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13. Tag - Von Chichen Itza über Tulum nach Playa del Carmen
Zu unserem Entsetzen müssen wir jedoch feststellen, daß wir uns in Nuevo Xcan
befinden, dem Ort, wo wir vor mehr als einer Stunde vermeintlich Richtung Coba abgebogen waren. Tatsächlich aber sind wir bereits in Chemax einer direkten neuen
Verbindung nach Coba gefolgt, die auf unserer Karte (siehe rechts) noch gar nicht eingezeichnet ist. Unsere Stimmung sinkt auf den Nullpunkt, und wir liefern uns eine
recht hitzige Diskussion darüber, wie es nun weitergehen soll. Ich habe keinen Bock, diese Straße, die aus nichts anderem als Schlaglöchern zu bestehen scheint, wieder
zurückzufahren und will lieber den Umweg über Cancun in Kauf nehmen. Schließlich setzt sich Elke durch und ans Steuer, und wir fahren den Weg, den wir gekommen sind, wieder
zurück bis Coba und von dort, auf ähnlich schlechter Straße bis nach Tulum. Unterwegs begegnet uns ein mit bunten Plastikschüsseln behagener LKW, der die Dörfer abklappert und seine Waren anbietet. Wo er
anhält, finden sich schnell ein paar Menschen ein, die sich dieses große Ereignis nicht entgehen lassen wollen. Vom gebührenpflichtigen Parkplatz muß man ca. 15 Minuten bis zu den Ruinen laufen. Für
Fußfaule gibt es einen kostenpflichtigen Shuttleservice. Da heute Sonntag ist, können wir das Ruinengelände kostenlos besichtigen. Tulum ist die einzige Maya-Stadt am Meer. Die Ruinen sind
zwar nicht so beeindruckend wie in Chichen Itza oder Uxmal, dafür ist die Szenerie aus Ruinen, grünen Palmen, und der türkisblauen Karibik im Hintergrund wirklich ein Anblick zum Genießen. Wir verbringen ca. eine Stunde damit, das Gelände zu erkunden. Dabei haben wir auch immer wieder Gelegenheit, die zahlreichen und gar nicht scheuen Leguane aus nächster Nähe zu beobachten. Von Tulum ist es dann noch eine gute halbe Stunde Fahrt bis Playa del Carmen. Ohne Probleme finden wir unser Hotel, das Porto Real Resort. Größer hätte der Unterschied zu der Bruchbude, in der wir die letzte Nacht verbracht hatten,
nicht sein können! Das Porto Real ist einfach ein Traum, wenn auch leider kein ganz billiger. Bilder und weitere Informationen gibt es hier. Wenn man schon hier übernachtet, sollte man sich auch noch den Aufpreis für "Ocean View" leisten
, da die Zimmer über sehr schöne große Balkone verfügen. Dort kann man abends herrlich mit einem Drink sitzen und diesen Blick genießen, wie er sich von unserem Zimmer aus bot.
Zum Frühstück gehen wir ins "100 % Natural" in der Avenida 5. Dies ist ein sehr schönes Gartenrestaurant mit ausgezeichnetem Essen. Den weiteren Tag verbringen wir überwiegend damit, die Annehmlichkeiten unseres Hotels zu genießen. Gegen Nachmittag geht es Elke schlechter und ich mache mich alleine auf den Weg nach Hertz, um unser
Auto abzugeben. Eigentlich hätte dieses noch bis morgen Zeit gehabt, aber wir brauchen den Wagen nicht mehr. Im Zentrum von Playa del Carmen gibt es zwei Büros von Hertz, doch beide sind geschlossen. Bei
einem hängt jedoch ein Schild in der Tür mit einer Adresse, wo man die Autos zurückgeben kann. Dank eines Stadtplans und der schachbrettartigen Aufteilung der Stadt habe ich die angegebene Strasse schnell
gefunden. Nur von Hertz weit und breit keine Spur. Nachfragen bei Passanten und Taxifahrern bringen mich auch nicht weiter. Keiner versteht mich! Über eine Stunde gurke ich herum, bis ich endlich an der
Strasse nach Cancun das Hertz-Office finde. Ich bin stinksauer. Wenigstens fährt mich ein Angestellter zurück ins Hotel.
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