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bulletReisebericht Südafrika Februar 2001: Kapstadt

1. Tag
Düsseldorf – Kapstadt


Ausgerechnet heute muss es schneien! Einerseits ideales Abreisewetter, um sich auf den Sommer in Südafrika zu freuen, andererseits lässt dies nichts Gutes für unseren Flug ahnen. Als wir auf dem Düsseldorfer Flughafen ankommen, bestätigen sich unsere Befürchtungen. Am Gate erfahren wir, dass der Münchener Flughafen wegen starken Schneefalls geschlossen wurde. Und da müssen wir zunächst einmal hin, denn von dort startet unser Langstreckenflug mit der LTU nach Kapstadt.

Zum Glück erfolgt unser Zubringerflug ebenfalls mit der LTU. Da etwa 100 Passagiere für den Kapstadt-Flug von Düsseldorf anreisen, wird die Maschine auf jeden Fall auf uns warten. Mit drei Stunden Verspätung geht es dann endlich ab nach München, wo wir nach kurzem Aufenthalt in den Kapstadt-Flieger umsteigen können. 11 Stunden später, um 3:45 Uhr Ortszeit, sind wir in Südafrika. Die Zeitdifferenz gegenüber Deutschland beträgt plus eine Stunde.

Planmäßig hätten wir um Mitternacht landen sollen. Jetzt, in den frühen Morgenstunden, ist wenig los am Airport. Entsprechend sind nur drei Einreiseschalter geöffnet, und wir müssen eine ganze Stunde warten, bis wir mit der Passkontrolle dran sind. Wir nehmen uns ein Taxi (160 ZAR) und lassen uns zum Holiday Inn Waterfront (ZAR 484,20 Zimmer/Nacht) bringen, dass ich über das Internet-Reservierungssystem der Holiday Inn-Kette gebucht hatte.

Es ist 5:15 Uhr, als wir endlich im Hotel ankommen. Die Angestellte an der Rezeption will uns zunächst nicht einchecken lassen mit dem Hinweis, dass Check-In-Time erst um 14:00 Uhr nachmittags sei. Nach solchen Diskussionen steht mir nun überhaupt nicht der Sinn, und ich mache ihr klar, dass es sich nicht um einen “early check-in” sondern um einen “late check-in” handelt. Schließlich ist das Zimmer seit dem Vortag für uns reserviert. Kurz darauf liegen wir dann endlich im Bett.



2. Tag
Kapstadt

Frühstück an der WaterfrontWir stehen um 08:30 Uhr auf. Vier Stunden Schlaf müssen reichen, zumal es wegen der nur einstündigen Zeitverschiebung ja keinen Jetlag zu verkraften gilt. Statt im Hotel zu frühstücken, beschließen, wir direkt zur Waterfront zu gehen. Obwohl der Name des Hotels eine direkte Lage an der Waterfront vermuten lässt, stellen wir fest, dass man bis dorthin zu Fuß doch noch knapp 15 Minuten braucht.

Der Start in unseren Südafrika-Urlaub könnte kaum perferkter sein. Bei strahlendem Sonnenschein lassen wir uns an einem Restaurant direkt am Wasser zu einem üppigen Frühstück nieder. Vor uns im Wasser tummeln sich die Seelöwen und gleichzeitig genießen wir einen traumhaften Blick auf den wolkenfreien Tafelberg. Herz, was willst Du mehr?

Gut gestärkt unternehmen wir anschließend einen Bummel durch die Waterfront, einem vor einigen Jahren errichteten Vergnügungsviertel am Wasser, das immer noch weiter ausgebaut wird. Hier gibt es Hotels, Restaurants, Museen, Kneipen und Geschäfte. Besonders beeindruckend ist das Table Bay Hotel, dass sich mitten drin in diesem Komplex befindet. Es gehört zu den “Leading Hotels of the World” und damit nicht zu der Kategorie von Hotels, die wir uns leisten können. Eine Seelöwen-Statue vor dem Hotel gibt Auskunft über einige Gäste, die solche pekunären Probleme nicht kennen. Darunter befinden sich so bekannte Namen wie Boris Becker, Steffi Graf, Michael Schumacher, Roman Herzog oder Al Gore.

Downtown Kapstadt mit Tafelberg im HintergrundMittlerweile sind wir doch etwas müde geworden. Wir gehen daher zurück zum Hotel und machen dort erst einmal eine kleine Siesta. Anschließend laufen wir durch die Innenstadt, die heute am Sonntag wie ausgestorben wirkt, bis zum Governor’s Garden. In dieser Parkanlage befindet sich ein nett gelegenes Freiluftrestaurant, wo wir eine Kleinigkeit zu uns nehmen. Danach führt unser Weg zum Kastell (eine alte Festungsanlage), die leider schon geschlossen hat, so dass eine Besichtigung ausfällt.

Viel zu bieten hat Kapstadts Innenstadt nicht, erst recht nicht an einem Sonntag. Die Stadt verdankt ihre Attraktivität eindeutig ihrer herrlichen Lage und dem Umland. Damit gehört Kapstadt sicherlich zu den schönsten Städten der Welt, kann sich aber nach unserer Meinung nicht mit Städten wie Sydney oder San Francisco messen. Eigentlich wäre der Tag vom Wetter her ideal gewesen, um auf den Tafelberg hinaufzufahren. Da wir das aber bereits bei unserem ersten Südafrika-Trip gemacht haben, verzichten wir auf diesen Programmpunkt.

Am Hotelpool gönnen wir uns bei einer Lesestunde eine wohlverdiente Pause. Danach geht es in den hoteleigenen Fitnessraum. Noch im Hellen laufen wir wieder zur Waterfront, wo wir zunächst bei einem Bier die letzten Strahlen der Abendsonne genießen. Die Wahl des Restaurants fällt uns leicht. Wir gehen ins “Cantina Tequila”, einem mexikanischen Restaurant am Quai 5. Nicht schlecht, aber von unseren USA-Reisen sind wir in dieser Hinsicht doch Besseres gewöhnt.

Wir bummeln noch ein wenig herum und bleiben schließlich länger bei einer Gruppe schwarzer Musiker stehen, die mit ihren einprägsamen Rhythmen einige der Umstehenden zum Tanzen animiert. Zum Abschluss landen wir noch zu einem “Absacker-Bier” in einem schottischen Pub. Mit dem Taxi (ZAR 20) fahren wir zurück ins Hotel und liegen um 23:00 Uhr im Bett.

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