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bulletReisebericht nordöstliches Südafrika: Sun City

1.Tag
Johannesburg – Sun City: 205 km


Wir fliegen zum ersten Mal mit Iberia. Ausschlaggebend war der günstige Flugpreis von knapp 600 € und die angenehmen Flugzeiten. Abends um 20:00 Uhr geht es von Düsseldorf nach Madrid und von dort um 0:30 Uhr weiter nach Johannesburg, wo wir gegen 11:30 Uhr am nächsten Vormittag landen. Ein angenehmer Nachtflug, den wir größtenteils verschlafen. Da läßt es sich damit leben, dass der Service der Iberia nicht gerade überwältigend ist. Kein Vergleich jedenfalls mit den asiatischen Carrieren, mit denen wir zuletzt nach Australien geflogen sind.

Dummerweise sitzen wir ganz hinten im Flieger und können diesen daher erst als letzte verlassen. Dies bedeutet für uns langes Anstehen an der Immigration. Es dauert über eine Stunde, bis wir die Einreiseformalitäten hinter uns gebracht haben. Am Geldautomaten versorgen wir uns erst einmal mit südafrikanischen Rand, dann geht es nach Avis. Den Wagen der Kategorie D hatte ich über das Internet bei Avis reserviert. Kostenpunkt ca. 550 Euro für zwei Wochen, Versicherungen inklusive bei 10 % Selbstbeteiligung.

Das uns zugedachte Auto erweist sich als die A-Klasse von Mercedes. Der Versuch, unser Gepäck im Kofferraum zu verstauen, scheitert jedoch kläglich. Viel zu klein! Sichtbar im Innenraum wollen wir unsere Sachen aber auch nicht transportieren, da uns das Diebstahlrisiko zu groß ist. Also zurück zum Schalter und um ein anderes Auto bitten. Schließlich bekommen wir einen Nissan Almeira mit einem wesentlich größeren Kofferraum.

Die Zufahrt zum Palace Hotel in Sun CityAus dem Parkhaus heraus führt der Weg direkt auf die Autobahn. Unser Ziel ist Sun City, das südafrikanische ‘Las Vegas’. Dank einer ausführlichen Wegbeschreibung, die wir von Avis erhalten haben, finden wir problemlos aus dem Autobahnlabyrinth rund um Johannesburg heraus. Da Sonntag ist, herrscht relativ wenig Verkehr. Elke blättert im Avis-Heft und liest mir die Vorsichtsmaßnahmen vor, die man gegen das Car-Hijacking ergreifen soll. Zum Glück beschränkt sich diese Form des Verbrechens überwiegend auf den Raum Johannesburg (unter Südafrikanern auch “Gangster-City” genannt), um den wir eh einen großen Bogen machen wollen. Einschließlich einer Lunchpause und Wasserkauf im Supermarkt benötigen wir knapp 3 Stunden für die 200 km lange Strecke.

An der Einfahrt zu Sun City müssen wir unseren Namen nennen und unsere Hotelreservierung wird überprüft. Wir können es kaum glauben, als man uns mitteilt: “You are upgraded to Palace Hotel”. Dazu muß man wissen, dass das Palace ein 5-Sterne-Schuppen ist, der zu den “leading hotels of the world" zählt und mit Abstand die teuerste Unterkunft in Sun City ist. Wir hingegen hatten über die Internet-Seite von Sun International mit dem “Cabanas” das günstigste Hotel in Sun City reserviert (mit 980 ZAR pro Nacht auch schon recht teuer für südafrikanische Verhältnisse). Vorsichtshalber frage ich nach, ob denn dieser Preis auch für das Palace gelten würde, was mir bestätigt wird.

