bild

 

logo

bulletReisebericht Schottland mit dem Wohnmobil: der Südwesten

 

3. Tag, Samstag, 28. Mai 2005
Rockcliffe - Ayr – 185 km
Wetter: häufig Regen, zeitweise stürmisch. 14° C


Lustige Steine in der Nähe von KippfordBeim Aufwachen prasselt Regen auf unser Womo-Dach. Doch schnell ändert sich das Wetter wieder und kurze Zeit später gibt es viel versprechende Wolkenlücken, durch die die Sonne vorsichtig hindurch blinzelt.

Wir fahren nach Rockcliffe und stellen das Womo auf einem Parkplatz vor dem Ort ab. Von hier aus folgen wir dem Jubilee Path (ca. 45 Minuten eine Richtung) ins benachbarte Kippford. Kaum dass wir losgegangen sind, fängt es auch schon wieder an zu regnen. Wir streifen unsere Regenhosen über und setzen unsere Wanderung gut eingepackt unbeirrt fort. Der Weg ist trotz der widrigen Wetterverhältnisse sehr schön und bietet Blicke in die langgezogene Bucht, in der die Schiffe bei der gerade herrschenden Ebbe auf dem Trockenen liegen.

Den ersten Teil des Wegs zurück von Kippford gehen wir am Uferweg entlang. Dabei kommen wir an einer Stelle vorbei, an der man liebevoll eine ganze Reihe von Steinen mit Gesichtern platziert hat. Sieht wirklich lustig aus.

Gegen Mittag sind wir zurück in Rockcliffe und machen uns auf den Weg Richtung Küste um das Culzean Castle zu besichtigen. Trotz Navi (hatte weder diese Attraktion noch die umliegenden kleinen Orte verfügbar) und detaillierter Strassenkarte bringen wir es fertig, uns nach allen Regeln der Kunst zu verfahren. Eine Das Tam O'Shanters Inn in AyrMeisterleistung, auf die wir mächtig stolz sind. Als wir dann endlich am Culzean Castle ankommen, ist es für eine Besichtigung schon zu spät. Hätte bei dem „Scheißwetter“ eh nicht so viel Spass gemacht.

Also fahren wir weiter nach Ayr, um dort die Nacht zu verbringen. Da wir abends noch zum Essen in die Stadt wollen, suchen wir uns einen Stellplatz in “walking distance”. Etwa 1,5 km vom Zentrum entfernt entdecken wir eine ruhige Sackgasse in einem Wohngebiet (Wheatfield Road), die Richtung Meer führt. Ideal zum Übernachten geeignet.

Mittlerweile hat es endlich zu regnen aufgehört, und wir können trockenen Fusses ins Zentrum laufen. Allerdings ist es nach wie vor stürmisch und durch den Wind recht kalt. Im Tam O`Shanters Inn in der High Street „genießen“ wir unser erstes Bier ohne Schaum in diesem Urlaub. Die Bierkultur der Briten (sofern man hier überhaupt von einer Kultur sprechen kann) werde ich wohl nie verstehen. Wir trinken übrigens in historischen Gemäuern, denn hier zechte der berühmte schottische Dichter Robert Burns gerne und viel.

Zum Abendessen kehren wir auf Empfehlung von Freunden in einer ehemaligen Kirche ein. Hier befindet sich ein Pub-Restaurant der „JD-Whetherspoon“-Kette. Die Adresse lautet Sandgate 58. In diesem aussergewöhnlichen Ambiente gibt es für relativ kleines Geld typisches American Food, also hauptsächlich Steaks, Burger, Sandwiches und einige Tex-Mex-Gerichte. Da Samstagabend ist, ist der Laden ziemlich voll. Sehen und gesehen werden scheint hier die Devise zu sein. Viele Mädels, die es sich eigentlich nicht leisten können, sind eher spärlich bekleidet und sehen ziemlich verboten aus. Wir haben unseren Spass und jede Menge zu lästern. Ein wirklich unterhaltsamer Abend - und das Essen ist auch noch gut.




