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bulletReisebericht Westen der USA 2008: Palm Springs und Joshua Tree Nationalpark

Donnerstag, 17.04.2008
Düsseldorf – Los Angeles
Gefahren: 31 Meilen (50 km)
Wetter, sonnig, 24° C


Pier von Santa MonicaPünktlich um 12:15 Uhr landen wir mit der Lufthansa auf dem Internationalen Flughafen von Los Angeles. Auf den ersten Blick erscheint die Schlange vor den Passkontrollen recht übersichtlich, aber als wir drin stehen, merken wir, dass die Abfertigung eher schleppend voran geht. Es dauert halt, wenn man von jedem Einreisenden 2 Fingerabdrücke nimmt und ein Foto macht. Dazu noch die üblichen Fragen nach dem Grund der Einreise, und was der Einreisebeamte sonst noch wissen will. Zum Glück wird das Tempo dann doch etwas angezogen und noch ein zusätzlicher Schalter aufgemacht. So sitzen wir dann doch bereits nach einer knappen Stunde im Shuttle-Bus der Hertz-Autovermietung.Pier von Santa Monica

Unser Wagen – ein Chevrolet Malibu ist geräumig und bietet ausreichend Platz für unser Gepäck. Über die I-415 South fahren wir Richtung Santa Monica. Ein Geduldsspiel, denn bereits jetzt am frühen Nachmittag geht es nur im Stopp and Go voran. Der berühmt berüchtigte Verkehrswahnsinn von L.A..

Quartier beziehen wir im Best Western Royal Palace Inn etwas außerhalb von Santa Monica. Von dem klangvollen Namen sollte man sich nicht täuschen lassen. Es handelt sich um ein recht einfaches Motel, das uns aber für die erste Nacht völlig genügt.

Live Music in Santa MonicaUns zieht es jetzt an den Strand. Wir folgen dem Sepulveda Boulevard ein paar Meilen in südlicher Richtung und biegen dann auf den Sunset Boulevard West ab. Dieser schlängelt sich durch vornehme Gegend in Serpentinien Musikant auf dem Pier von Santa Monicaherunter zum Meer. Nach einem belebenden Strandspaziergang, der uns vergessen lässt, dass es für uns eigentlich mitten in der Nacht ist, fahren wir weiter nach Santa Monica.

Auf dem Santa Monica Pier besorgen wir uns zunächst etwas Essbares und bummeln dann weiter bis zum Ende des Piers. Hier herrscht eine sehr entspannte Atmosphäre. Wir lassen uns auf einer Treppe nieder, beobachten die zahlreichen Angler und hören einem Straßenmusiker zu, der wirklich gute Live-Musik bietet. Wie wir da so sitzen, überkommt uns aber doch allmählich die Müdigkeit. Daher beschliessen wir, noch einen kleinen Strandspaziergang zu unternehmen, bevor die Sonne untergeht.

Wir beenden unseren Ausflug nach Santa Monica mit einem Bummel über die Third Street, einer Fußgängerzone mit vielen trendigen Shops, Restaurants und Live-Musik an jeder Ecke. Sehr nett und in der Art in den USA eher selten anzutreffen.

Unser langer Tag endet gegen 21:30 Uhr, als wir hundemüde in die Betten fallen und augenblicklich einschlafen.


Freitag, 18.04.2008
Los Angeles – Palm Springs
Gefahren: 189 Meilen (302 km)
Wetter, sonnig, 32° C


Es hat sich bezahlt gemacht, gestern so lange durchzuhalten. Wir schlafen durch bis 5:00 Uhr morgens, was immerhin 14:00 Uhr deutscher Zeit entspricht. Eine knappe Stunde später sind wir “on the road” und fahren auf der I-10 West nach Palm Springs. Schon um diese frühe Uhrzeit staut sich der Verkehr in der Gegenrichtung kilometerweit. Unvorstellbar der Gedanke in diesem Moloch Los Angeles zu leben und täglich mehrere Stunden im Stau zu verbringen.Die Indian Canyons - Bild 1

Nach zwei Stunden Fahrt erreichen wir Palm Springs und gönnen uns erst einmal ein ausgezeichnetes Frühstück auf der Terrasse des Peabody’s Cafe Bar (134 S. Palm Canyon Drive).

Gut gestärkt können wir uns nun dem ersten Programmpunkt des Tages widmen: Wandern in den Indian Canyons (8 $ Eintritt pro Person). Obwohl dies schon unser dritter Besuch in Palm Springs ist, hatten wir vorher noch nichts von den Indian Canyons gehört. Verschiedene Wanderwege ziehen sich durch dieses in Indianerbesitz befindliche Gebiet.

