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bulletReisebericht Westen der USA 2008: Von Yuma über San Diego nach Los Angeles

Dienstag, 29.04.08
Yuma – San Diego
Wetter, sonnig, 35° C (Yuma) / leicht bewölkt, 20°C (San Diego)
Gefahren: 181 Meilen (290 km)


Pool – Frühstück – Pool. Wir nutzen die Check-Out-Time bis 12:00 Uhr und lassen es ganz gemütlich angehen.

Dann fahren wir zum Yuma State Prison (I-8, Ausfahrt 1), das 33 Jahre zwischen 1876 Und 1909 In Betrieb war und mehr als 3000 Gefangene beherbergte, die hier bei oft unerträglichen Temperaturen ihr klägliches Dasein fristen mussten.

Ein Museum gibt Auskunft über die Geschichte des Gefängnisses und die Lebensbedingungen der Gefangenen. Besonders beeindruckend ist die Besichtigung der ehemaligen Zellenblöcke und besonders der „Dark Cell“, in der renitente Gefangene zum Teil mehrere Wochen in nahezu völliger Dunkelheit verbringen mussten.

Yuma Stat PrisonZelle im Yuma State Prison





















Nach knapp drei Stunden Fahrt erreichen wir am späten Nachmittag San Diego. Der Temperaturunterschied zu Yuma beträgt rund 15°C. Zelle im Yuma PrisonWir verlassen die Interstate am „Hotel Circle“, wo zahlreiche Motels auf Übernachtungsgäste warten. Uns gefällt die Lage neben dem achtspurigen Freeway allerdings überhaupt nicht, und wir beschliessen, uns eine ruhigere Gegend zu suchen.

Diese finden wir dann in der Nähe des Yachthafens an der Ecke Rosecrans St. / N. Harbor Drive, wo wir in einem Comfort Inn absteigen. Nicht sehr luxuriös, aber deutlich besser, als die Zellen im Yuma State Prison, die wir heute morgen besichtigt haben.

An der Rezeption lassen wir uns noch ein paar Restauranttipps geben. Bei einem Spaziergang durch die nähere Umgebung reservieren einen Tisch im wärmstens empfohlenen Brigantine Seafood-Restaurant. Wie sich herausstellt, ein sehr gutes Lokal mit ausgezeichneten Fischgerichten.


Mittwoch, 30.04.08
San Diego
Wetter, bewölkt, 17°C
Gefahren: 63 Meilen (101 km)


Kriegsgräber in San DiegoDas Continental Breakfast im Motel gehört eindeutig zu der schlechteren Sorte und wir begnügen uns mit ein paar Cornflakes.

Es ist richtig kalt heute morgen. So um die 14°C, dazu bewölkt und zeitweise sogar ein bisschen Regen. Schade, denn zu San Diego gehört einfach die Sonne dazu. Aber wirklich beklagen können wir uns nicht, schliesslich ist dies der einzige bewölkte Tag bisher, und der Wetterbericht für die kommenden Tage verspricht auch schon wieder Besserung.

Wir beginnen den Tag am Cabrillo National Monument, in dessen Nähe sich unzählige Kriegsgräber befinden. Ein deprimierender Anblick.

Am Cabrillo National Monument erinnert eine große Statue an den portugiesischen Seefahrer Juan Rodriguez Cabrillo, der 1542 mit seiner aus 3 Schiffen besehenden Flotte gelandet ist. Bei schönem Wetter bietet sich hier ein toller Blick auf die Bucht von San Diego und die Skyline der Stadt. Auch Wandermöglichkeiten gibt es hier. Bei diesem ungemütlichen Wetter aber keine Option für uns. Wir sind froh, dass wir unsere Jacken dabei haben, die wir heute Morgen zum Glück aus den Tiefen des Koffers hervorgekramt haben.

Wir beschränken uns auf einen Besuch des Leuchtturms. In dem angeschlossenem Museum wird dessen Funktionsweise und das Leben der Leuchtturmwärter in früherer Zeit erklärt. Auch dem Museum am Visitor Center statten wir einen Besuch ab. Hier dreht es sich um die Entdeckung dieses Landstriches durch Cabrillo und andere Seefahrer.

In einem Dennys gegenüber unserem Hotel frühstücken wir erst einmal anständig und setzen dann unsere Tour durch San Diego fort. Den nächsten Stopp legen wir beim Seaside Village ein, einem Viertel mit Restaurants und Andenkenläden direkt am Wasser.

Horton Plaza in San DiegoDann geht es auf die Coronado Halbinsel und wir laufen ein wenig am weitläufigen Strand herum, bis es uns zu kalt wird. Eine kurze Besichtigung des alten stilvollen Hotel del Coronado ist ein Muss, das wir mit einem kleinen Bummel durch das Zentrum von Coronado verbinden.

Anschließend fahren wir nach Downtown und bummeln durch das Horton Plaza und das angrenzende „Gaslight Quarter“. Horton Plaza ist ein architektonisch recht sehenswertes Einkaufszentrum, dass sich mit seinen bunten Farben deutlich von herkömmlichen Einkaufszentren abhebt. Das Gaslamp Quarter ist nicht sehr aufregend, allenfalls sehenswert sind ein paar ältere Häuser.