Der Pool im Palace HotelSo fahren wir dann an der pompösen Einfahrt des Palace vor, wobei wir vorher noch eine Kontrolle überwinden müssen, denn der Zugang zu diesem Luxushotel ist mit wenigen Ausnahmen nur Hotelgästen vorbehalten. Vier Bedienstete stürzen sich auf unser Auto, reißen die Türen auf, nehmen uns unser Gepäck ab und fahren den Wagen in die Tiefgarage. Unsere letzten Zweifel, ob denn wirklich alles seine Richtigkeit hat, werden an der Rezeption beseitigt. Wir haben tatsächlich eine Reservierung hier. Der Urlaub fängt gut an!

Nachdem wir unser großzügiges Zimmer bezogen haben, geht es erst einmal an den Swimming Pool. Wahnsinn, einen so großen Pool haben wir noch nie in einem Hotel gesehen. Der ist bestimmt 50 m lang, und wir tummeln uns ganz alleine darin.

Eine weitere angenehme Überraschung erwartet uns nach dem Schwimmen an der Poolbar, wo wir mit einem Cocktail auf den Beginn unseres Urlaubs anstoßen. Die Preise für die Nebenkosten sind für ein Hotel dieser Kategorie ausgesprochen niedrig. Für einen großen Cocktail zahlen wir gerade mal 25 ZAR (2,50 €).

Abends setzten wir uns in einen Shuttle-Bus und fahren zu den anderen Hotels des Komplexes. Nachdem wir uns einige Restaurants angesehen haben, entscheiden wir uns für das Fishmonger Restaurant, das zum Cascades Hotel gehört. Hier sitzt man halb draußen in tropischer Atmosphäre und kann aus einer umfangreichen Karte auswählen, die hauptsächlich leckere Seafood-Gerichte im Angebot hat.


Valley of Waves in Sun City
2.Tag
Sun City: 0 km


Nach dem Aufstehen drehen wir erst einmal eine Runde in dem Super-Pool. Wieder haben wir dieses riesige Planschbecken für uns alleine. Einfach herrlich.

Zum Frühstücken fahren wir ins Cabanas, das Hotel, das wir eigentlich gebucht hatten. Auf der Terrasse im Freien genießen wir ein üppiges Frühstücksbuffet (ZAR 59). Hier wird uns auch klar, warum man uns upgegradet hat. Das Hotel ist voll belegt von einer kongolesischen Delegation, die irgend etwas mit einer politischen Partei zu tun hat. Uns soll’s recht sein.

Unsere Badesachen haben wir gleich mitgebracht und laufen daher nach dem Frühstück zum “Valley of Waves”, einer imposanten Wasserwelt mit Strand und künstlichen Wellen. Uns wird der Rummel aber bald zuviel. Den Nachmittag verbringen wir daher lieber im Schatten am Pool unseres 5-Sterne-Hotels.

Das Palace gegen AbendZum Abendessen haben wir heute eine Verabredung, zu der ein fast unglaublicher Zufall geführt hat. Beim Surfen im Internet war ich auf der Homepage von Heinrich Bernreuther gelandet und hatte dort seinen Reisebericht über Westaustralien entdeckt. Beim Lesen stellte sich heraus, dass wir vor einigen Monaten zur gleichen Zeit in Westaustralien waren und an den gleichen Plätzen gewesen sind. Dies nahm ich zum Anlass, mit Heinrich in Mailkontakt zu treten.

Beim E-Mail-Austausch stellte sich dann heraus, dass wir beide in der kommenden Woche in Sun City sein würden. Es gibt schon verrückte Zufälle!

Da Heinrich auch im Palace wohnt, treffen wir uns im Foyer. Wir setzen uns in einen Shuttle-Bus und fahren zum Cabanas, wo wir im Butcher-Restaurant essen gehen. Wie der Name vermuten lässt, sind Steaks hier die Spezialität.

Klar, dass wir uns viel zu erzählen haben. Unser gemeinsames Hobby Reisen und Homepage sorgt für reichlich Gesprächsstoff. Wir beschließen den Abend gegen Mitternacht bei einem Absacker an der Hotelbar im Palace.

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