Wir fahren zunächst zum Parkplatz der „Trading Post“, wo der Palm Canyon Hike startet. Man wandert durch die größte Ansammlung von Fächerpalmen, die es auf der Welt gibt. Die Gegend ist wunderschön und man vergisst, dass man sich in der Wüste befindet. Teilweise erinnert das hier eher an einen Dschungel. Wir folgen dem Trail ein Stückchen und wechseln dann auf den Victor Trail, der uns zu unserem Ausgangspunkt zurück führt. Mit zahlreichen Fotostopps haben wir für diese sehr schöne Wanderung knapp zwei Stunden benötigt.

Indian Canyons - Bild 2Indian Canyons - Bild  3





















Indian Canyons - Bild 4Indian Canyons - Bild 5





















Indian Canyons - Bild  6Noch eindrucksvoller und mit noch üppigerer Vegetation gesegnet ist der Andreas Canyon, den wir auf unserer zweiten kleinen Wanderung erkunden. Auch hier bleibt uns zum Glück die Begegnung mit Klapperschlangen, vor denen hier eindringlich gewarnt wird, erspart.

Auch wenn die Schlangen Fluchttiere sind und ein Angriff eher unwahrscheinlich ist, sollte man schon genau aufpassen, wo man hintritt oder sich hinsetzt.

Wir bedauern, nichts für ein Picknick dabei zu haben, denn im Andreas Canyon gibt es eine wirklich lauschige Picknick Area am plätschernden Bach. So verlegen wir die Nahrungsaufnahme nach Palm Springs (der erste und einzige Burger in diesem Urlaub!) und checken anschließend im Best Western Inn at Palm Springs ein. Hier geben wir uns dem zweiten Programmpunkt des Tages hin: Relaxen am Pool.

Am späten Nachmittag fahren wir ins ca. 30 Minuten westlich von Palm Springs gelegene Desert Factory Outlet Center. Die Ausmasse dieses Outlet Centers sind so riesig, dass die Zeit für einen ausgiebigen Shopping-Bummel nicht reicht.

Zudem treiben uns Hunger und Müdigkeit gegen 19:30 Uhr zurück nach Am Pool des Best Western Inn at Palm SpringsPalm Springs. Wir ergattern einen Parkplatz auf dem South Palm Canyon Drive in Downtown und suchen das mexikanische Restaurant Las CasuelasTerraza auf. Der weitläufige Laden ist rappelvoll und draußen vor dem Eingang sitzen nicht wenige Leute, die offensichtlich auf einen Tisch warten.

Auch wir lassen uns für einen Tisch registrieren und überbrücken die gut 30-minütige Wartezeit, die man uns in Aussicht stellt, mit einem kleinen Bummel. Schicke Läden und Restaurants reihen sich hier aneinander. Da Freitag Abend ist, ist es überall recht voll. Sehen und gesehen werden scheint bei vielen das Motto zu sein.

Über einen Pager, den man uns ausgehändigt hat, wird uns mitgeteilt, dass unser Tisch nun frei ist. Das Lokal ist nett eingerichtet und wir sitzen sehr schön halb im Freien. Störend ist jedoch der hohe Geräuschpegel. Die Nachos für Zwei, die wir uns teilen, sind zwar nicht schlecht, aber wir hatten auch schon bessere. Unter dem Strich hatten wir uns etwas mehr von diesem Restaurant versprochen, dem mehrere Auszeichnungen attestieren, der beste Mexikaner in Palm Springs zu sein.


Samstag, 19.04.08
Palm Springs – Yucca Valley
Gefahren: 137 Meilen (219 km)
Wetter, sonnig, 24° C


OcotilloDa wir nicht unerwartet wieder recht früh aufwachen, nutzen wir die Zeit vor dem Frühstück zum Einkaufen im Supermarkt. So etwas ist um 6:00 Uhr morgens im Land der unbegrenzten Möglichkeiten überhaupt kein Problem. Wir decken uns mit reichlich Essbarem ein, denn die nächsten zwei Tage wollen wir uns überwiegend selber versorgen. Kein ganz billiger Spaß übrigens, denn die Preise für Lebensmittel liegen in den USA deutlich höher als bei uns.

Zurück im Motel gehen wir erst einmal eine Runde schwimmen und langen anschließend am Pool beim kostenlosen Continental Breakfast zu.

Über die I-10 East gelangen wir nach einer guten Stunde Fahrt zum Joshua Tree National Park. Im Cottonwood Spring Visitor Center entrichten wir die Eintrittsgebühr für den Park, die 15 $ pro Fahrzeug beträgt.

Zunächst ist die Fahrt durch den Park recht eintönig, nur die leuchtend rot blühenden Ocotillos beleben die Szenerie.

