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bulletReisebericht Alaska und Yukon mit dem Wohnmobil: Ankunft in Anchorage

1. Tag
Köln - Anchorage


Es ist Montag morgen, 6.00 Uhr, und wir vier sitzen in der S-Bahn nach Köln. Wir vier - das sind: Sonja, Uwe, Elke und ich. Uwe ist Elke's Bruder, und er und Sonja haben vor zwei Tagen geheiratet. Jetzt starten sie zu ihrer Hochzeitsreise nach Alaska (wohin auch sonst?!?), und wir zwei sind auch mit von der Partie. Wegen der Hochzeits-Feierlichkeiten haben wir die letzten zwei Nächte nur wenig geschlafen. Unsere Müdigkeit bekämpfen wir daher mit einer Flasche Sekt und stoßen auf den bevorstehenden Urlaub an. Die Mitreisenden gucken angesichts der Tageszeit etwas irritiert.

Alaska is bigIn Köln-Deutz steigen wir aus und nehmen ein Taxi zum Köln-Bonner Flughafen. Da wir bereits am Vorabend eingecheckt haben, reisen wir jetzt nur noch mit Handgepäck. Sehr praktisch! Pünktlich um 9:00 Uhr startet unser Flug mit der Condor nach Anchorage. Condor ist die einzige Airline, die einen Direktflug von Deutschland nach Anchorage anbietet. Die Flugzeit beträgt nur 9 Stunden. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber Linien-Verbindungen, wo man ein- bis zweimal umsteigen muß und zum Teil mehr als 20 Stunden unterwegs ist. Bereits aus der Luft stellen wir fest, dass Alaska wirklich sehr “big” ist.

Anchorage empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein. 9 Stunden Flug und 9 Stunden Zeitdifferenz bewirken, dass wir zur gleichen Zeit landen, zu der wir abgeflogen sind. Wir dürfen also diesen Tag noch mal von vorne beginnen. Für die erste Nacht haben wir ein Hotel in Flughafennähe reserviert, da wir unsere Wohnmobile erst am nächsten Tag übernehmen können. Zufällig steht gerade ein Shuttle-Bus des Hotels vor dem Flughafengebäude. Ein paar Minuten Fahrt und wir checken im West Coast International Inn ein. Obwohl es noch früher Morgen ist, haben wir Glück und können unsere Zimmer sofort beziehen.

Wir machen uns ein bißchen frisch und gehen erst einmal in der Nähe des Hotels in einem Coffee-Shop frühstücken. Jetzt fühlen wir uns ausreichend gestärkt, die Herausforderung eines Fußmarsches nach Downtown Anchorage anzunehmen. Wahrscheinlich hat das vor uns noch keiner gemacht. Welcher Amerikaner käme schon auf die Idee, freiwillig 10 km zu Fuß zu gehen? Wir aber wollen unsere müden Knochen unbedingt bewegen.

Vorbei geht es am Lake Spenard / Lake Hood Richtung Downtown. Der Lake Spenard ist der größte Airport für Wasserflugzeuge in Alaska. Es ist interessant, die kleinen Flugzeuge beim Starten und Landen zu beobachten. Unser Weg führt uns durch eine schöne Wohngegend, wo offensichtlich die nicht ganz so Armen zu Hause sind. Hier verlieren wir dann die Orientierung und stehen etwas ratlos mit unserer Karte in der Gegend herum. Wir erwecken die Aufmerksamkeit eines netten Gentleman, der seine Gartenarbeit unterbricht und uns fragt, ob er uns helfen kann. Wir erhalten eine präzise Wegbeschreibung und obendrein auch noch einen detaillierten Stadtplan von Anchorage geschenkt. Thank you very much!

Weiter geht es entlang des Knik Arm mit Blick über das Wasser und auf Downtown. Mittlerweile steht die Sonne hoch am Himmel und wir geraten ganz schön ins Schwitzen. Unser erster Weg in der Stadt führt uns erst mal in einen Pub, wo wir etwas trinken und eine Kleinigkeit essen. Danach gehen wir ins Log Cabin Visitor Center, Ecke 4th Avenue und F Street, und versorgen uns mit Informationsmaterial.
Müde: Sonja, Uwe und Patrick
Downtown Anchorage macht einen ganz netten Eindruck, ist recht übersichtlich und läßt sich bequem zu Fuß erkunden. Viel gibt es allerdings nicht zu entdecken.

So bummeln wir ziellos durch Straßen und Geschäfte und können uns mittlerweile vor Müdigkeit kaum noch auf den Beinen halten. In einem Shopping Center lassen wir uns auf einer Bank nieder und schlafen fast ein. Leider ist es erst vier Uhr nachmittags, und wir müssen noch ein paar Stunden durchhalten

Also wieder raus auf die Straße! Dort entdecken wir das Glacier Brewhouse und beschließen, die Müdigkeit mit ein paar Bier zu bekämpfen. Der Laden ist echt gemütlich und tatsächlich kommen wir wieder etwas besser in Form. Gegen 18:00 Uhr setzten wir uns in ein Taxi und lassen uns zu dem mexikanischen Restaurant La Mex (900 W 6th Avenue, Tel. (907)274-7678) fahren. Während des Essens droht uns die Müdigkeit endgültig zu übermannen. Immerhin sind wir jetzt fast 24 Stunden auf den Beinen und haben die beiden Nächte zuvor nur jeweils 3 - 4 Stunden geschlafen. Wir nehmen uns ein Taxi ins Hotel und fallen todmüde in die Betten.

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