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4. Tag: Pilanesberg NP – Tzaneen
Zurück in Kwa Maritane lassen wir uns das Frühstück schmecken und sind um 9:30 abfahrbereit. Über Warmsbath fahren wir auf die gebührenpflichtige Autobahn N1 bis 10 km vor Pietersburg. Dort geht es ab auf die R71 Richtung Tzaneen. Nun fahren wir durch das “richtige Afrika”. Endlose Siedlungen der schwarzen Bevölkerung, kein weißes Gesicht mehr zu sehen. Erst in Haenertsburg ändert sich das Bild wieder. Ein netter kleiner Ort mit viel Grün und Blumen. Es gibt einige Kunsthandwerkgeschäfte, Tee-Gärten und Restaurants. Ein friedlicher Fleck Erde, landschaftlich sehr schön in einer Berggegend gelegen. Hinter Haenertsburg bleiben wir auf der R71 und folgen dem Magoebaskloof Pass Richtung Tzaneen. Der Pass wird in den Reiseführern als sehr spektakulär beschrieben. Eine Einschätzung, die wir nicht ganz teilen können. Je näher wir Tzaneen kommen, desto mehr ändert sich die Landschaft, die hier subtropischen Character annimmt. Tee- und Bananenplantagen so weit das Auge reicht. Am Straßenrand wird frisches Obst und Gemüse verkauft. Die Preise sind für uns unglaublich niedrig: Mangos zu 0,10 € das Stück, 10 Kilo Avocados (was macht man nur mit sovielen Avocados?) 2,50 €, 1 Kilo Bananen 0,30 €. Tzaneen ist ein relativ großes Städtchen, dass einen angenehmen Eindruck macht. Nachdem wir unsere Besorgungen im Supermarkt erledigt haben, suchen wir einen Optiker auf, weil Elke eine Schraube ihrer Sonnenbrille - die hier unverzichtbar ist - verloren hat. Die kleine Reparatur wird kostenlos durchgeführt, obwohl wir dem (schwarzen) Optiker fairerweise sagen, dass wir keine Stammkunden werden. Anschließend fahren wir zum Coachhouse, einer exklusiven Country Lodge etwa 16 km außerhalb von Tzaneen. Wir reservieren uns einen Tisch auf der Terrasse für das Abendessen. Nebenbei erkundigen wir uns nach den Übernachtungspreisen. 800 Rand (ohne Frühstück) sind uns dann aber doch zuviel, zumal es schon fast Abend ist und wir von den Hotelannehmlichkeiten nicht mehr viel nutzen könnten.
Für 195 R pro Person (inkl. Frühstück) bekommen wir ein großes Zimmer, dass in Schlaf- und Wohnraum unterteilt und ganz nett eingerichtet ist. Chamay, unser Gastgeber, serviert uns ein Bier im Garten und seine zwei Hunde leisten uns Gesellschaft. Wir fühlen uns wohl. Die abgeschiedene Lage mit weitem Blick ins Tal hat was. Zum Essen müssen wir natürlich mit dem Auto fahren. Das Abendessen im Couch House ist eine stilvolle Angelegenheit. Perfekter Service und hervorragende Küche. Natürlich hat so etwas auch in Südafrika seinen Preis, aber 160 R (16 €) für ein 5-Gang-Menü dieser Qualität sind für unsere Verhältnisse natürlich sehr günstig. Ein wunderschöner Abend!
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