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5. Tag: Tzaneen – Sabie
Auf Umwegen fahren wir zurück nach Tzaneen und starten von dort zu einer Rundtour. Über die R528 fahren wir durch waldreiche Landschaft Richtung Haenertsburg. Kurz vor Haenertsburg biegen wir ab zum Ebenezer Damm. Wir suchen eine Querverbindung zur R71, die auf unserer Karte eingezeichnet ist, können diese aber nicht finden. Bevor wir uns total verfahren, fahren wir lieber zurück auf die R528 und biegen dann bei Haenertsburg auf die R71 Richtung Tzaneen ab. Diesen Weg kennen wir bereits von gestern. Noch einmal geht es über den 1370 m hohen Magoebaskloof Pass. Nach dem Pass folgen wir der Abzweigung zu den Debegeni Falls, die wir nach 3 km Fahrt über Schotterpiste erreichen (Eintritt 5 R p.P.).
Bis Sabie brauchen wir dann noch 3 ½ Stunden und kommen dort gegen 18:00 Uhr gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit an. In der Villa Ticino haben wir ein Zimmer für 3 Nächte reserviert. Der Empfang durch unsere deutsch-schweizer Gastgeber Ute und Felix ist überhaus herzlich. Wir fühlen uns gleich wie zu Hause. Ute gibt uns eine ausführliche Erklärung zu den umliegenden Restaurants, und wir entscheiden uns für das “Country Kitchen”, nach Ute’s Aussage das beste Restaurant in Sabie. Die Karte klingt sehr interessant und hält was sie verspricht. Als Vorspeise probieren wir Krokodilstreifen auf Salat und anschließend entscheiden wir uns für Strauß und Ente. Ein ausgezeichnetes Dinner!
6. Tag – Umgebung von Sabie
Wir beginnen unsere heutige Tour mit der Erkundung der in der Nähe von Sabie gelegenen Wasserfälle. Nacheinander fahren wir zum Lone Creek Fall, dem Horseshoe Falls und dem Bridal Veil Fall. Jeder dieser Fälle ist anders. Am schönsten ist sicherlich der Lone Creek Fall, den Horseshoe Fall hätten wir uns auch schenken können. Auch der Bridal Veil Fall ist nicht so sehr beeindruckend. Zu allem Überfluß handeln wir uns auf der teilweise sehr schlechten Schotterpiste dorthin auch noch einen Platten ein. Mit der letzten Luft im Reifen schaffen wir es gerade noch zurück nach Sabie zu einer Reifenwerkstatt.
Unser Tagesprogramm ist jetzt natürlich nicht mehr zu schaffen, und wir beschließen, den Blyde River Canyon und die Goldgräberstadt Pilgrims Rest auszulassen. Da wir diese Orte bereits bei unserer ersten Südafrika-Tour vor 12 Jahren gesehen haben, fällt uns der Verzicht nicht ganz so schwer. Normalerweise wäre natürlich der Blyde River Canyon ein absolutes touristisches Muß.
Um 18:00 Uhr sind wir zurück in der Villa Ticino und gönnen uns erst einmal ein Bier auf der gemütlichen Terasse. Dabei kommen wir mit zwei anderen Gästen, Gabriela und Ruedi aus Luzern in der Schweiz, ins Gespräch. Gemeinsam gehen wir anschließend im direkt nebenan gelegenen Wild Fig Tree Restaurant essen. Die Spezialität hier sind Wildgerichte. Elke probiert noch einmal Krokodil, während ich mir ein dickes Filetsteak schmecken lasse. Auch Rudi und Gabriela sind mit ihrem Essen sehr zufrieden und wir verbringen einen netten Abend miteinander, den wir bei einem Schnaps an der Bar unseres Guesthouses ausklingen lassen. Nachts fällt heftiger Regen, von dem wir mehrmals wach werden.
Natürlich verwöhnt uns Felix auch heute mit einem ausgezeichneten Frühstück und Brote für unterwegs gibt es auch wieder. Anschließend setzten wir uns kurz zusammen und lassen uns Tipps für die heutige Tour geben. Unser erstes Ziel ist die Sudwala Tropfsteinhöhle. Wir kommen gerade rechtzeitig zum Beginn einer Führung (R 30 Eintritt). Hier treffen wir auch Ruedi und Gabriela, die heute die gleiche Tour auf dem Programm haben. Anschließend fahren wir nach Kaapsehoop, ein “Geheimtipp” von Felix. Eine Landschaft, wie man sie eher in Irland vermuten würde und mittendrin Wildpferde, die sich von uns nicht stören lassen. Wirklich idyllisch. Wir genießen die schöne Landschaft auf einer etwa einstündigen Wanderung.
Es ist dann doch schon früher Abend, bis wir wieder in Sabie sind. Jetzt haben wir uns ein Bier auf der Terrasse verdient. Felix leistet uns Gesellschaft und gibt uns weitere Tipps über Südafrika. Er kennt das Land wirklich sehr gut und ist so etwas wie ein wandelnder Reiseführer. Einmal mehr sind wir von der sehr persönlichen Betreuung in diesem Guesthouse mächtig beeindruckt. Ute reserviert uns einen Tisch im gegenüber gelegenen “The Woodsman” und empfiehlt uns als Wein einen HAUT CARBIERE CHARDONNAY PINOT NOIR. Auch heute gehen wir gemeinsam mit Gabriela und Ruedi zum Essen. “Ach, ihr seid die vier aus der Villa Ticcino”, werden wir begrüßt, “Euer Wein steht schon bereit.” Kein schlechter Service, das muß man sagen. Der Wein ist wirklich klasse, und mit 49 R die Flasche supergünstig. Auch unsere Forelle schmeckt vorzüglich. Alles in allem mal wieder ein toller Abend zu viert.
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