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bulletReisebericht Westen der USA 2008: Death Valley und Las Vegas

Sonntag, 20.04.08
Schuhe im BaumYucca Valley – Furnace Creek, Death Valley
Gefahren: 304 Meilen (486 km)
Wetter, sonnig, 32° C


Um 6:00 Uhr nehmen wir noch das im Übernachtungspreis enthaltene Continental Breakfast mit und dann sind wir auch schon wieder unterwegs. Heute liegt ein größeres Stück vor uns, denn wir wollen ins Death Valley.

Wir fahren durch endlose einsame Gegend und erreichen schließlich Amboy, ein totes kleines Nest an der historischen Route 66. Ein Baum am Strassenrand, der voller Schuhe hängt, erregt unsere Aufmerksamkeit. Welche tiefere Bedeutung dies haben mag, entzieht sich jedoch unserer Kenntnis.

Weiter geht es, bis wir in die Mohave Wüste kommen, wo Kelso Duneswir einen Stopp bei den Kelso Dunes einlegen. Hierbei handelt es sich - mit einer Höhe von knapp 200 m - um die höchsten Sanddünen Kaliforniens. Früh am Sonntag Morgen sind wir hier fast alleine und genießen bei einem zweiten Frühstück aus unserem Cooler die Stille und die schöne Aussicht.

Frühstück an den Kelso DunesKelso Dunes





















Kelso DunesWir laufen noch ein wenig in den Dünen herum, können uns aber - auch aus Zeitgründen - nicht zu einer längeren Wanderung aufraffen. Das Schattenbild, daß in den Banner unsere Homepage integriert ist, ist übrigens hier in den Kelso Dunes aufgenommen worden.

Auf der Weiterfahrt legen wir den nächsten Stopp in dem kleinen Ort Baker ein. Abgesehen davon, dass es hier eine ganz gute Infrastruktur mit Restaurants und Geschäften gibt, wartet Baker sogar mit einer besonderen Sehenswürdigkeit auf.

Das größte Thermometer der WeltHier steht nämlich “World’s tallest thermometer”, auf gut Deutsch das größte Thermometer der Welt. Die Höhe von 134 Fuß ist natürlich kein Zufall, sondern soll an die mit 134° Fahrenheit (56,6° C) höchste Temperatur erinnern, die jemals in den USA, genauer gesagt im nahe gelegenen Death Valley, gemessen wurde.

Im Death Valley angekommen gilt unser erster Stopp einem Picknickplatz, wo wir bei recht Badwaterstarkem Wind unseren Lunch einnehmen. Nicht wirklich ein idyllisches Plätzchen und eine sehr ungewöhnliche Gegend für ein Picknick.

Die erste Sehenswürdigkeit, die uns im Death Valley erwartet, ist Badwater, mit 86 m unter dem Meeresspiegel tiefster und zugleich heißester Punkt der USA. Ein riesiger Salzsee erstreckt sich hier. Selbst mit Sonnenbrille blendet das gleißende Weiß sehr stark.

Zum Glück ist es heute bei Temperaturen um die 30 °C sehr angenehm. Wie es hier gewesen sein muss, als man die bisherige Rekordtemperatur von über 56° C gemessen hat, können wir uns einfach nicht vorstellen. Fast das Doppelte der heutigen Temperatur!

Einige Meilen weiter kommen wir zum „Devils Golf Course“. Eine bizarre Landschaft, die schwer zu beschreiben ist. Aber zum Glück gibt es ja Bilder:

Devils Golf Course - Bild 1Devils Golf Course - Bild 2





















Nachdem wir einen kleinen Walk zur „Natural Bridge“ unternommen haben fahren wir noch den sehr schönen Scenic Drive „Artist’s Palette“. Wahnsinn, welch unterschiedliche Farben die Felsen hier haben!

Artist's Palette - Bild 1Artist's Palette - Bild 2





















Zufahrt zur Furnace Creek RanchJetzt brauchen wir aber unbedingt etwas Erholung, denn wir sind heute nun schon 10 Stunden unterwegs. Jetzt merken wir auch, daß uns auch der Jetlag noch immer in den Knochen steckt.

Nur noch 5 Meilen und wir erreichen die Furnace Creek Ranch. Hier beziehen wir unser vorgebuchtes Zimmer mit eigener Terrasse. Alternativ zur Ranch kann man auch im wesentlich luxuriöseren Furnace Creek Inn absteigen. Bei entsprechenden Preisen, versteht sich.

Die nächsten zwei Stunden verbringen wir am Swimmingpool, der mit 28°C Wassertemperatur jedoch keine wirkliche Abkühlung bietet.

Gegen Abend fahren wir zum Zabriskie Point, der sich bei Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang besonders fotogen präsentiert. Obwohl Alkohol in der Öffentlichkeit in den USA ja eigentlich verpönt ist, genießen wir die spektakuläre Szenerie ohnes chlechtes Gewissen bei einer Dose Bier.

