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Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen. Zunächst von Rolf und Barbara und dann von der Villa Ticino mit ihren super netten Gastgebern (Foto rechts). Wirklich eine Unterkunft, die wir uneingeschränkt empfehlen können. Drei Nächte sollte man hier für einen Aufenthalt schon einplanen. Dann hat man zwei volle Tage, um die Hauptsehenswürdigkeiten der Umgebung zu sehen. Besonders für Südafrika-Neulinge ist die Villa Ticino ein idealer Startpunkt, da man von Felix auch viele gute Tipps für die weitere Tour durch Südafrika bekommen kann. Zunächst fahren wir wieder durch heftigen Regen, aber je näher wir dem Krüger Nationalpark kommen, desto wärmer un Unsere Unterkunft in dieser privaten Lodge besteht aus einer zweckmäßig eingerichteten Rundhütte, die über den Luxus einer Klimaanlage verfügt. Bei den hier herrschenden Temperaturen wissen wir das durchaus zu schätzen. Um 14:00 Uhr gibt es Lunch und um 16:00 Uhr starten wir zu unserem ersten Game-Drive.
Jeder, der auf Safari geht, möchte natürlich gerne die „Big Five“ sehen. Das sind Löwe, Nashorn, Leopard, Elefant und Büffel. Wir sind gespannt, ob wir die alle zu Gesicht bekommen. Nach kurzer Fahrt haben wir bereits das erste Erfolgserlebnis, als wir eine Büffelherde entdecken. Wir sind erstaunt, wie nah wir an diese nicht gerade ungefährlichen Tiere herankommen. Doch sie sind an die Landrover gewöhnt und lassen sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen.
Zum Sundowner halten wir an einem Wasserloch, in dem ein einsames Nilpferd schwimmt. In der Abendsonne genießen wir unsere Drinks und die einmalige Atmosphäre.
Das Abendessen wird um 20:00 Uhr unter freiem Himmel in einem großen Halbkreis serviert, dem so genannten Boma, in dessen Mitte ein kleines Feuer brennt. Diese ungewöhnliche Sitzordnung hat leider den Nachteil, dass sie nicht sehr kommunikationsfördernd ist, da man sich nur mit seinen beiden direkten Sitznachbarn bequem unterhalten kann. Die einzelnen Gänge werden von den schwarzen Bediensteten angesagt, denen man ihre Nervosität angesichts dieser bedeutenden Aufgabe deutlich anmerkt. Das Essen ist – wie übrigens alle Mahlzeiten im Elephant Plains – schmackhaft und reichlich. Vor- und Nachspeise werden serviert, den Hauptgang gibt es vom Buffet.
Um 05:15 Uhr startet der morgendliche Game Drive. Vorher wird auf der Terrasse Kaffee und Gebäck gereicht. Heute dauert es ziemlich lange, bis wir in Gestalt einer Giraffe und eines Elefanten die ersten Tiere sehen. Dann plötzlich befinden wir uns inmitten einer Büffelherde Auge in Auge mit diesen gewaltigen Tieren. Es trägt ungemein zur allgemeinen Beruhigung bei, dass Wayne von einem Vorfall in einem anderen Wildgehege erzählt, wo zwei Touristen von Büffeln getötet wurden. Entgegen des strikten Verbots war wohl jemand im Auto aufgestanden um besser fotografieren zu können. Die Büffel empfanden dies als Bedrohung, rammten das Auto, woraufhin zwei Personen heraus fielen. Tragischerweise wurden diese dann von den Büffeln tot getrampelt.
Nach 3 Stunden sind wir zurück in der Lodge und freuen uns aufs Frühstück. Stephen – einer der anderen Ranger – sitzt mit uns am Tisch. Elke fragt ihn, wie er dem Malaria-Risikio begegnet, denn eine Dauer-Prophylaxe ist ja kaum möglich. Wir erfahren, dass die Leute hier einmal in der Woche ein Medikament einnehmen, das dafür sorgt, dass eine eventuelle Malariaerkrankung nur in stark abgeschwächter Form auftritt, die gut zu beherrschen ist. Der beste Schutz ist natürlich, sich gar nicht erst stechen zu lassen, was durch Einsprühen und Schlafen unter dem Moskitonetz wohl auch sehr gut gelingt.
