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Nochmal genießen wir das leckere Frühstück im gemütlichen Frühstücksraum des Cycads. Dabei quatschen wir uns noch ein wenig mit unseren neuen Bekannten fest, von denen wir uns ja gleich wieder verabschieden müssen. Unsere Fahrt zum Tsitsikamma Nationalpark unterbrechen wir nur für einen Einkaufsstopp in Humansdorp. Gegen 14:00 Uhr erreichen wir den Park und fahren zum Campingplatz des Storms River Rest Camps. Hier, etwas abseits vom allgemeinen Trubel, lunchen wir und schauen dabei den Wellen zu. Leider sind diese, wie schon bei unserem letzten Besuch vor zwei Jahren, wieder relativ klein. Kein Vergleich zu den Brechern, die wir hier vor rund 12 Jahren bewundern durften. Damals, noch zu Zeiten der Apartheid, waren wir hier fast alleine. Der Tourismus machte da noch einen großen Bogen um Südafrika.
Endlich dort angekommen verzichten wir dann aber doch darauf, weil wir mitbekommen, dass andere Badende offensichtlich schmerzhafte Begegnungen mit Quallen gehabt haben. Darauf können wir gerne verzichten, so sehr uns das Wasser auch lockt. Unsere Unterkunft liegt diesmal außerhalb des Parks, weil ein Chalet in der von uns gewünschten Art bei unserer Buchungsanfrage nicht verfügbar war. Wir fahren nach Storms River, wo wir ein Zimmer im „The Armagh“ reserviert haben. Eine tolle Wahl, wie sich herausstellt. Unser Zimmer (groß aber recht einfach eingerichtet) verfügt, wie alle anderen auch, über eine eigene Terasse mit Blick in den liebevoll angelegten Garten. Über unseren Köpfen ranken sich die Weinpflanzen, es ist beschaulich und still. Idylle pur!
Zum Guesthouse gehört auch ein schnuckelig eingerichtetes Restaurant, in dem wir abends essen gehen. Es gibt ein a Der absolue Hit aber ist der Rotwein, für den wir uns entscheiden: ein Excelsior Shiraz Jahrgang 2002. Er kommt aus dem Anbaugebiet um Robertson, wo Johan, der Besitzer des Guesthouses, in regelmäßigen Abständen hinfährt, um seine Vorräte aufzufrischen. Nach dem Essen werfen wir noch einen Blick auf die vielen Visitenkarten, die andere Gäste hier angeheftet haben, und gönnen uns auf der Galerie noch einen Portwein auf Kosten des Hauses.
12. Tag: Nature’s Valley Da ich recht früh wach werde, unternehme ich einen kleinen Spaziergang durch Storms River. Einer der beiden Hunde, die zum Guesthouse gehören, begleitet mich. Der winzige Ort wirkt überaus friedlich zu dieser frühen Stunde. Zwei schwarze Schulkinder, die mir begegnen, grüßen mir fröhlich zu und haben ihren Spaß. Irgendwie fühlt man sich hier ganz weit weg von allem. Das Frühstück im The Armagh ist absolute klasse: es gibt Rühreier, Würstchen, Bratkartoffeln, Pfannkuchen, frisches Obst, Toast, Cornflakes, Yoghurt, frische Säfte. Bisher das beste Frühstück unserer gesamten Tour.
Das „Zentrum“ im Nature’s Valley besteht aus einem Pub und einem kleinen Supermarkt. Im Supermarkt kaufen wir uns erst einmal eine Karte, auf der die hiesigen Wanderwege eingezeichnet sind. Gleich in der Nähe am Strand beginnt der landschaftlich sehr schöne „Salt River Walk“, für dessen Bewältigung wir ca 1 ½ Stunden benötigen. Von den moderaten Anstrengungen erholen wir uns bei einem Bad im hier sehr seichten Meer. Der Biergarten des schon erwähnten Pubs lädt natürlich zu einem Lunch ein. Wir lassen uns super-leckere Straußen-Burger
mit tollen handgeschnittenen Pommes schmecken. Dazu ein paar Bier; es könnte uns auch schlechter gehen. Einen zweiten Walk brechen wir dann wegen der großen Hitze vorzeitig ab. Stattdessen fahren wir zum östlichen Ende des Tals und unternehmen dort noch einen Strandspaziergang und gehen baden. Auch hier sind kaum Menschen, wie fast überall in Nature’s Valley. Noch ein echter Geheimtipp und sicherlich eine reizvolle Alternative zu dem doch recht überlaufenen Storms River Mouth Restcamp. Gegen 17 Uhr sind wir zurück im The Armagh und genießen noch einmal die Idylle unserer Terrasse. So gut das Essen hier auch gestern war, haben wir uns für heute Abend dennoch für eine Alternative entschieden. Die 500 m bis zum Restaurant des Village Inn legen wir mit dem Auto zurück, da es uns abends zum Laufen zu dunkel ist. Der Service hier ist zwar etwas schleppend, das wird durch das hervorragende Essen jedoch mehr als wett gemacht. Elke bekommt ein Straußenfilet mit Amarula-Sauce und ich ein Rinderfilet mit Brandy/Black Peppercorn/Mushroom Sauce. Medium-rare bestellt ist alles superzart und delikat. Als Beilage sind die Potato Wedges sehr zu empfehlen. Der Irish Coffee zum Nachtisch ist mit 10 ZAR unschlagbar günstig und dazu auch noch sehr lecker. Unsere gute Erinnerung an dieses Restaurant, in dem wir vor zwei Jahren schon einmal gegessen haben, hat sich vollauf bestätigt. |
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