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Das Frühstück ist eine exakte Kopie des gestrigen. Leider etwas einfallslos. Wir checken aus und machen uns auf den Weg nach Tulbagh, das wir nach gut zwei Stunden Fahrtzeit erreichen. Hier besichtigen wir zunächst „de Oude Drostdy Museum“, ca. 2,5 km außerhalb des Ortes und sehr schlecht aus- geschildert. Wir müssen ein wenig suchen, bis wir es endlich gefunden haben. Ob sich der Besuch lohnt, muß wohl jeder selber entschei den. Wir sind der Meinung, dass man auf die Besichtigung gut verzichten kann, wenn man z.B. in Stellenbosch bereits das Dorpmuseum besucht hat (siehe unser Bericht von 2001). Irgendwie gleichen sich die alten Häuser doch sehr. Hervorzuheben im „de Oude Drostdy Museum“ wären lediglich der schöne Weinkeller und die recht umfangreiche Sammlung alter Grammophone.
Besonders einladend wirkt auf uns das schattige Gartenrestaurant von „De Oude Herberg“, und so lassen wir uns hier zu einem leckeren leichten Mittagessen nieder. Über den landschaftlich sehr schönen Bains Kloof Pass erreichen wir Paarl, mit ca. 70.000 Einwohnern die größte Stadt im Weinanbaugebiet. Sehr idyllisch ist es hier nicht gerade, wozu auch die sehr stark befahrene Mainstreet ihren Teil beiträgt. Unsere Unterkunft, die Oaktree Lodge, befindet sich leider direkt an
dieser. Zum Glück gibt es Doppelglasfenster und eine gut funktionierende leise Direkt nebenan liegt das schöne Weingut Laborie. Wir fahren dorthin in der Absicht, uns für heute abend einen Tisch im dortigen Restaurant zu reservieren. Leider hat es nur mittags geöffnet. Da wir schon einmal hier sind machen wir eine Weinprobe (10 ZAR p.P) und erstehen 6 Flaschen Wein. Man braucht schließlich “Proviant” für die weitere Tour. Den Rest des Nachmittags verbringen wir an dem recht großen Pool, der direkt an die Weinberge grenzt. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf das Language Monument.
Unsere Menuefolge gestaltete sich wie folgt: Als Vorspeise teilen wir uns eine libanesische Meze-Platter für eine Person. Zum Hauptgang wählen wir die frische Lachsforelle aus Franschoek für zwei Personen. Dazu gibt es einen ausgezeichneten Nederburg Sauvignon Blanc Reserve. Zum Nachtisch lassen wir uns Mousse au Chocalate (dekadent gut!) und Creme Brullee schmecken. Abgerundet wird das ganze mit einem Grappa Pinotage und einem Espresso. Einschließlich Trinkgeld beläuft sich unsere Rechnung auf 410 ZAR.
4. Tag: Paarl Der Tag beginnt mit einem guten und reichhaltigen Frühstück, das uns auf der Terrasse serviert wird. Heute unternehmen wir eine Fahrt zum Paarl Mountain Nature Reserve. Zunächst besichtigen wir das Language Monument, das hoch oben über der Stadt thront. Mit dessen Einweihung 1975 wurde der afrikaansen Sprache ein Denkmal gesetzt. Anschließend fahren wir auf Schotterpisten entlang des Paarl Mountain Nature
Reserves. Von hier oben hat man immer wieder schöne Ausblicke auf Paarl. Da wir auch ein wenig wandern möchten, biegen wir an der Abzweigung „Die Rotse Nantes
Dam & Bethel Dam / The Rocks“ ab und halten uns hinter dem Einfahrtstor links Richtung „The Rocks“. Über eine recht schlechte Schotterpiste gelangt man
zunächst zu einem Parkplatz, von dem ein kurzer Weg zu einigen großen Felsen führt. Von hier hat man einen sehr schönen Blick auf die Stadt.
Noch besser aber ist der nächste Aussichtspunkt. Dafür folgt man der gravel road bis zum Ende, an deren Ende ein relativ steiler Aufstieg auf den Fels zu bewältigen ist. Eine Kette erleichtert die Kraxelei. Die Mühe lohnt sich aber unbedingt, denn von oben hat man einen phantastischen 360°-Panoramablick. In der Ferne können wir sogar den Tafelberg erkennen.
Nachdem wir uns durch diverse Obstbrände durch- probiert haben, entscheiden wir uns schließlich für ein hervorragendes Zwetschgenwasser (120 ZAR für 0,5 l).
Wieder zurück in der Oaktree Lodge besorgen wir uns gegenüber im Supermarkt etwas zum Lunch, das wir uns gemütlich am Pool liegend schmecken lassen. Nachmittags unternehmen wir noch einen Ausflug zum bekannten Nederburg-Weingut. Natürlich machen wir auch hier eine Weinprobe und erstehen einige Flaschen. Zum Abendessen haben wir eine Reservierung im „42 On Main“, nur wenige Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt. Ebenfalls ein sehr gutes Restaurant mit nettem Ambiente. Mit meiner “HONEY GLAZED DUCK BREAST WITH CRUSHED PEPPERCORNS” bin ich sehr zufrieden. Nur Elke hat etwas Pech mit ihrem Straußenfilet, weil es leicht zäh ist. Daran ist sie aber selber schuld, weil sie es versehentlich „medium“ bestellt hat. Wie wir mittlerweile aber wissen, muß man rotes Fleisch in Südafrika grundsätzlich „medium rare“ bestellen, dann ist es in der Regel butterzart. Inklusive einer geteilten Vorspeise, einer Flasche Shiraz, einem Nachtisch und einem Irish Coffe bezahlen wir 343 ZAR (einschließlich Trinkgeld). |
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