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bulletReisebericht Kroatien mit dem Wohnmobil: Die Heimreise

Einer der seltenen Blicke auf den Faaker See17. Tag, Samstag, 29.09.2007
Faak am See, Kärnten (Österreich) – Bad Reichenhall - 202 km

Wetter: wolkig bis sonnig, ca. 18° C

Nach dem Frühstück umrunden wir den See zu Fuß. Dafür benötigen wir knapp zwei Stunden. Leider führt der Weg nur selten direkt am See entlang, da dieser ziemlich zugebaut ist bzw. von privaten Badeplätzen dominiert wird. Trotzdem bietet sich uns gelegentlich der ein oder andere schöne Blick.

Vom Faaker See sind es nur ein paar Minuten Fahrt bis nach Villach, der zweitgrößten Stadt Kärntens. Hier machen wir einen Einkaufsstopp und bummeln ein wenig durch die Fußgängerzone. Drei Stunden später haben wir wieder deutschen Boden unter den Rädern und steuern kurz hinter der Grenze den Wohnmobil-
stellplatz von Bad Reichenhall an.

Der Platz ist ruhig gelegen und kostenlos. Wie schön, sich endlich mal wieder nicht auf einem Campingplatz anmelden müssen. Das Kurviertel ist in 15 Minuten zu Fuß erreicht. Optimale Bedingungen für eine Zwischenübernachtung.






18. Tag, Sonntag, 30.09.2007
Bad Reichenhall - Ruhpolding - 29 km
Wetter: überwiegend sonnig, ca. 20°


Einer der seltenen Blicke auf den Faaker SeeDer Wetterbericht hält, was er verspricht. Ein meist sonniger Tag im schönen Bayern. Wir fahren ins nahe gelegene Ruhpolding und versorgen uns dort an der Touristeninformation mit Informations-
material über Wanderungen und Radtouren. Einen Wohnmobi-
stellplatz gibt es vor dem örtlichen Campingplatz, etwa 3 km vom Ortszentrum entfernt. Die Übernachtung kostet 8 € einschließlich V+E, die auf auf dem Campingplatz erledigt werden kann.

Wir begeben uns auf die wunderschöne Radtour „Rund ums Tal“ (Tour 2, ca. 20 km, gut beschildert). Da sie am Campingplatz vorbei führt, können wir gleich hier einsteigen. Bayern wie aus dem Bilderbuch. Strahlend blauer Himmel und leuchtende Herbstfarben.

Wir sind sehr angetan von der schönen Gegend. Typisch bayerisch gestaltet sich unsere Mittagsrast in einem Biergarten, wo wir uns den lokalen Spezialitäten hingeben (Gasthaus Brand in der Nähe des „Märchenwaldes“).

Und kurz bevor wir wieder den Campingplatz erreichen, gibt’s noch ein weiteres Bier im ebenfalls sehr urigen Gasthaus Fritz am Sand, das natürlich auch über einen Biergarten verfügt.


Ein typisch bayerischer Gasthof

Abendliches Farbenspiel bei RuhrpoldingWir sind gerade rechtzeitig zurück am Womo, um noch die zweite Halbzeit des Endspiels der Frauen-Fußball-WM verfolgen zu können. Unsere Mädels werden durch ein 2:0 über Brasilien Weltmeister. Das passt einfach hervorragend zu diesem tollen Tag.

Anschließend wandern wir noch ein Stündchen, und dann neigt sich auch dieser schöne Tag leider viel zu früh seinem Ende zu. Vor unserem Womo sitzend verfolgen wir, wie die Abendsonne für ein äußerst attraktives Farbenspiel sorgt. Wenn das Wetter mitspielt, dann ist der Herbst eine sehr attraktive Reisezeit. Leider nur sind die Tage schon recht kurz, und wenn die Sonne untergeht, wird es schnell recht kühl.

So ist denn dann auch schon dunkel, als wir später gut eingepackt  zu einem nicht weit entfernten Restaurant radeln. Es war uns bei unserem Spaziergang aufgefallen, weil es mit „Wildwochen“ warb.

