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13. Tag: Storms River Village - Knysna Das Frühstück ist wieder große Klasse und unterscheidet sich überraschenderweise größtenteils von dem gestrigen. So viel Abwechslung ist wirklich selten. Ein Grund mehr für uns, dieses Guesthouse uneingeschränkt weiterzuempfehlen. Wir machen uns auf nach Plettenberg Bay und fahren dort direkt zum Robberg Island Nature Reserve. Zum zweiten Mal unternehmen wir
die wunderschöne zweistündige Wanderung, die ich in einem anderen Reisebericht schon geschildert habe. Es ist im Grunde eine exakte Kopie des damals Erlebten. .
Auch diesmal fahren wir anschließend nach Plettenberg Bay, um im Moby Dick am Beach zu lunchen. Der Strand hier ist für
südafrikanische Verhältnisse relativ voll, auch wenn der europäische Pauschaltourist dies angesichts solcher Bilder kaum
glauben mag. Uns jedenfalls gefällt Plettenberg Bay nicht besonders, wobei wir aber zugeben müssen, dass wir uns noch nicht die Mühe gemacht haben, den Ort näher zu erkunden. Unser nächstes Ziel ist Knysna, dass nur eine knappe halbe Stunde Fahrtzeit von Plettenberg entfernt liegt. Hier checken wir im Protea Guesthouse ein. Wir beziehen eines von drei Holzhäusern, die in dem weitläufigen Garten auf Pfählen errichtet wurde. Man genießt hier sehr viel Privatsphäre, verfügt über eine große Terasse mit Grill und hat einen herrlichen Blick über die Lagune. Kritisch anzumerken ist jedoch der weite Weg, den man sein Gepäck schleppen muß und die Größe des Zimmers. Hier ist auf relativ engem Raum das Bett, eine kleine Küche mit Theke und ein Sofa zusammengestellt. Das wirkt ziemlich vollgestopft, und man hat wenig Platz, sich zu bewegen - zumal man auch noch die Koffer abstellen muss.. Die Krönung ist jedoch das mega-winzige Bad, in dem es schwer fällt, sich aus der Dusche tretend am Waschbecken vorbeizuzwängen. Zu erwähnen ist auch der überaus laute Kühlschrank, den man nachts einfach ausschalten muß, um Ruhe zu haben. Da wir über einen Grill verfügen, wollen wir uns heute abend selbst versorgen. Die Frage ist nur, ob das Wetter mitspielt, denn mittlerweile hat es sich arg zugezogen. Wir fahren zum nächsten Supermarkt, um erst einmal das Angebot zu studieren. Als wir wieder herauskommen, hat es angefangen zu regnen. Grillen wird vom Programm gestrichen. Wir fahren zur Waterfront und kaufen im 34, dem Restaurant, wo wir vor einigen Tagen gefrühstückt haben, ein paar Leckereien ein. Zum Glück bleibt es abends dann doch trocken, so dass wir auf unserer Terrasse zu abend essen können.
Pünktlich um acht Uhr steht unser Vermieter vor der Tür und bringt uns in einem großen Korb unser Frühstück. Dieses wollten wir eigentlich auf der Terrasse einnehmen und dabei den Blick auf die Lagune genießen. Strömender Regen hindert uns jedoch an diesem schönen Plan. Etwas mißmutig packen wir unser Frühstück aus: Orangensaft, Yoghurt, Müsli, Omlett mit Schinken, Marmelade, Obst und drei warme Brötchen. Kaffee müssen wir uns selber kochen. Das ist zwar ganz o.k., hält aber sicherlich keinen Vergleich stand mit so manch anderem Frühstück, das uns auf unserer Reise bisher serviert wurde. Was tun an einem Regentag in Knysna? Eigentlich hatten wir für heute einen Besuch des Goukamma Nature Reserves geplant, aber das können wir uns wohl abschminken. Unser „südafrikanischer“ Freund Blieni hatte mir in einem gestrigen Telefonat etwas von Schlössern am Noetzistrand erzählt. Also fahren wir da mal hin.
Eines davon steht zum Verkauf, ein anderes kann man mieten. Man muß es zwar nicht unbedingt gesehen haben, aber irgendwie hat sich der Weg doch gelohnt, zumal wir eh nichts Besseres vorhaben. Von Bekannten haben wir inzwischen erfahren, dass bei gutem Wetter an diesem Parkplatz auch kräftig kassiert wird. Wir fahren zurück nach Knysna, stellen unser Auto ab und gehen bummeln. Als touristischer Hauptort der Gardenroute verfügt Knysna über viele schöne Geschäfte, die einem über einen Regentag hinweghelfen können. Zwischendurch gönnen wir uns in einem Cafe zwei Cappuccino. Der Doppelte, den ich mir bestelle, hat die Ausmaße einer Badewanne, schmeckt hervorragend und kostet lediglich 13 ZAR. Gegen Nachmittag klart es dann endlich auf und wir fahren nach Brenton on Beac um einen ausgedehnten Beachwalk zu unternehmen. Dabei taucht der Kampf der Sonne gegen die schwarzen Regenwolken den Strand immer wieder in ein dramatisch anmutendes Licht.
Abends gehen wir im Restaurant J.J. an der Waterfront, in dem wir am Tag zuvor eine Reservierung vorgenommen haben, essen. Richtig gemütlich ist es hier nicht, da die Tische sehr eng beeinander stehen und die Geräuschkulisse in dem vollen Restaurant recht groß ist. Das Essen ist gut, aber sicherlich nicht überragend. Es rechtfertigt keinesfalls die relativ hohen Preise, die hier verlangt werden. Man zahlt eindeutig einen nicht unerheblichen Aufschlag für die Lage. Fazit: J.J. muss nicht unbedingt sein, das Preis-Leistungsverhältnis stimmt unserer Meinung nach nicht. |
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