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bulletReisebericht Nordwesten der USA - Tag 10, Montag, 23. Mai 2011

Carmel, CA - San Simeon, CA
Wetter: vormittags bewölkt, nachmittags überwiegend sonnig, 59°F / 15°C
Gefahren: 240 mi / 384 km - total 1457 mi /2331 km


Schöner wohnen in CarmelEin Tag, der nicht ganz so verläuft, wie geplant, aber dazu später mehr.

Das im Übernachtungspreis enthaltene Frühstück besteht lediglich aus Orangensaft, Kaffee, Tee und diversen Gebäcksorten. Letztere aber von guter Qualität und lecker. Nicht gerade ein opulentes Frühstück, aber zumindest hat man erst mal was im Bauch und kann den Tag beginnen.

Wir checken aus und fahren Richtung Strand und dann den Scenic Drive entlang. Hier ist es auf beiden Seiten richtig “scenic”. Links ein schönes Haus neben dem anderen, rechts der attraktive Strand. Nee, ist das schön hier! Natürlich nutzen wir die Gelegenheit und unternehmen auch einen kleinen Strandspaziergang.

Anschließend statten wir mal wieder der Carmel Mission einen Besuch ab. Zum dritten Mal sind wir nun hier, aber der letzte Besuch liegt auch schon 19 Jahre zurück. Die Mission ist einfach nur wunderschön und strahlt eine unglaublich friedliche Ruhe aus. Vor allem heute, wo nicht viele Besucher da sind.

Carmel Mission - Bild 1Carmel Mission - spartanisches Zimmer eines Mönches
















Point LobosDann ist mal wieder Großeinkauf im Safeway angesagt. Mittlerweile ist es fast Mittag geworden. Gutes Timing, denn laut Wetterbericht soll es nun sonnig werden. Beste Bedingungen also für den Highway No.1 und Big Sur.

Einige Meilen südlich von Carmel steuern wir den Point Lobos State Park an. 10 $ Eintritt müssen wir hier bezahlen, können an diesem Tag mit dem Ticket aber auch in die anderen State Parks rein, die noch am Weg liegen. Point Lobos ist herrlich. Wir wandern an den Klippen entlang und genießen die Aussicht auf das Meer, wo sich immer wieder die Wellen spektakulär an den Felsen brechen. Seelöwen gibt es natürlich auch und blühende Wildblumen machen die Szenerie noch attraktiver. Zum Glück lässt sich auch die Sonne blicken und setzt das Alles ins rechte Licht.

Die nun folgende Küstenstraße gehört sicherlich zu den schönsten auf dieser Welt. Viele Aussichtspunkte sorgen dafür, dass man die Landschaft auch entsprechend genießen kann.

Big SurNächster längerer Stopp ist der Andrew Molera State Park, wo wir uns an einem der Picknicktische zum Lunch niederlassen. Dann wollen wir dem ausgeschilderten Wanderweg zum Beach folgen, müssen das Unterfangen aber nach wenigen Metern abbrechen. Ein recht breiter Creek versperrt uns den Weg. Scheint wohl sonst nicht so viel Wasser zu führen, denn sonst würde man hier kaum den Wanderweg durchführen lassen.

Also fahren wir weiter zum Pfeiffer Big Sur State Park und unternehmen dort eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall. Auf der Weiterfahrt irritiert uns ein einsames Schild am Straßenrand. “Road closed 35 Miles” steht da drauf. Wir rätseln, wie das gemeint ist. Die können doch nicht einfach den Highway 1 sperren. Und wenn dem so wäre, hätte man das doch schon viel früher ankündigen müssen, beispielsweise in Carmel.

Wir müssen heute nach San Simeon, wo ich gestern über Hotwire eine Unterkunft für uns gebucht hatte. Das liegt 60 Meilen weiter Küste am Highway No. 1südlich direkt am Highway 1. Wie aber da hinkommen, wenn die Straße vorher tatsächlich gesperrt ist? Die Sache lässt uns keine Ruhe.

Kurze Zeit später halten wir an einem Aussichtspunkt, wo sich uns der spektakulärste Blick auf die Küste überhaupt bietet. Atemberaubend! Aber so schön das alles ist, haben wir immer noch ein Problem. Ist der Highway im weitern Verlauf nun gesperrt oder nicht? Das müssen wir dringend herausfinden. Da biegt ein Wagen aus der Gegenrichtung auf den Parkplatz ein, und Elke schlägt vor, die Leute einfach zu fragen.

Ja, der Highway ist wirklich gesperrt, bekommen wir bestätigt. Die einzige Alternative ist eine schmale Straße über die Berge, die bis auf 5000 Fuß hinaufführt. Nicht einfach zu fahren, keine Leitplanken und sehr zeitaufwendig. Wir wären besser beraten nach Monterey zurückzufahren und über die 101 nach Süden zu fahren.

Im StauNotgedrungen folgen wir der Empfehlung und fahren wieder zurück. Nach einer Stunde sind wir in Monterey. Das ging ja schon mal flott. Aber zu früh gefreut. Zwischen Monterey und Salinas geraten wir zu allem Überfluss auch noch in einen Stau, der uns weitere 45 Minuten kostet. Endlich auf der 101 angekommen zeigt das Navi noch über 220 km bis zum Zielort an. Während Elke den Tempomat auf 70 Meilen stellt (erlaubt sind 65) und Meilen frisst, sitze ich auf dem Beifahrersitz und schreibe diese Zeilen.

Kurz nach 20 Uhr erreichen wir endlich unser Hotel, The Morgan at San Simeon. Vier Stunden haben wir gebraucht. Der Grund für die Sperrung des Highway 1 ist übrigens eine Schlammlawine, wie wir am nächsten Tag erfahren wir durch ein Schild an der Rezeption erfahren. (Diese Info hätten wir auch schon in Carmel erwartet). Geplante Wiedereröffnung erst in drei Wochen.

Das für 73 $ bei Hotwire erstandene Hotel (Normalpreis 89$) erfüllt unsere Erwartungen nicht. Die Bezeichnung “Boutique Das mexikanische Restaurant am nächsten MorgenHotel” und die Bilder von der Hotel-Homepage ließen etwas Besseres erwarten. Die Zimmer sind zwar renoviert (bis auf die Toilette und die Türen), wirken durch die Ockerfarbenen Wände, Stoffe und Fliesen aber dennoch altbacken. Womit die 3 ½ Sterne gerechtfertigt sind, die Hotwire hierfür vergibt, erschließt sich uns nicht so ganz.

Egal, ist halt nicht so ganz unser Tag heute. Wir bringen schnell nur den Cooler auf unser Zimmer, gönnen uns ein schnelles Ankunftsbier und gehen in das nebenan gelegene mexikanische Restaurant, bevor die zumachen, und wir nichts mehr zu essen bekommen.

Auch hier läuft nicht alles glatt. Servieren die uns doch unsere Fajitas ohne Flour Tortillas. Hallo, wie soll das denn gehen? Die Bedienung ist ganz erstaunt, als wir vehement unsere Tortillas fordern. Dabei steht sogar in der Karte drin, dass drei Tortillas dazu gehören. Natürlich haben wir die Tortillas dann anstandslos bekommen, und das Essen war soweit auch ganz o.k., auch wenn wir schon wesentlich bessere Fajitas hatten.
 

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