Mit der Wahl des Restaurants lagen wir dann auch goldrichtig.  Reh und Hirsch schmecken vorzüglich.






19. Tag, Montag, 01.10.2007
Ruhpolding – München – 120 km
Wetter: überwiegend sonnig, ca. 22° C


Womo-Stellplatz in MünchenWenn wir schon mal zur Wiesnzeit in der Gegend sind, können wir uns ja auch mal das Oktoberfest anschauen. Die Übernachtungs-
frage ist ja dank Wohnmobil kein Problem. Gegen Mittag erreichen wir München und lassen uns von unserem Navi zur Siegenburger Str. dirigieren, wo jetzt zur Wies’n ein temporärer Womo-
Stellplatz für ca. 250 Fahrzeuge eingerichtet ist. Zu unserer Überraschung ist der Platz nur zu gut einem Drittel - davon die Mehrzahl Italiener - belegt. Am Wochenende wären wir hier wohl kaum so problemlos unterkommen. 24 Euro für einen Stellplatz sind zwar ein sehr stolzer Preis, dafür gibt es aber auch Duschen, Toiletten, V+E und 24 Stunden Security. Eine legale Alternative wird man übrigens kaum finden, denn die Stadt ist förmlich mit Womo-Parkverbotsschildern übersät.

Zu Fuß ist die Theresienwiese von unserem Stellplatz in 30 Minuten erreicht. Nachdem wir eine gute Stunde über den Rummel gebummelt sind, machen sich bei uns beiden arge Durstgefühle bemerkbar. Also rein ins nächstbeste Zelt mit dem Ziel den Durst mit geeigneten Mitteln zu bekämpfen.

Frohen Mutes steuern wir einen der vielen freien Plätze an. “Reserviert ab 16:00 Uhr” müssen wir dort lesen. Schnell stellen wir fest, dass sich an ausnahmslos jedem der freien Tische ein Reserviert-Schild befindet. Wir checken die Lage noch in zwei bis drei anderen Zelten, doch überall dasselbe Spiel. Da waren wir wohl ein wenig naiv. Einfach so ins Bierzelt marschieren und eine Mass trinken ist nicht.

Zum Glück ist das Wetter schön, und es gibt ja auch noch eine Außengastronomie. Zwar bekommen wir dort nichts von der Stimmung in den Zelten mit, aber wir unterhalten uns sehr angeregt mit einem netten Münchener Ehepaar, das neben uns sitzt. Während der nächsten vier Stunden ist gemeinsames Stemmen der Maßkrüge angesagt. Bevor wir ganz hinüber sind, reißen wir uns von der gemütlichen Runde los, um doch noch mal einen Blick in das ein oder andere Zelt zu werfen. Zwar gibt es auch jetzt keine Chance auf einen Sitzplatz, aber zumindest können wir stehend am Rand ein wenig am Geschehen teilnehmen. Gegen Mitternacht sind wir wieder zurück in unserem Womo. Fazit für uns: War ganz nett (und teuer!) das mal gesehen zu haben, aber noch mal muss nicht unbedingt sein.



20. Tag, Dienstag, 02.10.2007
München – Wertheim - 330 km
Wetter: durchwachsen ca. 20° C


Mit brummenden Schädeln wachen wir auf. War wohl nicht ganz ohne das Wiesnbier. Nach einer Kopfschmerztablette und einem kräftigen Frühstück ist das Wohlbefinden aber wieder hergestellt. So machen wir uns dann am späten Vormittag auf die vorletzte Etappe unserer Heimreise. Den ersten Zwischenstopp machen wir im Outlet Center in Ingolstadt (für uns nicht wirklich lohnend), den zweiten bei Verwandten in Herzogenaurach (lohnt immer). Gegen Mitternacht steuern wir den günstig neben der A3 gelegenen Stellplatz des Expocamp an, dass direkt neben dem Outlet Center Wertheim Village liegt.



21. Tag, Mittwoch, 03.10.2007
Wertheim – Hilden - 286 km

Auch die letzte Etappe dieses Urlaubs legen wir problemlos zurück und sind gegen Mittag wieder zu hause.

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