Richtig interessant wird es, als wir mit dem Cholla Cactus Garden die erste Sehenswürdigkeit erreichen. Ein kurzer Wanderweg führt durch diesen bizarren Kakteen-Wald. Besonders faszinierend ist der Kontrast zwischen den schwarzen, abgestorben wirkenden Teilen und den Blüten.

Cholla Cactus Garden - Bild 1Cholla Cactus Garden - Bild 2






















Joshua TreeNach diesem ersten Höhepunkt, sind wir gespannt, wie es weiter geht. So langsam wird es eigentlich mal Zeit, den Namensgeber des Parks zu sehen. Und so ist es auch: Bald entdecken wir die ersten Joshua-Bäume.

Allerdings trägt diese bemerkenswerte Pflanze ihren Namen aber eigentlich zu Unrecht. Denn bei dem Joshua Tree handelt es sich keineswegs um einen Baum. Tatsächlich ist es eine Yucca-Art, die nur in dieser Gegend wächst und bis zu 1000 Jahre alt werden kann. Auf jeden Fall schön anzusehen.

Die Landschaft ändert sich. Plötzlich dominieren große Felsen die Szenerie. Ein Motiv ist schöner als das andere. Wir schießen ein Bild nach dem anderen und freuen uns einmal mehr über die Erfindung der Digitalfotografie

Bei den Jumbo Rocks legen wir eine Picknick-Pause ein, verzehren unseren mitgebrachten Lunch und genießen die Sz
enerie. Wieder einmal erweist sich unsere Kühlbox als unverzichtbarer Bestandteil einer USA-Reise. Es ist einfach super praktisch immer und überall gekühlte Getränke und Lebensmittel dabei zu haben.

Jumbo Rocks Bild 1Jumbo Rocks Bild 1





















Blühender KaktusEin sehr schöner Wanderweg von einer Meile Länge führt uns durch das Hidden Valley. Hier sehen wir neben gigantischen Felsblöcken auch eine Reihe von blühenden Kakteen und Wildblumen. Zum Abschluss laufen wir auch noch den ebenfalls eine Meile langen Rundweg zum Barker Dam, ein kleines vom Regenwasser gefülltes Wasserreservoir, wo man mit ein wenig Glück Vögel beobachten kann.

Der Joshua-Tree-Nationalpark, den wir heute zum zweiten Mal besucht haben, gefällt uns außerordentlich gut. Zu Unrecht führt er ein gewisses Schattendasein, da ihn viele Reisende links liegen lassen und sich lieber auf die bekannteren Nationalparks konzentrieren.

Unser Quartier für die Nacht beziehen wir im Best Western Yucca Valley Hotel & Suites in Yucca Valley, ca. 20 Minuten vom westlichen Parkausgang gelegen. Das Hotel hat erst vor 2 Monaten eröffnet und ist entsprechend modern eingerichtet. Die Zimmer sind sehr komfortabel und lassen keine Wünsche offen. Einzig zu bemängeln sind die dünnen Wände, durch die man jedes Geräusch hört.

Als ich beim Holen des Gepäcks wieder an der Rezeption vorbei komme, steht dort doch tatsächlich ein Brautpaar in vollem Ornat und checkt ein. Der Mann am Empfang erklärt den beiden gerade, daß das Hotel auch über einen Fitness-Raum verfügt. Als ob den beiden frisch Vermählten keine andere sportliche Betätigung einfallen würde als Laufbänder und Ergometer!

Für uns jedoch, die wir schon ein paar Ehejahre auf dem Buckel haben, ist das durchaus eine Alternative, und so statten wir dem Excercise-Room vor dem Abendessen noch einen Besuch ab.

Wir fahren zum Dinner dann in ein Sizzler-Steakhouse, das nicht weit vom Hotel entfernt ist. Wir hatten eigentlich ein Restaurant erwartet, wo man – wie in den USA üblich – einen Tisch zugewiesen bekommt und dann ganz normal bestellt. Hier läuft es jedoch etwas anders, und es dauert einige Minuten, bis wir das System begreifen, denn der Typ, der uns empfängt und nach unseren Wünschen fragt, ist kaum zu verstehen. So ähnlich, wie uns jetzt, muss es einem Ausländer gehen, der Deutsch gelernt hat und dann auf einen Urbayern trifft.

Im Sizzler läuft es also so, dass man seine Bestellung direkt am Eingang aufgibt und dort auch schon bezahlt. Die Bestellung wird einem dann an den Tisch gebracht. Entscheidet man sich für die große Soup and Salad Bar, bekommt man einen Teller und eine Suppentasse ausgehändigt und kann sich nach Herzenslust bedienen. Eine gute Empfehlung sich für 10 $ satt zu essen. Und sehr lecker ist es auch noch.

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