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bulletReisebericht Westaustralien: Der Südwesten

15. Tag: Cervantes - Mandurah: 344 km

Car Wash in FremantleUm 7:00 Uhr morgens verlassen wir Cervantes. Der Sprit reicht tatsächlich bis zur nächsten Tankstelle und 2 ½ Stunden später sind wir in Perth. Kurzes Frühstück bei Mc Donalds und weiter geht’s nach Fremantle. Unterwegs kommen wir an einer Autowaschanlage vorbei und beschließen, unserem total verdreckten Auto eine Wäsche zu gönnen. Wir werfen 9 A$ in den Münzschlitz für die vollautomatische Wäsche, aber nichts passiert. Reklamieren können wir nicht, da es hier keinerlei Personal gibt. Da wir schon einmal hier sind, fahren wir in eine der Boxen für die manuelle Wäsche und waschen unser Auto für 3 A$ von Hand. Das macht sogar richtig Spaß.

Fremantle erinnert ein wenig an New OrleansiIn Fremantle parken wir unterhalb des alten Gefängnisses auf einem großen gebührenpflichtigen Parkplatz. Zu Fuß erkunden wir auf einem zweistündigen Spaziergang die historische Innenstadt. Ein wirklich nettes Städtchen. In den Markthallen, die heute am Freitag geöffnet sind, futtern wir uns an diversen Imbissständen durch und kaufen uns leckeres Obst für die nächsten Tage.

In einem der vielen Souvenirshops erstehen wir noch ein paar T-Shirts und machen uns dann wieder auf den Weg nach Süden. Dabei tun wir uns etwas schwer den Highway 1 zu finden, der hier nicht als solcher ausgeschildert ist. Erst nach einigem Herumgegurke stellen wir fest, dass wir Richtung “Leach Highway” fahren müssen.

Die Weiterfahrt verläuft etwas zäh. Viele Ampeln und der Wochenendverkehr behindern das Fortkommen. Ein völlig neues Gefühl nach den Tagen im Outback. In Mandurah, etwa 70 km südlich von Fremantle, beschließen wir unser Nachtquartier aufzuschlagen. Im Mandurah Gates Resort bekommen wir für 75 $ ein schönes renoviertes Zimmer. Die Anlage selber könnte allerdings auch etwas Facelifting vertragen, da sie einen leicht schmuddeligen Eindruck macht.

Mandurah ist ein netter Ferienort, hat aber sonst nicht viel zu bieten. Zum Abendessen entscheiden wir uns für das gut besuchte “Amalfi Cafe Restaurant” am Boardwalk. Leckeres Essen, besonders zu empfehlen sind die Garlic Prawns.


1Tolle Landschaft im Cape Leeuwin-Naturaliste Naional Park6. Tag: Mandurah - Pemberton: 456 km

Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt erreichen wir um 8:00 Uhr morgens die knapp 30.000 Einwohner zählende Stadt Bunburry, etwa 180 km südlich von Perth. In der recht netten Innenstadt wollen wir uns ein gemütliches Plätzchen zum Frühstücken suchen. Beim ersten geöffneten Lokal sind wir geschockt über die Preise. 16 A$ und aufwärts für ein Frühstück! Teurer als manches Dinner. Nach etwas Suche finden wir dann aber doch noch ein preiswerteres Cafe. Zweifellos sparen wir im Laufe des Urlaubs eine Menge Geld damit, dass wir uns unser Frühstück meist selbst zubereiten.

Bunker BayIm großen Coles-Supermarkt füllen wir unseren Esky auf und fahren dann weiter zum Cape Naturaliste im Cape Leeuwin-Naturaliste National Park. Am Leuchtturm beginnen einige gut ausgeschilderte, allerdings recht sandige, Wanderwege durch eine herrliche Dünenlandschaft. Unterwegs bieten sich immer wieder spektakuäre Blicke auf das Meer. Etwa 1 ½ Stunden wandern wir hier herum und sind sehr angetan von der wunderschönen Landschaft.

Anschließend fahren wir ein paar Kilometer weiter zur Bunker Bay. Heute scheint unser Glückstag zu sein! Ein traumhafter Beach, türkisfarbenes Wasser und menschenleer. Wer hier nicht schwimmen geht, ist selber schuld.

Wildblumen am WegesrandIm Zentrum der kleinen Ortschaft Dunsborough finden wir am späten Mittag unter schattigen Bäumen einige Picknicktische. It’s Lunchtime!

