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Leider wird Westaustralien in den meisten Australien-Reiseführern etwas stiefmütterlich behandelt. Spezielle Führer für den größten australischen Bundesstaat gibt es wenig. Ich habe mir dann den “Robinson Reisebegleiter Westaustralien” besorgt. Zum Einlesen nicht schlecht, obwohl ich in der Beurteilung mancher Sehenswürdigkeiten mit der Meinung der Verfasserin nicht immer übereinstimme. Auch läßt er in punkto Aktualität einiges zu wünschen übrig. Eine ausführliche Übersicht über verschiedene Australienreiseführer gibt es hier. Die besten und aktuellsten Informationen findet man natürlich im Internet . Entsprechende Links in meinem Bericht verweisen auf die jeweiligen Seiten. Für allgemeine Informationen bieten sich besonders die folgenden Seiten an:
Nachdem ich mich ein wenig schlau gemacht hatte, standen die Eckpunkte unserer Reise fest. Perth als Ausgangs- und Zielort, Exmouth als nordwestlichster und Esperance als südöstlichster Punkt. Nun galt es nur noch, dass ganze zu einer vernünftigen Rundtour zu verbinden. Am einfachsten wäre es gewesen, zunächst von Perth an der Küste entlang nach Norden bis Exmouth zu fahren und anschließend den gleichen Weg wieder zurück. Da wir aber keine Strecke doppelt fahren wollten, entschlossen wir uns, den langen Weg nach Norden durch das Landesinnere über den Great Northern Highway hinter uns zu bringen und dann Richtung Osten nach Exmouth zu fahren. Unsere Route hier zunächst im groben Überblick:
Und so sah die Route im Detail aus:
Noch ein par Tipps... Flug: Den Flug habe ich, wie schon öfter, online auf der Homepage von Follow Me gebucht. Die haben uns auch gleich das kostenlose E-Visum für Australien besorgt. Sowohl vom Preis als auch vom Routing erschien uns das Angebot der Singapore Airlines am attraktivsten. Angenehmer Nebeneffekt: Die Meilen, die wir mit diesem Star-Alliance-Partner auf dem Flug nach Perth sammeln konnten, reichen fast für einen kostenlosen Freiflug innerhalb Europas, den wir uns als Mileage Plus Mitglieder (Bonusprogramm der United Airlines) schon für 20.000 geflogene Meilen bekommen. Mietwagen: Das war gar nicht so einfach. Einen Haken gab es bei jedem Vermieter. Avis z.B. gestattet keine Fahrten nördlich von Carnavon, Hertz erlaubt das Befahren von Schotterstraßen nicht. In beiden Fällen besteht bei Nichtbeachtung kein Versicherungsschutz mehr. Die Alternative, ein Vierradfahrzeug zu mieten, war uns jedoch viel zu teuer. das hätte rund 3 x soviel gekostet, wie ein normales Fahrzeug. Wir haben dann ein konventionelles Full Size Modell bei Hertz gemietet und sind das Risiko eingegangen, damit auch auf Schotterpisten zu fahren, wo dies unumgänglich war. Unbedingt besorgen sollte man sich gleich nach der Ankunft eine aktuelle Detail-Karte von Westaustralien. Darin sind alle Tankmöglichkeiten eingezeichnet, was sehr nützlich sein kann. Außerdem sieht man, welche Straßen asphaltiert sind und welche nicht und kann seine Strecke ggf. darauf abstimmen. Benzin ist wesentlich günstiger als in Deutschland. Es gibt aber große regionale Unterschiede. Im Großraum Perth haben wir im November 2001 zwischen 0,75 und 0,80 A$ bezahlt. Im einsamen Norden waren auch schon mal 1,20 A$ fällig. Unterkunft: Einige Unterkünfte habe ich vorab direkt von zu Hause per E-Mail gebucht. Wirklich erforderlich wäre das aber nirgendwo gewesen. Solange man nicht gerade in den australischen Schulferien unterwegs ist, dürfte man keine Probleme haben, eine Unterkunft zu finden. Häufig haben wir sogar die Erfahrung gemacht, dass man ohne feste Reservierung günstigere Raten bekommt. Wer gelegentlich in Motels der Best Western Kette absteigt, dem sei die kostenlose Mitgliedschaft im Gold Crown Club empfohlen. Das bringt immerhin 10 % Rabatt bei jeder Übernachtung. Soweit vorhanden, habe ich alle Unterkünfte, die wir bewohnt haben, im Bericht mit einem entsprechenden Link versehen. Essen & Trinken: Ein durchaus erfreuliches Thema in Australien. Selbst in abgelegenen Ecken kann man oft erstaunlich gut essen, und das zu erfreulich niedrigen Preisen. Frühstücken gehen ist im Vergleich dazu jedoch oft unverhältnismäßig teuer. Als Alternative bietet sich selbst zubereitetes Frühstück im Motelzimmer an. Ein Kühlschrank und ein Wasserkocker mit ein paar Tüten Nesskaffee gehört in jedem Zimmer normalerweise zur Standardausstattung. Sehr empfehlenswert ist die Mitnahme einer Kühlbox, so wie wir das gemacht haben. So hat man unterwegs immer kühle Getränke bei sich und mittags kann man ein Picknick machen. Eis gibt es in den Bottle Shops und an vielen Tankstellen. Alkohol wird nur in den Bottle Shops verkauft. Bier ist das Nationalgetränk Nr, 1 und wird in Dosen (cans) oder kleinen Flaschen (stubbies) verkauft. Die Preise liegen deutlich über denen in Deutschland, werden aber günstiger, wenn man gleich einen 24-er-Karton nimmt. Empfehlenswerte Sorten sind z .B. das Victoria Bitter (VB) oder das in Westaustralien weit verbreitete Emu Bitter. Stilecht getrunken wird so ein eiskaltes Bier übrigens mit einem “stubbieholder”. Da bleiben die Finger warm. Australische Weine haben internationales Niveau und sind sehr empfehlenswert. Ein durchaus akzeptables Fläschchen im Restaurant gibt es meist so zwischen 12 und 20 A$. So, genug der Vorrede. Jetzt geht´s los mit dem eigentlichen Reisebericht.
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