4. Tag, Sonntag, 29. Mai 2005
Ayr – Culzean Castle - Lanark – 112 km
Wetter: sonnig, 15° C


Wer hätte das gedacht: die Sonne scheint! Nach einer ruhigen Nacht fahren wir zum Frühstücken um die Ecke und parken direkt am Meer. Breakfast with Ocean View! Anschliessend geniessen wir noch einen Strandspaziergang bei Ebbe. Ein schöner Start in den Tag.

Das Tam O'Shanters Inn in AyrEntlang der Küstenstrasse fahren wir wieder zurück zum Culzean Castle. Bei dem herrlichen Wetter holen wir die gestern verpasste Besichtigung gerne nach. 12 ₤ Eintritt kostet der Besuch des Schlosses samt Park pro Person. Nicht gerade wenig, aber was ist schon billig in Schottland.

Wir parken am Visitor Centre und sehen uns zunächst einen informativen Film über die Entstehung und die Geschichte des Schlosses an. Unser Womo lassen wir dann auf diesem Parkplatz stehen und erkunden das weitläufige Gelände mit dem Fahrrad. Höhepunkt neben der prachtvollen Parkanlage ist natürlich die Besichtigung des Schlosses, das majestätisch hoch über den Klippen thront. Es gibt prunkvoll eingerichtete Zimmer zu bestaunen und ein ovales Treppenhaus, das eine wahrhaft architektonische Meisterleistung darstellt. In jedem Zimmer liegen mehrsprachige Infoblätter aus, die das Gesehene ausführlich beschreiben. Für den Lacher des Tages sorgt ein etwa drei Jahre alter kleiner Junge, der es sich in kindlicher Arglosigkeit auf einem antiken Stuhl bequem macht. Von einer Aufseherin wird er sofort freundlich darauf hingewiesen, dass man sich auf die Stühle hier nicht setzen darf. Ebenso liebenswürdig antwortet der Dreikäsehoch daraufhin: „But I`m really tired!“

Wieder zurück am Womo packen wir unsere Stühle aus, machen Mittag und geniessen ein erstes schottisches Sonnenbad. Nach 5 Stunden Aufenthalt verlassen wir dann das überaus beeindruckende Culzean Castle und begeben uns auf den Weg zum südöstlich von Glasgow gelegenen New Lanark. Kurz vor Lanark an der A72 steuern wir den Clyde Valley Caravan Park an (8 ₤ ohne Strom) und verbringen dort die Nacht.




5. Tag, Montag, 30. Mai 2005
New Lanark – Aberfoyle - 108 km
Wetter: sonnig, 18° C


New Lannark World Heritage VillagePünktlich zur Öffnung um 11:00 Uhr sind wir am New Lanark World Heritage Village (Eintritt 5,95 ₤ p.P.). Hierbei handelt es sich um eine aufwändig restaurierte Baumwollfabrik und angeschlossener Arbeitersiedlung aus dem 19. Jahrhundert. Sehr anschaulich wird hier das soziale Modell des Industriellen Robert Owen dargestellt, der hier in New Lanark für die damalige Zeit wahrhaft revolutionäre Ideen verwirklichte, mit denen er die Lebensumstände seiner Arbeiter - insbesondere der Kinder – erheblich verbesserte. Näheres hierzu in jedem Reiseführer oder natürlich auch auf der Homepage des New Lanark World Heritage Village.

Einschließlich eines halbstündigen Spaziergangs zu den wenig beeindruckenden Clyde-Wasserfällen verbringen wir rund drei sehr lehrreiche und unterhaltsame Stunden in New Lanark. Ein Hinweis noch zum Freistehen: die Parkplätze hier in New Lanark eignen sich gut für eine ruhige Übernachtung (keine Toiletten oder sonstige Einrichtungen).