Das Abendessen nehmen wir auf unserer Terrasse ein. Mitgebrachtes Baguette mit Käse und Rotwein sind eine leckere und preiswerte Alternative zum überteuerten Restaurant der Furnace Creek Ranch.

Zabriskie Point - Bild 1Zabriskie Point - Bild 2













 








Montag, 21.04.08
Furnace Creek, Death Valley – Las Vegas
Gefahren: 163 Meilen (261 km)
Wetter, sonnig, 30° C


Zabriskie Point - Bild 3Gegen 6:00 Uhr sind wir wieder am Zabriskie Point, diesmal zum Sonnenaufgang. Auf dem Parkplatz spricht uns ein Schweizer Pärchen an. Die beiden sind um 2:00 Uhr nachts hier raus gefahren, um Bilder bei Vollmond zu machen, und hängen seitdem hier fest, weil ihr Auto nicht mehr anspringt. Hilfe konnten sie nicht rufen, da es im Death Valley keinen Handy-Empfang gibt. Wir fahren die beiden schnell nach Furnace Creek, von wo sie ihren Autovermieter anrufen können. Gerade noch rechtzeitig zum Sunrise sind wir zurück am Zabriskie Point.

Vor dem Frühstück drehen wir noch eine Runde im Swimming Pool. Heute freuen wir uns über das warme Wasser, denn die Lufttemperatur liegt so früh am Morgen erst bei 15°C. Auch das Frühstück bestreiten wir aus eigenen Vorräten. Für den Kaffee haben wir eine Kaffeemaschine auf dem Zimmer.

Bevor wir das Death Valley verlassen, fahren wir noch einen weiteren Aussichtspunkt an. Der Blick vom über 5.000 Fuß hoch gelegenen „Dante`s View“ ist einfach atemberaubend. Diese Weite und Stille ist schwer zu begreifen. Kaum zu glauben, dass uns in wenigen Stunden ein ganz anderes Extrem bevorsteht!

Dieses Extrem heißt Las Vegas und wir erreichen es gut drei Stunden später. Wir checken im luxuriösen Mandalay Bay ein, einem Casino-Hotel mit mehr als 3.000 Zimmern. Hier haben wir ein Special Offer vorgebucht, bei dem uns die Nacht umgerechnet keine 80 Euro kostet. Ein Spottpreis für ein Hotel dieser Kategorie. Unser Zimmer im 28. Stock ist überaus komfortabel ausgestattet. Selbst im Badezimmer gibt es einen LCD-Fernseher. Aus dem Fenster bietet sich uns ein überwältigender Blick auf die großzügige Pool-Anlage des Mandaley Bay.

Blick von unserem Zimmer im Mandaley BayDas Mandalay Bay Hotel in Las Vegas





















Dahin zieht es uns jetzt auch mit Macht. Es gibt 8 Swimming-Pools, einen Sandstrand und als Höhepunkt ein riesiges Becken mit Wellenbetrieb. Leider geht es hier ziemlich lebhaft zu. Die zahlreichen Liegen stehen dicht an dicht und aus den allgegenwärtigen Lautsprechern erfolgt eine permanente Musikbeschallung. Wir verziehen uns in einen etwas ruhigeren Teil der Anlage und lassen uns in einer der wenigen schattigen Ecken nieder.

Eiffelturm in Las VegasAbends bummeln wir den Strip entlang. Seit unserem letzten Besuch vor 16 Jahren hat sich so ziemlich alles verändert. Dort, wo jetzt unser Hotel steht, war früher der Ortseingang von Las Vegas, und der eigentliche Strip begann erst ein ganzes Stück später. In der Zwischenzeit wurde er einfach Richtung Wüste verlängert, denn Platz hat man hier ja genug. So kommt es, dass unser Hotel direkt gegenüber dem Flughafen liegt, den man ursprünglich mal außerhalb der Stadt angesiedelt hatte. Zum Glück macht sich die Nähe zum Flughafen aber nicht störend bemerkbar.

Wir bestaunen die neuen Casinos, von denen uns besonders die Fassade des “New York New York” beeindruckt. Aber auch die Wasserspiele vor dem imposanten Bellagio sind faszinierend und der Eiffelturm vor dem gegenüber liegendem Paris sowieso.

Zum Bild des neuen Las Vegas gehört aber auch, dass alle paar Meter ein Mexikaner steht, der versucht, einem bebilderte Karten käuflicher Girls in die Hand zu drücken. Neben den entsprechenden Telefonnummern fehlt natürlich nicht der Hinweis, dass die Damen auch Visa und Mastercard akzeptieren. Eine Selbstverständlichkeit im Land des Plastic Moneys. Ebenfalls nervend ist es, dass man an jeder Ecke angequatscht wird, weil man irgendwelche Show Tickets oder dergleichen an den Mann oder die Frau bringen will.

“Where are you guys from?“ lautet der wenig originelle Anmachspruch. Will man in Ruhe gelassen werden, macht man ein dummes Gesicht und antwortet gebrochen und bedauernd: „No English!“.

