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bulletReisebericht nordöstliches Südafrika: Tzaneen

4. Tag
Pilanesberg NP – Tzaneen: 522 km


Nilpferde im Pilanesberg NationalparkWir stehen um 6:00 Uhr auf und begeben uns auf Pirschfahrt. Außer einer Giraffe bekommen wir aber keine Tiere zu Gesicht. Erst an der “Manke Lake View Platform” haben wir wieder Glück. Mindestens 10 Nilpferde liegen unweit des Viewpoints faul im Wasser. Leider schauen wir direkt in die grelle Morgensonne; daher ist die Stimmung nicht so schön wie gestern im Abendlicht mit der Sonne im Rücken.

Zurück in Kwa Maritane lassen wir uns das Frühstück schmecken und sind um 9:30 Uhr abfahrbereit. Über Warmsbath fahren wir auf die gebührenpflichtige Autobahn N1 bis 10 km vor Pietersburg. Dort geht es ab auf die R71 Richtung Tzaneen. Nun fahren wir durch das “richtige Afrika”. Endlose Siedlungen der schwarzen Bevölkerung, kein weißes Gesicht ist mehr zu sehen.

Erst in Haenertsburg ändert sich das Bild wieder. Ein netter kleiner Ort mit viel Grün und Blumen. Es gibt einige Kunsthandwerkgeschäfte, Tee-Gärten und Restaurants. Ein friedlicher Fleck Erde, landschaftlich sehr schön in einer Berggegend gelegen.

Hinter Haenertsburg bleiben wir auf der R71 und folgen dem Magoebaskloof Pass Richtung Tzaneen. Der Pass wird in den Reiseführern als sehr spektakulär beschrieben. Eine Einschätzung, die wir nicht ganz teilen können. Je näher wir Tzaneen kommen, desto mehr ändert sich die Landschaft, die hier subtropischen Charakter annimmt. Tee- und Bananenplantagen so weit das Auge reicht. Am Straßenrand wird frisches Obst und Gemüse verkauft. Die Preise sind für uns unglaublich niedrig: Mangos zu 0,10 € das Stück, 10 Kilo Avocados (was macht man nur mit so vielen Avocados?) 2,50 €, 1 Kilo Bananen 0,30 €.

Tzaneen ist eine relativ große Stadt
, die einen angenehmen Eindruck macht. Nachdem wir unsere Besorgungen im Supermarkt erledigt haben, suchen wir einen Optiker auf, weil Elke eine Schraube ihrer Sonnenbrille - die hier unverzichtbar ist - verloren hat. Die kleine Reparatur wird kostenlos durchgeführt, obwohl wir dem Optiker fairerweise sagen, dass wir keine Stammkunden werden.

Mountain Glen GuesthouseAnschließend fahren wir zum Coachhouse, einer exklusiven Country Lodge etwa 16 km außerhalb von Tzaneen. Wir reservieren uns einen Tisch auf der Terrasse für das Abendessen. Nebenbei erkundigen wir uns nach den Übernachtungspreisen. 800 Rand (ohne Frühstück) sind uns dann aber doch zuviel, zumal es schon fast Abend ist, und wir von den Hotelannehmlichkeiten nicht mehr viel nutzen könnten.

Etwa 4 km entfernt gibt es zwei B&Bs, die ich bereits per Internet erkundet hatte. Zunächst fahren wir zur King Walden Lodge und fragen nach einem Zimmer. Was man uns zeigt, ist jedoch recht altertümlich und spricht uns nicht gerade an. Dankend lehnen wir ab und fahren zum Mountain Glen Guesthouse, das weit ab der Straße liegt und über einen einsamen unbefestigten Weg zu erreichen ist.

Für 195 R pro Person (inkl. Frühstück) bekommen wir ein großes Zimmer, dass in Schlaf- und Wohnraum unterteilt und ganz nett eingerichtet ist. Chamay, unser Gastgeber, serviert uns ein Bier im Garten, und seine zwei Hunde leisten uns Gesellschaft. Wir fühlen uns wohl. Die abgeschiedene Lage mit weitem Blick ins Tal hat irgendwie etwas.

Zum Essen müssen wir mit dem Auto fahren. Das Abendessen im Couch House ist eine stilvolle Angelegenheit. Perfekter Service und hervorragende Küche. Natürlich hat so etwas auch in Südafrika seinen Preis, aber 160 R (16 €) für ein 5-Gang-Menü dieser Qualität sind für unsere Verhältnisse natürlich sehr günstig. Ein wunderschöner Abend!

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