Unser nächstes Ziel sind die Trossachs, nördlich von Glasgow. Von New Lanark brauchen wir gute 90 Minuten bis Aberfoyle, wo wir uns auf dem Cobleland Caravan & Camping Site niederlassen (11,30 ₤ inkl. Strom). Das schöne Wetter nutzen wir für einen Grillabend. Sobald die Sonne dann aber von einer großen Wolke verdeckt wird, wird es schlagartig kühl, und wir verlegen die Tafel ins Womo. Später beim Aufräumen draußen mache ich zum ersten Mal Bekanntschaft mit den berüchtigten schottischen Midges. Hierbei handelt es sich um 2 mm kleine Stechmücken, die in Schwärmen über einen herfallen. Sehr unangenehme Viecher, auf die wir gerne verzichten können.




Das Dampfschiff Sir Walter Scott auf dem Loch Katrine6. Tag, Dienstag, 31. Mai 2005
Aberfoyle – Balloch – 57 km
Wetter: sonnig, 17° C


Gegen 10:00 Uhr erreichen wir den Trossach Pier (gebührenpflichtiger Parkplatz) am Loch Katrine, die Ablegestelle des 1899 gebauten Dampfschiffes Sir Walter Scott. Die Morgentour startet um 11:00 Uhr und bietet die Möglichkeit, Fahrräder mitzunehmen, um von Stronachlachar am See entlang zum Ausgangspunkt zurück zu radeln.

Zu unserer Enttäuschung ist die Kapazität für Fahrräder an diesem Morgen schon erschöpft. Da das Schiff nur 20 Fahrräder mitnimmt, empfiehlt es sich unbedingt vorab zu reservieren (Tel. 01877 – 376316). Wir entscheiden uns alternativ für eine Hin- und Rücktour mit dem Schiff (7,25 ₤ - Single-Tour plus Fahrrad hätte 7 ₤ gekostet).

Die Fahrt ist zwar ganz nett, aber auch nicht gerade überwältigend. Man muss sie nicht unbedingt machen, denn vom Wasser bieten sich auch keine anderen Blicke, als man sie auch vom Ufer hat. Im Nachhinein ärgern wir uns ein wenig, dass wir relativ viel Geld für die Schiffstour bezahlt haben, statt einfach mit unseren Rädern von Trossach Pier nach StronachlachLoch Katrinear und zurück zu radeln.

Auf dem Weg zurück nach Aberfoyle stoppen wir am Visitor Centre des Queen Elizabeth Forest Park und unternehmen eine gut einstündige Wanderung durch die schöne Waldlandschaft.

Anschließend setzen wir unsere Tour fort in Richtung Loch Lomond. In Balloch checken wir auf dem sehr komfortablen Lomond Woods Holiday Park ein (15 ₤ inkl. Strom). Mit dem Fahrrad fahren wir in den Ort zum Einkaufen und genießen später die Abendsonne vor unserem Womo. Schon der dritte sonnige Tag in Folge. Von uns aus kann das mit dem Wetter ruhig so weitergehen.











Loch Katrine7. Tag, Mittwoch, 01. Juni 2005
Balloch – Orban - Portnacroish - 162 km
Wetter: 15° C, Regen


Hatte ich nicht gestern Abend etwas von „schönem Wetter“ in mein Notebook getippt? Davon kann heute morgen leider keine Rede mehr sein. Der Blick aus dem Womo-Fenster ist deprimierend. Es regnet in Strömen und – um es vorwegzunehmen – bleibt das mit wenigen Ausnahmen auch den ganzen Tag so. Schottland zeigt sich von seiner nicht ganz unerwarteten Seite.

Endlich mal ein Campingplatz, der vernünftige V+E-Möglichkeiten für Womos bietet. Die nutzen wir natürlich, bevor wir aufbrechen. Nur wenige Meter und wir befinden uns beim neuen großen Visitor Centre des Loch Lomond National Parks am Seeufer in Balloch. Der Komplex beinhaltet sogar eine recht grosse Shopping Mall. Hauptsache warm und überdacht!

Entlang des Westufers des Loch Lomonds fahren wir Richtung Norden. . Auf dem Bild rechts sieht man den Blick, der sich uns aus dem Womo-Fenster bietet. Das miese Wetter lädt nicht dazu ein, irgendwo anzuhalten. Lediglich in Tarbet legen wir einen Lunchstopp ein.