Im Paris ist uns die Schlange am Dinner-Buffett zu lang und wir beschließen, wieder in Richtung Mandaley Bay zurück zu gehen. Unterwegs kehren wir in dem mexikanischen Restaurant “La Salsa Cantina” ein und fallen anschliessend todmüde in unsere bequemen Betten.



Dienstag, 22.04.08
Las Vegas
Wetter, sonnig, 30° C
Das MirageGefahren: 16 Meilen (26 km)


Da wir keine Lust auf ein Frühstücksbuffett haben, fahren wir mit dem Auto zu den nahe gelegenen Factory Outlets und suchen dort ein Family-Restaurant auf. Es gehört zur IHOP-Kette, die wir bisher noch nicht kannten, und von der wir nun einen positiven Eindruck gewinnen.

Bis zum frühen Mittag halten wir uns am Hotel-Pool auf und fahren dann wieder zu den Factory-Outlets. Shoppen macht bei einem Dollarkurs von knapp 1,60 einfach richtig Spaß und der Nachmittag vergeht wie im Flug.

Das Mirage in Las VegasAbends laufen wir bis zum Mirage und gönnen uns dort das opulente Dinner-Buffett. Die Auswahl ist einfach überwältigend. Viele Richtungen sind hier vertreten, u.a. Chinesisch, Sushi, Italienisch, Mexikanisch, Seafood, Libanesisch und vieles mehr. Alles ist von hervorragender Qualität. Für das Gebotene ist der Preis von ca. 25 $ pro Person durchaus günstig.

Wir bummeln dann noch ein wenig durch die Casinos und schauen uns zum Schluß noch die faszinierenden Wasserspiele vor dem Bellagio an. Dann nehmen wir uns von hier ein Taxi zurück ins Mandalay Bay.


Wanderung im Red Rock CanyonMittwoch, 23.04.08
Las Vegas & Red Rock Canyon
Wetter, sonnig und windig, 28° C
Gefahren: 69 Meilen (110 km)


Wie üblich im Urlaub stehen wir auch heute früh auf, da wir ja was vom Tag haben wollen. Der Nachteil daran ist, dass wir jetzt um 7:00 Uhr noch keine Runde durch den Pool drehen können. Der Pool öffnet leider erst um 9:00 Uhr und schließt auch schon gegen 18:00 Uhr. Diese Zeiten kommen uns nicht gerade entgegen.

Wir frühstücken wieder im gleichen Restaurant wie gestern und fahren dann zum 16 Meilen westlich von Las Vegas gelegenen Red Rock Canyon. Nachdem wir uns im ausgezeichneten Visitor Center schlau gemacht haben, folgen wir der Panoramastraße, die durch diesen wunderschönen State Park führt. Wir unternehmen zwei kleine Wanderungen, unterbrochen von einem Picknick. Immer wieder genießen wir herrliche Ausblicke und erfreuen uns an den farbenprächtigen Wildblumen. Nichts erinnert hier an die so nahe gelegene hektische Glitzermetropole Las Vegas.


Herrliche Pflanzenwelt im Red Rock CanyonRed Rock Canyon





















Hard Rock CafeZurück in der “Zivilisation” fahren wir zum Hard Rock Cafe, wo wir für eine Bekannte noch ein
T-Shirt besorgen müssen. Gegenüber vom Hard Rock Cafe befindet sich übrigens das Hofbräuhaus Las Vegas mit deftiger deutscher Küche. Für alle, die schon etwas länger in den USA unterwegs sind, vielleicht eine willkommene Abwechslung auf dem Speisezettel.

Der noch verbleibende Rest vom Nachmittag findet für uns am Pool statt. Wirklich anfreunden können wir uns mit dem hektischen und lauten Treiben an den Pools des Mandaly Bay jedoch nicht.

Abends setzten wir uns in einen der Busse, die ständig den Strip rauf und runter fahren und lassen uns nach Downtown bringen. Dies erweist sich allerdings als Geduldspiel, weil der Bus ständig hält und immer viele Leute ein- und aussteigen.

Auch Downtown hat sich seit unserem letzten Besuch total verändert. Die Fremont-Street ist jetzt einen riesige überdachte Party-Meile.

Allabendlicher Höhepunkt ist die zu jeder vollen Stunde abgehende animierte Light-Show, die sich über den Köpfen der Besucher abspielt. Ein unglaublich faszinierendes Spektakel, das wir um 22:00 bestaunen, nachdem wir zuvor im italienischen Restaurant des Golden Nugget eine hervorragende Pizza gegessen haben.

Angesichts der langen Schlange an der Bushaltestelle und der zu erwartenden langen Fahrt gönnen wir uns wieder ein Taxi zurück ins Mandalay Bay. Mit 25 $ zwar nicht ganz billig, aber sehr bequem.

Light-Show in der Fremont StreetFremont Street




















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