Unseren nächsten Stopp legen wir in dem kleinen Ort Yallingup ein. Angeblich sollen hier meterhohe Wellen für beste Surfbedingungen sorgen. Leider ist die See heute fast spiegelglatt, und so gibt es für uns nichts zu sehen. Ähnlich enttäuschend ist der Abstecher zu den Canal Rocks, die bei aufgewühlter See sicherlich ein wesentlich interessanteres Motiv bieten würden. Wir wollen gerade weiterfahren, da fährt ein bekanntes Auto auf den Parkplatz. Wiedersehen mit Brigitte und Olaf – was für ein Zufall! Begeistert erzählen die beiden von einer sehr erfolgreichen Whale-Watching-Tour, die sie am Morgen unternommen haben. Nachdem wir die wichtigsten Erlebnisse seit dem letzen Treffen vor zwei Tagen ausgetauscht haben, verabschieden wir uns bis “zum nächsten Mal”.Wald zwischen Margaret River und Pemberton

Nachdem wir vergeblich den Weg zu den Quinnup Falls gesucht haben, fahren wir durch bis Margaret River, ein beliebter Ferienort umgeben von vielen Weingütern. Da hier gerade ein Weinfest stattfindet ist es recht voll und Zimmer sind auch nicht zu bekommen. Nach einem kurzen Bummel durch den Ort beschließen wir, noch bis Pemberton weiterzufahren und dort dann für zwei Nächte zu bleiben.

Die landschaftlich schöne Fahrt führt durch eine teilweise skurille Waldgegend. Ziemlich müde vom vielen Autofahren erreichen wir Pemberton kurz vor Einbruch der Dunkelheit. Im sehr ruhig gelegenen und fast leeren Flag Karri Forrest Motel bekommen wir ein schönes und geräumiges Zimmer mit großer Terasse. (A$ 103 statt regulär A$ 114). Zum Dinner gehen wir ins Motel-Restaurant, dem “Silver Birch Restaurant”. Gehobene Küche zu entsprechenden Preisen.



17. Tag: Pemberton: 120 km

Ein Baum mit LochNach dem selbst zubereiteten Frühstück fahren wir zum etwa 20 km entfernten Beedelup Nationalpark. Ein schöner Wanderweg führt zum “Walk Trough Tree”, einem mächtigen Karri-Baum, dem irgendwelche Vandalen mit der Motorsäge ein riesiges Loch zugefügt haben. Der Baum hat’s zum Glück überlebt und ist heute eine Touristenattraktion. Statt den gleichen Weg zurückzugehen folgen wir der Beschilderung Richtung “Karri Valley Resort” und biegen an einer Weggabelung rechts zum Parkplatz ab. Insgesamt ein sehr schöner einstündiger Loop-Trail.

Und wieder ein fast unglaublicher Zufall: genau in den zwei Minuten, die wir uns noch auf dem Parkplatz aufhalten, fahren Brigitte und Olaf vor. Sie kommen gerade von Augusta am Cape Leeuwin, wo sie die letzte Nacht verbracht haben. Zum Abendessen können wir uns leider nicht verabreden, weil die beiden heute noch weiterfahren wollen.

Der Bicentennial TreeWie fahren ein Stückchen weiter die Straße entlang und schauen uns das herrlich an einem See inmitten der Karri Wälder gelegene Karri Forrest Resort an. Wir bedauern ein wenig, nicht hier Quartier gemacht zu haben, zumal auch das Restaurant einen hervorragenden Eindruck macht.

Unser nächstes Ziel ist der Bicentennial Tree im Warren Nationalpark. In diesen rund 65 m hohen Karri-Baum hat man Streben aus Betonstahl getrieben, auf denen schwindelfreie Besucher den Baum erklimmen können. Die Aussichtsplattform diente früher zur Feuerbeobachtung. Da uns der Sinn nicht nach großen Abenteuern steht, begnügen wir uns damit, lediglich ein paar Meter hochzuklettern.

Nach einem kleinen Spaziergang zum Warren Lookout fahren wir erst einmal nach Pemberton zurück. Im Chicken Rooster erstehen wir zwei halbe Grillhähnchen, die wir uns mit einem Victoria Bitter auf unserer Terrasse schmecken lassen.

Nachmittags fahren wir zu “The Cascades”, einer Stelle im Wald, wo sich ein Fluß in mehreren Kaskaden ergießt. Ist leider nicht so beeindruckend, da der Fluß nicht sehr viel Wasser führt. Ebenso unspektakulär ist der Big Brook Dam, den wir erst nach längerem Suchen finden. Schade, der Nachmittag war bei weitem nicht so interessant wie der Vormittag.

Abends laufen wir zum Essen runter in den Ort. Ein neues Motel an der Hauptstrasse verfügt über ein modernes Restaurant. Bei weitem nicht so gediegen und teuer wie unser Motel-Restaurant. Das Essen ist natürlich nicht vergleichbar, aber gar nicht so übel.

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