Bonawe FurnaceWir folgen der A82 bis Crianlarigh und wechseln bei Tyndrum auf die A85 Richtung Oban. In Taynuilt folgen wir den Hinweisschildern zu „Bonawe Furnace“, einem alten Stahlwerk, dass hier Jahre 1758 gegründet wurde (Eintritt 3 ₤ p. P.). Die alten Produktionsstätten wurden restauriert und auf einem sehr informativen Rundgang erfährt man, wie hier damals aus Eisenerz Stahl geschmolzen wurde.

In Oban folgen wir den Hinweisschildern zum  Longsdale Carpark oberhalb der Stadt, auf dem man sogar kostenlos und unbegrenzt parken kann (aber „sleeping in vehicle“ ist nicht erlaubt). Oban erweist sich als recht geschäftiges kleines Städtchen mit einem netten Hafen, von dem reger Fährverkehr zu den vorgelagerten Inseln besteht. Bei der Planung der Reise hatten wir vorgehabt, von hier aus nach Mull überzusetzen, den Plan aber später aus Zeitgründen wieder fallen gelassen.

Mangels geeigneter Stellplatzmöglichkeiten kommt eine Übernachtung in Oban für uns leider nicht in Frage; überall „No overnight-Schilder“ oder entsprechende Schranken. Wir folgen der A828 Richtung Fort William und biegen nach einigen Kilometern auf den Parkplatz des „Sea Life Centre“ ein. Absolut leer, ein ungestörtes Plätzchen für die Nacht.

Dachten wir wenigstens, bis gegen 19:30 Uhr – Vorspeise und zwei Bier haben wir gerade hinter uns - ein Auto neben unserem Womo hält, dem ein Mitarbeiter des Sea Life Centre entsteigt. Freundlich erklärt er uns, dass Übernachten hier nicht gestattet sei. Da hilft alles nichts, wir packen zusammen und fahren weiter. Schließlich befinden wir uns auf Privatgelände. In Port Appin folgen wir der Single Track Road zum Fähranleger zur Insel Lismore. Statt eines ruhigen Parkplatzes erwartet uns dort allerdings ein Hotel mit einem gehobenen Seafood-Restaurant, dass voller Gäste ist, die sämtliche Parkplätze besetzt haben. Außerdem weisen „No Overnight“-Schilder darauf hin, dass Besucher unseres Schlages hier nicht gerne gesehen werden.

Also kehren wir um und folgen der A 828 weiter Richtung Fort William. Einige Kilometer weiter sind wir die Sucherei leid und stellen uns einfach auf einen Parkplatz neben der Strasse (ungefähr in der Nähe von Portnacroish). Zwei Wohnwagen-Gespanne haben hier auch schon Quartier bezogen. Nicht gerade das ruhigste Plätzchen, aber immerhin mit – wenn auch wolkenverhangenem – „Loch-View“. Der Verkehr ist nicht sehr stark und wird hoffentlich während der Nacht ganz zum Erliegen kommen.




8. Tag, Donnerstag, 02. Juni 2005
Port Apin – Fort Williams – Broadford (Isle of Skye) - 159 km
Wetter: 15° C, Regen


Das Tal Glen Coe bei trüben und regnerischen WetterObwohl wir direkt an der Strasse gestanden haben, war es eine ruhige Nacht. Beim Aufwachen hören wie wieder das vertraute Plätschern auf dem Womo-Dach. Der Wetterbericht von BBC Scottland, den wir beim Frühstück hören, raubt uns die letzten Illusionen: „Today there will be another dull and wet day.“ Genau das wollten wir nicht hören.

Wir folgen der A828 Richtung Norden und biegen dann auf die A82 ab in das von Bergen umgebene Tal Glen Coe. Dass hier Berge sein sollen, wissen wir aus unserem Reiseführer, sehen können wir sie nämlich nicht. Ein Stopp im Glen Coe Visitor Centre bringt uns auch nicht wirklich weiter. Für 5 ₤ könnten wir uns einen Film anschauen, der u. a. von dem Massaker erzählt, dass hier im Jahre 1692 die Campbells an den MacDonalds verübt haben. Da haben wir aber gar keine Lust drauf und zum Wandern fehlen uns leider die Schwimmhäute zwischen den Zehen.