Nach dem Frühstück treffen wir uns mit Wayne und den beiden französischen Ehepaaren, die ebenfalls zu unserer Landrover-Besatzung gehören, zum Bushwalk. Während einer einstündigen Wanderung erfahren wir von Wayne einige interessante Dinge über die hiesige Flora und Fauna. Unterwegs sehen wir - wie so oft - eine Herde Impalas. Die Zeit bis zum nächsten Game-Drive verbringen wir relaxend an einem der beiden Pools.
Erwähnenswerte Tierbeobachtungen am Nachmittag sind ein badendes Nashorn, Büffel am Wasserloch, Impalas und ein Leopard im Dunkeln. Nur der ersehnte Löwe – einziger Vertreter der Big Five, den wir noch nicht gesehen haben, bleibt uns weiter verwehrt.
Die vielen Eindrücke des heutigen Tages verarbeiten wir bei einem Pre-Dinner-Drink an der gemütlichen Bar der Lodge.Beim heutigen Abendessen haben wir etwas mehr Glück mit unseren Tischnachbarn. Elke unterhält sich angeregt mit Isabel, einer Mitarbeiterin von der Rezeption. Neben mir sitzt ein Norweger, der für die UN in Zimbabwe arbeitet und so einiges zu erzählen hat. Den Abend beschließen wir dann einsam unter afrikanischem Sternenhimmel bei einer Flasche Rotwein am kleinen Swimmingpool unweit unserer Hütte.
5. Tag, Mittwoch, 28.02.07 – Sabie Sands – Hazyview - 285 km Höhepunkt unseres letzten Game Drives sind 7 Elefanten, die wir aus allernächster Nähe an einem Wasserloch beobachten. Das ist so schön, dass wir es verschmerzen können, auch heute keinen Löwen zu sehen. Ein Grund mehr, noch einmal wieder zu kommen.
Mit der auf dem Frühstückstisch ausgebreiteten Südafrika-Karte planen wir dann gemeinsam mit unseren westlichen Nachbarn deren weitere Tour und versuchen, einen vernünftigen Kompromiss zwischen langen Autofahrten und Konzentration auf die Hauptsehens- würdigkeiten zu finden. Dann reisen auch wir ab. Nach einer knappen Stunde Fahrt über Sandpisten kehren wir wieder in die Zivilisation zurück. Eigentlich wollen wir das Cheetah Breeding Centre (eine Geparden-Aufzuchtstation) besuchen, verfahren uns aber in dem Ort Klaserie. Als wir unseren Irrtum bemerken, befinden wir uns schon auf der Rückseite vom Blyde River Canyon. Da wir den noch nie bei wolkenlosem Himmel gesehen haben, schmeissen wir unser Programm kurzfristig um und fahren über den Abel Erasmus Pass weiter zum Aussichtspunkt „Three Rondavels“.
Nachdem wir auch noch dem Aussichtspunkt „Gods Window“ einen Besuch abgestattet haben, fahren wir auf dem schnellsten Weg nach Hazyview, wo wir eine Übernachtung im Rissington Inn gebucht haben. Hierbei handelt es sich um eine weitläufige Anlage in ruhiger Umgebung abseits des lebhaften Ortes. Unser Zimmer ist sehr geräumig mit großer Terrasse und – als besonderem Clou – einer Außendusche. Sehr vergnüglich ist es, die sehr humorvoll geschriebene Informationsmappe zu lesen, die auf dem Zimmer ausliegt. Vor dem Abendessen nehmen wir einen Aperitif an der Bar ein. Dort können wir bereits einen Blick in die Speisekarte werfen und unsere Bestellung aufgeben. Das Restaurant im Rissington Inn ist sehr gemütlich und das Essen ganz ausgezeichnet. Wir sind mit der Wahl dieser Unterkunft sehr zufrieden.
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©Patrick Kaufhold - Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 05. Januar 2009 |
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