk wieder ein Ende und bei 0°C Außentemperatur verzehren wir an einem View Point unseren Lunch.

Nächstes Ziel ist das Lava Lands Visitor Center einige Meilen südlich von Bend. Leider ist die Ausfahrt dort gesperrt, so dass wir einer ziemlich langen und umständlichen Umleitung (insgesamt Lava Butte10 Meilen) folgen müssen. Aber es lohnt sich. Für die Auffahrt auf den Lava Butte benötigt man ein Permit. Da nicht viel los ist, bekommen wir am Eingang eins für in 20 Minuten. Dann hat man ½ Stunde Zeit, die 1,5 Meilen zum Krater hinauf zu fahren und dort um den selbigen herum zu laufen. Wir haben auch noch das Glück, dass die Sonne scheint und genießen die tolle Aussicht und die informativen Hinweisschilder. Anschließend gehen wir noch in das ebenfalls sehr informative Visitor Center und laufen ein kurzes Stück durch das Lavagestein. Schon sehr beeindruckend.

Weiter geht es nach Bend, wo wir natürlich nicht ohne einen Stopp bei den Outlets vorbei fahren können. Es gibt eh nur zwei Geschäfte, die uns interessieren, so ist das relativ schnell erledigt. Im Supermarkt frischen wir unsere Vorräte auf, und als wir wieder auf den Parkplatz wollen, geht ein heftiger Eisregen nieder. Auf der Weiterfahrt nach Redmond bessert sich das Wetter jedoch schnell wieder.

Fast 12 Stunden nachdem wir unsere letzte Unterkunft verlassen Lava Buttehaben, erreichen wir die nächste, das Best Western Rama Inn in Redmond. Gut, dass wir für zwei Nächte reserviert haben, denn es ist ausgebucht. Selbst nebenan beim Motel 6 leuchtet das “No Vacancy” Schild.

Unser Zimmer ist komfortabel und sehr geräumig. Nur etwas hellhörig, wie sich in der kommenden Nacht herausstellen soll. Deutlich können wir das Schnarchen des Nachbarn hören.

Hinter uns liegt mit rund 560 km der längste Fahrtag unseres Urlaubs. Angesichts der vielen Unterbrechungen war es aber sehr abwechslungsreich und hat uns nicht viel ausgemacht.

Wir checken die Restaurantszene und entscheiden uns für das nur 5 Gehminuten entfernte mexikanische Restaurant Madaline’s Grill, dass sich sehr guter Kritiken auf Tripadvisor erfreut. Nicht zu Unrecht, wie sich herausstellt. Die Speisekarte ist sehr umfangreich. Neben den typischen mexikanischen Gerichten gibt es auch ausgefallene mexikanische Kreationen, aber auch Seafood, Pasta, Steaks und mehr.

Wir entscheiden uns für “Mexican Jambalaya” und “Cabo San Lucas“, beide Gerichte mit Seafood (Fisch, Scampis und Jakobsmuscheln) und außergewöhnlich lecker. Das Bier vom Fass schmeckt auch und die Bedienung ist super nett.

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