So fahren wir also weiter nach Fort William und parken auf dem gebührenpflichtigen West End Parkplatz. Mit einem Bummel durch die Fußgängerzone des recht geschäftigen Ortes vertreiben wir uns ein wenig die Zeit. Der Wetterbericht im Visitor Centre verheisst für die nächsten Tage trockeneres Wetter auf der Isle of Skye. Das käme uns sehr gelegen, da wir dort sowieso als nächstes hin wollen.

Schleuse bei Fort WilliamEin Blick in den Fahrplan der Caledonian MacBrayne informiert uns, dass es nur zwei Abfahrten am Tag von Mallaig nach Armdale (Isle of Skye) gibt. Ein Anruf bei der Fährgesellschaft und wir sind auf die Morgenfähre am nächsten Tag gebucht. In Fort William nutzen wir noch einmal ausgiebig die großzügigen Einkaufsmöglichkeiten eines Safeway-Supermarktes und begeben uns dann auf die A830 Richtung Mallaig. Kurz hinter Fort William führt diese Straße an „Neptune`s Staircase“ vorbei, einer imposanten Schleusenanlage, die wir uns natürlich anschauen.

Die A830 nach Mallaig ist eine landschaftlich wunderschöne Strecke. Leider erschliessen sich uns diese Reize angesichts des Dauerregens und eingeschränkter Sicht nur sehr bedingt. Unbedingt lohnenswert ist es, bei Arisaig der „alternate coastal route“ zu folgen, die an schönen Stränden vorbei führt und immer wieder herrliche Ausblicke bietet. Selbst bei Regen noch ganz eindrucksvoll (leider aber nicht auf unseren Bildern).

Mallaig scheint der Womo-feindlichste Ort in ganz Schottland zu sein. Es gibt überall wo man stehen könnte „No Overnight Parking“-Schilder. Da muss sich irgendein Schilder-Hersteller so richtig gesund gestossen haben. Die Chancen auf einen halbwegs legalen Stellplatz sind gleich Null. Einen Camping Platz gibt es auch nicht.

Auch die Insel Skye empfängt uns mit trüben WetterAuf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit steuern wir schließlich den Hafen an. Sofort werden wir von einem sehr freundlichen Bediensteten der Caledonian MacBrayne in Empfang genommen. Wir erklären ihm, dass wir morgen früh mit der Fähre nach Skye wollen und erfahren zu unserer Überraschung, dass in einer halben Stunde noch eine Fähre geht, die nicht im Fahrplan stand. Umbuchen ist problemlos möglich, und so sind wir kurze Zeit später (30 Minuten Fährfahrt) auf Skye und haben damit unser Übernachtungsproblem kurzerhand verlagert.

Auch hier werden wir von strömendem Regen empfangen, und die Suche nach einem Stellplatz gestaltet sich ähnlich problematisch wie zuvor auf dem Festland. Das Beste wäre wohl noch gewesen, auf unserer Fahrt Richtung Norden auf der wenig befahrenen A851 einen Parkplatz neben der Straße anzusteuern. Diese Chance aber haben wir verpasst, und sind nun in Broadford angelangt.

Auch hier weit und breit kein Campingplatz in Sicht und wieder die beliebten „no overnight parking“-Schilder. Langsam sind wir es leid, denn die Fahrerei auf engen, kurvigen und zum Teil einspurigen Strassen ist ermüdend. Auch der Hunger macht sich mittlerweile deutlich bemerkbar.  Schließlich fahren wir - genau wie wir es in Deutschland auch machen würden - in eine ruhige Wohnstraße, stellen uns dort an den Strassenrand und hoffen, dass uns hier niemand vertreibt. Wir sind ziemlich angefressen. Zwei Tage nahezu ununterbrochener Regen und die nervige Suche nach einem Übernachtungsplatz wirken sich nicht gerade positiv auf das Gemüt aus.

Zurück                                                                                                                                                             Weiter zum Westen
footer