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bulletReisebericht Südafrika 2012 - Tag 11, Montag, 12. März 2012

Wilderness
Gefahren:  26 km / gesamt 1745 km
Wetter: sonnig, 27°C

Beejuice CafeNatürlich beginnen wir diesen herrlichen Tag mit einem Strandspaziergang und einem Bad im Meer.

Das Haus am Strand ist auf „self catering“ eingestellt, also kein B&B im eigentlichen Sinne. Unsere Suite verfügt über eine voll eingerichtete Küchenzeile, so dass wir uns unser Frühstück problemlos selber zubreiten könnten. Da wir aber faul sind, gehen wir im nahe gelegenen Beejuice Cafe frühstücken, das seinen Platz im alten Bahnhofsgebäude gefunden hat (die Bahnstrecke wurde hier stillgelegt). Eigentlich eine schöne Location, aber der Service lässt an diesem Morgen sehr zu wünschen übrig. Erst 30 Minuten nach der Bestellung bekommen wir unser Frühstück serviert. Immerhin kommt die Besitzerin später an unseren Tisch und entschuldigt sich für die Unzulänglichkeiten mit dem Hinweis, dass es gestern Abend „very busy and late“ war. Als kleine Entschädigung werden uns zwei Kaffee nicht berechnet.

Wir fahren zum Wilderness Nationalpark, wo wir eine Wanderung Der Strand von Wildernessentlang des Touw Rivers (?) unternehmen möchten. Die wollen doch tatsächlich 88 Rand pro Person für die Wanderung kassieren. Den vierfachen Preis, den Einheimische bezahlen müssen. Das ist uns dann doch etwas zu heftig und 5 Stunden sind uns auch zu lang, um sie mit Wandern zu verbringen. Da ist  der Tag ja fast rum.

Wir folgen stattdessen mit dem Auto der Ausschilderung zur „Map of Africa“, einem Aussichtspunkt hoch oben über Wilderness gelegen. Oben angekommen empfängt uns Helen, ein „Volunteer Guide“. Sie zeigt uns die Stelle, von der man den schönsten Blick hat und gibt uns die eine oder andere Erklärung. Der Blick von hier oben auf den lang gestreckten Wilderness Beach ist wirklich atemberaubend. Und auf der anderen Seite hat man dann den Umriss von Afrika (Map of Afrika) – dicht bewaldet und umrandet von zwei kleinen Flüssen, die sich an der Spitze treffen.

Im Supermarkt besorgen wir uns Käse und Brot und lunchen bei einem Glas Weißwein auf unserem Balkon. Den Nachmittag Lunch auf dem Balkon der Ocean Suitegestalten wir wie den gestrigen: Strandspaziergang, Baden und Lesen.

Am Abend fahren wir zum Serendipity Restaurant & Guesthouse, wo wir bereits vor einigen Wochen eine Reservierung per E-Mail vorgenommen haben. Dort werden wir von Joseph, einem schick gekleideten und gut gelaunten Schwarzen, empfangen. Besonders auffällig sind seine glänzenden Lackschuhe. Er führt uns zunächst auf die Terrasse, von der aus sich uns ein schöner Blick auf den Fluss bietet. Wir lassen uns nieder, und Joseph erklärt uns in aller Ausführlichkeit die verschiedenen außergewöhnlichen Aperitife. Diese werden noch auf der Terrasse eingenommen, während Rudolf, der Besitzer, nach Verteilen der Menükarten, die einzelnen Gänge, deren Bestandteile und Zubereitung erklärt. Das macht er mit soviel Enthusiasmus, dass es richtig Spaß macht, ihm dabei zuzuhören.

Pro Gang (Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch) stehen jeweils 2 Gerichte zur Auswahl. Dazwischen wird noch eine Miso-Suppe und ein Sorbet gereicht. LizelleGrappa-Probe im Serendipity, die andere Hälfte des Besitzerehepaares, ist die Chefköchin, was unschwer an ihrer großen Kochmütze zu erkennen ist. Gleichzeitig übernimmt sie zu Beginn aber auch Serviceaufgaben und serviert uns unseren Rotwein, einen Shiraz vom Joubert–Tradauw Weingut. Als sie erfährt, dass unser nächstes Ziel Montagu ist, empfiehlt sie uns auf dem Weg dorthin, einen Stopp an eben diesem Weingut einzulegen. Wir kämen daran vorbei und es würde sich vorzüglich für einen Lunch anbieten.

Essen und Ambiente im Serendipity sind wirklich ausgezeichnet. Es herrscht eine recht intime Atmosphäre, da man nur eine Handvoll Tische hat. Am Ende des Abends sind wir uns einig, dass dies wohl „the best dining experience in South Africa“ war, die wir jemals hatten. Den krönenden Abschluss liefert Joseph, als wir zu den zwei doppelten Espressi noch einen Grappa bestellen. Er macht daraus einfach eine Grappa-Probe. Stellt uns drei Flaschen auf den Tisch, „mild“, „medium“ and „strong“, und wir dürfen alle zum Preis von Einem durchprobieren. Am Ende zahlen wir für dieses opulente Dinner mit Allem Drum und Dran umgerechnet rund 100 EUR. Hätte in Deutschland in dieser Qualität das Zwei- bis Dreifache gekostet.

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