Letztes Ziel für heute ist Old Town. Alte Gebäude aus der Western-Zeit und mexikanische Restaurants prägen hier das Bild. Mittlerweile hat sich auch das Wetter gebessert und in einem der netten mexikanischen Restaurants können wir dank Heizstrahler sogar draussen sitzen. Eigentlich wollten wir hier nur eine Vorspeise essen und dann später bei einem Mexikaner um die Ecke unseres Hotels „richtig“ essen gehen. Die Portion Nachos, die wir uns teilen, ist aber so reichlich, dass wir nichts weiter mehr brauchen.


Donnerstag, 01.05.08
San Diego - Carlsbad
Wetter, sonnig, 21°C
Gefahren: 44 Meilen (70 km)


Wir fahren nach La Jolla, dem mondänen Vorort von San Diego. In der Nähe von La Jolla Cove parken wir und laufen ein wenig am Wasser entlang, bis wir zu einer Bucht gelangen, wo zu unserer Überraschung über 100 Seelöwen am Stand liegen. Von einer Parkbank aus schauen wir uns deren schläfriges Treiben eine Weile an.

La JollaSeelöwen in La Jolla





















Motel-Pool in CarlsbadZum Frühstück finden wir ein nettes Restaurant mit Terrasse, das “Blue Wave”, wo wir sogar Ocean View haben. Die Preise sind auch nett, eben „La Jolla-Niveau“. Dafür ist das Essen aber auch sehr gut.Ocean Palms Beach Resort in Carlsbad

Die Sonne strahlt von einem wolkenlosen Himmel und wir unternehmen einen Verdauungsspaziergang am Strand. Dann fahren wir weiter nach Carlsbad und hoffen eine bezahlbare Unterkunft in Strandnähe zu finden.

Direkt beim ersten Versuch haben wir Glück. Im Ocean Palms Beach Resort bekommen wir ein Zimmer für 100 $. Eine gepflegte Anlage, die eigentlich auf Gäste eingestellt ist, die hier etwas länger Urlaub verbringen, aber es ist kein Problem, nur für ein Nacht einzuchecken.

Bevor wir uns Strand und Pool hingeben, machen wir noch einen Abstecher zu den Carlsbad Factory Outlets. Kurzer Shopping-Bummel muss sein, und Lunch bekommen wir bei dieser Gelegenheit auch.

Hierbei haben wir zum ersten Mal Gelegenheit, „Rubio’s“ auszuprobieren. Eine Fast-Food-Kette mit mexikanischem Essen ähnlich wie „Taco-Bell“, nur besser. Man bekommt sogar Bier, was es sonst bei Fast-Food-Restaurants nicht gibt.

Auch abends bleiben wir dem mexikanischen Essen treu und gehen ins gegenüber unserem Hotel gelegenen „Norte Mexican Restaurant“. Dank offener Gasfeuer, die wie Lagerfeuer wirken, kann man ohne zu frieren draussen sitzen. Das Essen ist o.k., aber mehr auch nicht



Freitag, 02.05.08
Carlsbad – Long Beach
Wetter, sonnig, 24°C
Gefahren: 78 Meilen (125 km)

Am Strand von Laguna Beach
Strandspaziergang – Pool – Frühstück im Freien. So sieht der angenehme Start in unseren letzten Urlaubstag aus.

Hinter San Clemente verlassen wir die I-5 North und rollen über den Highway No. 1 in Richtung Los Angeles. In Laguna Beach machen wir zwei Stopps. Zunächst am einladenden Strand, wo es tolle Wellen zu bestaunen gibt und dann im “Sapphire Laguna”, wo wir uns zu einem sehr gepflegten Lunch auf der Terrasse nieder lassen. Dieses Restaurant ist wirklich eine Top-Empfehlung.

Unterwegs noch ein Beach-Stopp in Neweport Beach, und am späten Nachmittag erreichen wir Long Beach. Unterkunft finden wir im Travelodge auf der Atlantic Avenue in der Nähe des Convention Centers. Ein sehr geräumiges Zimmer mit zwei Betten ist genau das richtige für die große Pack-Aktion, die uns bevorsteht.

Aus dem Abendessen wird leider nichts mehr, da Elke Übelkeit plagt. Alleine habe ich auch keine Lust essen zu gehen. Kein optimales Ende für unseren Urlaub, aber nicht zu ändern.


Samstag, 03.05.08
Long Beach – Los Angeles Airport
Gefahren: 25 Meilen (40 km)


Wir stehen um 5:00 Uhr auf, packen unser Auto und fahren zum Flughafen. Da heute Samstag ist, benötigen wir für die Strecke nur eine knappe halbe Stunde. In der Nähe des Flughafens frühstücken wir bei Dennys und geben dann bei Hertz unser Auto zurück.

Riesige Menschenmassen beim Check-In der United Airlines, den wir als Besitzer eines elektronischen Tickets auch noch selber erledigen dürfen. Klappt besser als befürchtet und bald haben wir unsere Boardkarten für den Flug nach Chicago und den Weiterflug mit der Lufthansa nach Düsseldorf in der Hand.

Gut, dass wir so früh dran sind, denn am Security-Check heißt es wieder Schlange stehen. Jeder muss hier seine Schuhe ausziehen und durch den Röntgenapparat schicken. Am Ende hat die Zeit dann aber doch gereicht und wir schaffen es problemlos in unsere Maschine nach Chicago. Dort steigen wir um und sind am nächsten Morgen pünktlich in Düsseldorf.

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